Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1549416
666 
668. 
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mit dem Beisatze: Omne donum perfectum a deo, imperfectum a dia- 
bolo  1540. Das Monogramm schliesst sich an. Auf einer Band- 
rolle oben: Altcrius non sit, qui suus esse potest. H. 7 Z. Br. 4Z. 5 L. 
3)  3.] Johannes Fabricius. Artium et medicinae Doctor Salispurgi. 
Aetatis suae annorum quadraginta etc. Halbe Figur fast von vorn, und 
nach links blickend, mit einer niederen Mütze auf dem Kopfe. Unten 
an einem Steine steht obige Schrift, und in der Mitte unten das Zeichen 
mit der Jahrzahl 1540. H. 6 Z. 6 L. Br. 4 Z. 9 L. 
Holzschnitt. 
4) Theophrastus Paracelsus, Copie nach dem Kupferstiche No. 1, 
aber von der Gegenseite. Mit derselben Schrift. Unten in der Mitte 
steht das zweite Zeichen. H. 4 Z. 9 L. Br. 4 Z.  Dieses Blatt 
findet man in dem Werke des Theophrastus: Liber II. de Causa et Ori- 
gine Morborum. Cöln 1566, 4. 
666. Johann Friedrich Alexander Thiele, Landschaftsmaler und 
ÄII Radirer, soll der Träger dieses Zeichens seyn. Nach einer ge- 
 fälligen Mittheilung findet man es auf Gemälden. Auf radirten 
Blättern kommt aber nur der Buchstabe T, oder Th. vor. Obiges Zei- 
chen wäre demnach AITH. zu lesen. Thiele starb 1803 in Dresden. 
Näheres s. Künstler-Lexicon XVIII. S. 337. 
667. Abraham Hondius, Thiermaler und Radirer, wurde 1638 zu 
Rotterdam geboren, gründete aber seinen Ruf in London, 
wo er 1691 starb. Er malte Bären- und Schweinsjagden, 
sowie einzelne Wildschweine in der Weise des F. Snyders. 
Die Hunde spielen in seinen Gemälden ebenfalls eine Rolle, meistens 
aber im Kampfe mit Sauen. Auifallend ist es, dass auf zwei Schwarz- 
kunstblättern von J. Smith, welche je ein Bologneser Hündchen vor- 
stellen, der Künstler A. Hongeus genannt wird, so dass an einen Hong 
oder Hongg zu denken wäre, wenn J. Smith den Namen nicht irrig la- 
tinisirt hätte. Auf den Radirungen des Meisters steht der Name "Abra- 
ham Hondius Inv. Pinx. oder Fecit."  Das obige Monogramm findet 
man auf Gemälden des Künstlers, auf keinem der radirten Blätter. 
Bartsch, P. gr. V. p. 317 beschreibt neun derselben, bemerkt aber nicht, 
dass im ersten Drucke auf N0. 1 unter dem Namen des Meisters die 
Jahrzahl 1672 stehe. Die Adresse R. P. ewcu. kommt nur auf den 
zweiten Drucken vor. Brulliot, Gilpin, Huber und Rost, und R. Weigel 
fügen zu der von Bartsch N0. 1-7 beschriebenen Folge mit Thiereu 
ein achtes Blatt hinzu. R. Weigel, Supplements au Peintre-graveur I. 
p. 311 beschreibt aber iiberdiess noch zwei andere Blätter, wovon das 
eine das Monogramm H.F. trägt, worüber wir an der betreffenden Stelle 
handeln. Ein weiteres Blatt dieses Meisters ist irrig Ja. Fy. bezeichnet, 
da es später dem Jan Fyt zugeschrieben wurde. Auch dem Franz 
Snyders wird eine Radirung des H. Houdius beigelegt. Wir können 
aber hier darauf nur summarisch eingehen, da R. Weigel 1. e. voll- 
kommenen Aufschluss gibt. 
663- Abraham Hond, oder de Hont? Dieses Namenszeichen fanden 
wir auf einem Gemälde, welches ein Reitergefecht vor- 
H stellt, und einem Meister aus der zweiten Hälfte des 
- . 17. Jahrhunderts angehöret. Er ist wohl jener Abraham 
Hond, welchem in MatthäPs Catalog der k. Galerie in 
Dresden N0. 459 ein Reitergefecht in der Nähe eines Dorfes zugeschrie- 
ben wird. Dann ist unser Monogrammist wohl auch jener N. de Hont, 
von welchem zwei Gemälde in der Galerie zu Schleissheim aufbewahrt 
werden. Das eine stellt ein Reitergefecht am Walde, das andere ein
        

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