Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1549403
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665. 
spruch damit er dem Maler sein Valete dedicirt) und ein kürzeres von 
Endres Herreisen (Danksagung des Malers für das Valete) abgedruckt 
1st. Darunter steht: Cum gratia et Privilegio Cesarene Jllajestatis. I Ge- 
druckt zu Nürnberg durch Katharinam Gerlachin vnd Johans vom Berg 
Erben MDLXX V1. fol.  Dieses Bildniss wurde auch bei einem zweiten 
Blatte zur Erinnerung an den Tod des Hans Sachs zu Grunde gelegt, 
aber ohne sklavische Nachahmung. Die Verzierungen der Schrifttafel 
sind ganz anders. Man sieht hier in der Mitte einen Cherub, links 
und rechts Rosen und Festons. Auch die Verse weichen ab: 
Als nach Christi geburt 
Fünlfzehnhundert gezelet wurd 4521:. dzc. 
Umb fünf? vhr nach mittag verschied Hans Sachs die. die. 
Anno Domini M. D. LXXVI. 
H. der Platte 10 Z. 11 L. Br. 8 Z. 4 L. 
Dem A. Herneysen begegnen wir zum letztenmale 1613. In (liesem 
Jahre renovirte er den grossen Altar in der St. Sebalduskirche zu 
Nürnberg. Weiter unten N0. 672 machen wir auf eine Radirung auf- 
merksam, welche wahrscheinlich, dem Herneysen angehört. 
665. AllgllSüll HiTSVIJgOI? Bartsch P. gr. IX. pag. 81 beschreibt 
 drei Blätter von diesem Monogrammisten, geht aber 
I ä  g 8 auf keine Deutung des Zeichens ein. Heller, Hand- 
buch, 2. Aufl. Leipzig bei R. Weigel, S. 311 fand 
ßYHea aber einen Abdruck des Bildnisses des Theophrastus 
Paracelsus von 1540, auf welchem ein gleichzeitiger Johann Baysius von 
Hassfurt handschriftlich bemerkt hatte, dass Augustin Hirschvogel dieses 
Bildniss zu Laibach nach dem Leben gefertiget und abgedruckt habe. 
Heller schreibt daher dieses, und ein anderes Portrait des Theophrastus 
von 1538 unbedingt dem A. Hirsvogel zu. Letzterer lebte 1540, und 
vielleicht schon früher allerdings in Oesterreich, und er durchreiste das 
Land nach allen Richtungen. Er konnte das Bildniss des Theophrastus 
wohl gezeichnet haben, da dieser ebenfalls ein Wanderleben führte, im 
Jahr 1540 lebte aber der weltbekannte Arzt in Salzburg auf seinem 
Stübchen im Wirthshause zum weissen Ross. Gestochen sind indessen 
die beiden Bildnisse des Paracelsus von A. Hirsvogel sicher nicht. 
Heinecke berichtet, dass das unten erwähnte in Holz geschnittene Bild- 
niss des Paracelsus von Albert von der Helle gefertiget sei, dessen 
Bildniss Heinrich Aldegrever 1538 gestochen habe. A. von der Helle 
war aber Stadtrichter in Soest, und wurde 1510 geboren, während Hei- 
necke seinen A. von der Helle 1500 in Regensburg geboren werden 
lasst. Dieser Schriftstelle dürften indessen nicht so Unrecht haben. 
Aus Regensburg stammt der Maler Abraham Hell oder A. del Hell, 
welcher in Augsburg, und un1 1576 wieder in Regensburg arbeitete. 
Er malte historische Darstellungen und Bildnisse, vielleicht auch den 
Theophrastus. Der Formschneider lebte vermuthlicli in Göln, da das 
Bildniss in ein daselbt 1566 gedrucktes Werk gehört. Es ist Copie 
nach dem Stiche, und obwohl späteres Machweirk, könnte doch die 
frühere Jalirzahl mit dem Monogramme beibehalten werden seyn Für 
den Kupferstecher haben wir keinen Namen, wenn Augustin Hirsvogel 
und Abraham Hell zurückgewiesen werden sollten. 
1) [B. 1.] Aureoli Iheophrasti ab Hohenheim effiyies sue aetatis 45. 
Halbe Figur in Profil nach rechts. Oben steht: Alterius mm sit qui 
suus esse potest. Im Rande ist obige Schrift, und in der Mitte unten 
das Zeichen mit der Jahrzahl 1538. H. 5 Z. 3 L. Br. 3 Z. 91], L. 
2) [B. 2.] Effigies Aureoli Theophrasti ab Hohenheim sue aetatis 47. 
Halbe Figur in 3]. Ansicht nach links. Der Doctor hält mit beiden 
Händen ein grosses Schwert. Unten an einem Steine ist obige Schrift,
        

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