314
AGN
VAGO.
643
647.
hundert an. Man muss daher an den älteren A. Glockendon denken.
Die Blätter sind ohne Schrift 1 Z. 6 L. hoch.
543- Unbekannter Zeichner und Maler, welcher in der zweiten
Hälfte des 16. Jahrhunderts thätig
war. Im k. Oabinet zu München
sind mehrere Zeichnungen mit den
gegebenen Monogrammen, meistens
Wappen mit verschiedenen alle-
z , gorischen Beiwerken. Auf einigen
steht auch das Monogramm des Glasmalers Hans Jörg Wannenwetsch,
welcher 1585 Mitglied der Zunft zum Himmel in Basel wurde. Unser
Meister scheint Glasmaler gewesen zu seyn, da aber das Zeichen auf
keinen der in Basel zünftigen Maler passt, so lebte er vermuthlich in
einer deutschen Stadt. Die beiden Buchstaben AG haben Aehnlichkeit
mit jenen, deren sich Albert Glockendon bediente, der erste Schenkel
des A scheint aber mit dem letzten Schenkel des Monogramms ein N
zu bilden. Doch passt das Zeichen nicht auf Nicolaus Glockenton, da
dieser Künstler älter ist, als unser Monogrammist. Auch Albert Glocken-
ton jun. dürfte 1585 nicht mehr gelebt haben, da er schon vor 1540
Meister war. Die Zeichnungen, welche mit den gegebenen Monogrammen
versehen sind, haben einen entschiedenen Kunstwerth. Sie stammen
aus der Sammlung des Churfürsten von der Pfalz.
644. Agostino Uarracci bezeichnete auf solche Weise eines seiner
schönsten Blätter, welches Bartsch XVIII. p. 75 N0. 74
A 20' je, beschreibt. Der hl. Hieronymus mit dem Crueitixe, wie er,
den Kopf auf die linke Hand stützend, in Meditation be.
griffen ist. Halbe Figur. Franciscus Vannius innen. Mateo flo. for.
Ago. fe. Im Rande: Quotidie morimur etc. H. 7-Z. 3L. Br. 5 Z. 6L.
Die ersten Abdrücke ohne die Verse: Quotidie morimur 8m, sind
sehr selten. Ueber die späteren retouchirten Abdrücke handelt der fol-
gende Artikel.
645- Agostino Garraoci incidit bedeuten diese Buchstaben auf
a, arm einem Blatte, welches den hl. Hieronymus mit dem Cruci-
' ' fixe in halber Figur vorstellt. Franciscus Vannius inuen.
Mateo flo. for. H. 7Z. 3L. Br.5Z. 6L.- Bartsch, P. gnXVIII. p. 75 N0. 74,
beschreibt dieses Blatt im ersten Drucke mit der Bezeichnung: Ago. fe.
Die Abbreviatur Ago. C. In. steht nur auf den retouchirten Abdrücken,
in welchen der Grund und einige andere Theile sehr schwach kamen,
646. Agostino Garracci, über welchen wir schon öfter gehandelt
haben, bezeichnete in dieser Weise folgendes Blatt, wel-
A50" CA- I- ches Bartsch P. gr. XVIII. p. 29 N0. 31 erwähnt.
Die hl. Jungfrau mit dem Kinde in den Annen, halbe Figur. Links
oben: AGO. CA. I. Pietro Stefanoni for. H. 5 Z. 8 L. Br. 4 Z. Diess
ist das einzige radirte Blatt des Meisters. Im ersten Drucke fehlt Ste-
fanonits Adresse. Die täuschende Copie ist ohne Agostino's Zeichen.
Die Aureole der hl. Jungfrau ist mit einer horizontalen Strichlage
versehen, während sie im Originale weiss erscheint.
647. Agostino Ganacci zeichnete einige der von ihm gestochenen
' Blatter mit der Abbreviatur des Na-
9 _ j A 468m mens. Wir zahlen sie mit der Bemer-
ß j Ö kung auf, dass unter A. C. N0. 296 aus-
F ' fiihrlicher über diesen Meister gehan-
A "o, ü, ß delt ist. Daselbst sind auch noch an-
ß dere Blätter beschrieben , theils mit
Zusätzen zum Peintre graveur.