Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1549380
320 
6621 
663. 
 Adülph Hahn, Maler von Berlin, machte seine Studien an der 
k. Akademie daselbst, und begab sich 1831 zur 
weiteren Ausbildung nach Rom. Hier malte er 
das Bild eines Räubers, wie er über sein Schicksal 
 nachdenkt. Dieses Gemälde kam 1832 zur Aus- 
ätellung nach Berlin. Brulliot App. I. N0. 52 gibt 
as auf demselben vorkommende Monogramm. Ueber 
Komma '35? die weiteren Leistungen des Künstlers ist uns nichts 
bekannt, indem wir seine Spur nicht verfolgen konnten. 
663- Adrian Huber, oder Huberti, Kupferstecher und Kunstverleger, 
war um 1560-85 in Antwerpen thätig, wo später 
L Gaspard und Franz Huberti die Kunsthandlung 
fortsetzten, so dass die Firma mehr als hundert 
EX: Jahre bestand. Franz Huberti verlegte 1656 ein 
IEICU; Blatt von P. Pontius nach J. v. Evel, und da- 
dßp. mit war die kaufmännische Thätigkeit desselben 
wohl noch nicht geschlossen. Franz und Gaspard befassten sich aber 
meistens mit Copien, da nämlich mehrere Blätter nach Rubens, G. Seg- 
hers, P. Soutman, A. van Dyck, A. Diepenbeck, J. van Evel dtc. nur 
ihre Adresse tragen. 
Der Vorgänger dieser beiden Verleger ist Adrian Huberti, welcher 
mit mehr Recht zu den Kupferstechern gezählt werden kann, als die 
beiden anderen Huberti. Christ, S. 94, legt ihm das erste Zeichen bei, 
sagt aber nur, dass A.Huberti um 1580 zu Antorff (Antwerpen) Bücher 
und Kupferstiche in den Druck gegeben habe. Malpe I. p. 330 basirt 
wahrscheinlich nur auf der Angabe von Christ, behauptet aber mit Be- 
stimmtheit, dass man das zweite Zeichen, jenes eines Adrian Hubert, 
auf Blättern im Geschmacke des Tempesta und Callot finde. Sie sollen 
Tourniere, öffentliche Feste und Olaferscenen nach Zeichnungen des 
ersteren Künstlers vorstellen, und von A. Hubert selbst gestochen wor- 
den seyn. Allein Malpe setzt die Thätigkeit seines Kupferstechers und 
Kunsthändlers A. Hubert um 1545, während Tempesta erst 1555, und 
Callot noch viel später geboren wurde. Hierin liegt nun ein offenbarer 
Irrthum, welchen wir nicht heben können, da uns nie ein Blatt mit 
dem von Malpe gegebenen zweiten Zeichen vorgekommen ist. Wir 
glauben auch nicht, dass es in dieser Form einzeln vorkomme, indem 
nämlich das erste Monogramm fast immer in Verbindung mit dem Namen 
Hubertiis auf Kupfcrstichen steht. Nur das dritte Zeichen kommt auf 
der Copie nach A. Dürer's Geburt Christi, B. N0. 2, vor, und dass es 
wirklich dem A. Huberti angehöre, beweiset dessen Dedication an Lo- 
renz Heymans. In dieser nennt sich aber der Künstler A. Huber, 
während auf anderen Blättern wieder Huberti steht. 
Die erwähnte Geburt Christi geht in der Vorhalle einer Ruine vor 
sich. Maria kniet vor dem auf einem Steine liegenden Kinde, und vor 
der Halle füllt Joseph am Brunnen einen Krug mit Wasser. Im Hinter- 
grunde kniet ein alter Hirt mit gefalteten Händen, und weiter zurück 
im Stalle sieht man den Ochsen und den Esel. In den Wolken schwebt 
der verkündende Engel, und am Giebel des Hauses hängt an einer 
Stange das Täfelchen mit dem Zeichen Dürer's und der Jahrzahl 1504. 
H.6Z.9L. Br.4Z.5L. 
In diesem Zustande ist Huber's Copie sehr täuschend, und Bartsch 
sah sich daher genöthiget, auf Pl. 2. Fig. 2 A. zur Unterscheidung die 
Wetterfahne auf dem vorderen Pfeiler des Brunnens abzubilden. In 
der Copie bildet sie nur einen gerade wegstehenden Hacken mit einer 
kleinen Spitze auf der Stange, im Originale hat sie die Form der alten
        

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