Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1549363
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657- 
659. 
Huberti ist nicht darunter zu verstehen. Heller, Leben des Albrecht 
Dürer II. 2. N0. 148 und 529, scheint zwei Meister mit dem Mono- 
gramm AH anzunehmen, es sind aber beide Blätter von derselben Hand. 
1) Maria auf dem halben Monde mit Sternenkrone, nach Dürerts 
Blatt von 1516, B. N0. 32. Die Darstellung ist von der Seite des Ori- 
ginals genommen, bietet aber Abweichungen. Das Kind auf dem linken 
Arme steckt die rechte Hand in den Busen der Mutter, und legt die 
andere auf den Schenkel. Im Original hält es eine Birne, und die 
Madonna trägt den Scepter, welcher in der Copie fehlt. Rechts unten 
ist das erste Zeichen mit der Jahrzahl 1589. H. 3 Z. 3 L. Br. 2 Z. 
Bartsch nahm den Verfertiger dieses Blattes im P. gr. IX. p. 589 auf, 
es steht aber sehr im Z ifel, ob er Maler war. Der genannte Schrift- 
steller kennt das folgenÜBlatt nicht. 
2) Der leidende Heiland mit dem Rücken gegen eine Säule gelehnt. 
Im Hintergründe rechts erblickt man Maria und Johannes mit gefalteten 
Händen. Gegenseitige Copie nach Dürer, B. N0. 3. Mit dem zweiten 
Zeichen und der Jahrzahl 1596. H. 4 Z. 4 L. Br. 2 Z. 10 L. 
657- Hans Amann, oder ein unbekannter Formschneider, welcher 
H" gegen das Entle des 16. Jahrhunderts und auch später thatig 
H war. Brulliot I. N0. 440 beschreibt folgendes Blatt. 
Das Abendmahl des Herrn. Christus sitzt bei den Jüngern an 
einem runden Tische, und hält den Johannes in den Armen. Links 
vorn bemerkt man den Judas mit dem Geldbeutel in der Linken. H. 3 Z. 
3 L. Br. 2 Z. 5 L.  Dieses Blatt gehört in ein altes Gebetbuch, 
welches wahrscheinlich mehrere Holzschnitte von unserm Monogram- 
misten enthält. Er ist wahrscheinlich jener Hans Amann, welcher 
gegen 1623 zu Amsterdam eine aus 64 Blättern bestehende Passion in. 
Holzschnitten bekannt machte. 
658- Adolph Henning, Historien- und Genremaler, wurde 1809 zu 
Berlin geboren, und von Professor Wach zum Künstler 
herangebildet. Er verweilte acht Jahre unter Leitung des- 
selben, so dass Henning bei seiner Abreise nach Italien 
mit allen Mitteln seiner Kunst vertraut war. Von 1828-1833 datiren 
seine frühesten Gemälde, welche bei Gelegenheit der Kunstausstellungen 
in Berlin gebührendes Lob erhielten. Diese Gemälde nun, und auch 
Zeichnungen sind es, auf welchen man ein Monogramm findet. Die 
Werke, welche der Künstler in Rom ausführte, haben grösstentheils den 
Namen, rsowie diess überhaupt bei vielen Künstlern der Fall ist. Wir 
haben im Künstler-Lexicon VI. S. 104 mehrere Bilder verzeichnet, welche 
bis 1838 eines besonderen Lobes sich erfreut hatten, und die Zahl der- 
selben ist seit dieser Zeit bedeutend herangewachsen. In den Jahr- 
gängen des Kunstblattes weiss man von den trefiiichen Leistungen 
dieses Meisters zu erzählen.  Henning ist Mitglied der Akademie der 
Künste in Berlin. 
659. Unbekannter Maler der schwäbischen Schule. Brulliot I. 
Nr. 462 gibt dieses Zeichen nach einer handschrift- 
lichen Mittheilung des Herrn G. v. Quandt, mit der 
v Bemerkung, dass man es auf Gemälden aus der Schule 
von Ulm oder Nörcllingen in einer Kirche zu Annaberg 
iinde. Den Inhalt der Gemälde. nennt Brulliot nicht, 
sondern sagt nur am Schlusse, dass derselbe Meister 
auch den Tod der Maria nach dem Kupferstiche des Martin Schön mit 
Zusätzen gemalt haben soll. 
Die Sculpturen und Malereien der St. Annakirche in Annaberg be- 
schreibt Dr. Waagen im ersten Bande der Kunstwerke und Künstler in
        

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