Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1549304
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AGF  
YAGL. 
639 
642. 
zweiter Thurm neben einem Hause, und rechts öiihet sich ein grosser 
Hohlweg. Im Vorgrunde sitzt ein Mann am Baume, und in der Ferne 
steht ein zweiter. Rechts unten bemerkt man die Buchstaben AGF. 
H. 6 Z. 11 L. Br. 10 Z. 8 L. 
639. A. Gaser soll nach Heller, Monogn-Lex. S. 20, ein um 1611 
AG in Prag lebender Zeichner geheissen haben. Der genannte Schrift- 
F steller wird wohl ein Blatt mit diesen Initialen vorgefunden haben. 
- Dlabacz erwähnt aber in seinem Künstler-Lexicon für Böhmen 
keines Zeichners dieses Namens. 
640. Adolph Guggenberger. Bildhauer und Architekt, geboren zu 
München 1827, bediente sich dieses Monogramms 
auf Zeichnungen und Bildwerken in Gyps und Holz. 
Er gehört zu den tüchtigsten Künstlern seines 
 Faches, besonders auch in der Ornamentik. In 
'letzter Zeit fertigte er zu München einen grossen 
Altar im gothischen Style, welcher für eine Kirche 
in Oesterreich bestimmt ist. Guggenberger hatte von jeher die mittelalter- 
liche Kunst mit grosser Vorliebe studirt, und bewegt sich daher bei 
analoger Anwendung mit Geist und Freiheit. 
641- Gustav Adolph Hennig, Historienmaler, wurde den 14. Juni 
1798 zu Dresden geboren, und an der k. Akademie daselbst zum 
ü] Künstler herangebildet. Mit entsehiedenem Talente begabt, er- 
regte er in kurzer Zeit Aufsehen, namentlich durch historische Com- 
positionen, welche als Arbeiten eines Jünglings den gereiften Meister 
verkündeten. Hennig fand durch königliche Unterstützung auch bald 
Gelegenheit, in Rom seine Studien zu vollenden, wo er von 1825 an 
mehrere historische Gemälde ausführte, welche von Stufe zu Stufe die 
Erwartung steigerten. Nach der Rückkehr in's Vaterland liess er sich 
zu Leipzig nieder, und wurde dann Professor an der k. Akademie da- 
selbst. Nach dem Tode des Malers Veit Hans Schnorr erhielt er die 
Stelle eines Direktors dieser Anstalt. 
Hennig's Werke sind zahlreich. Auf Zeichnungen und kleineren 
Bildern, besonders aus der früheren Zeit, findet man das gegebene 
Monogramm, welches aber auch mit dem Namen verbunden vorkommt. 
642. Albert Glockendon, oder Glockenton. Maler und Illuminist 
von Nürnberg, wird zuerst im Gataloge der 
von Derschaulschen Sammlung (1825) der 
Jüngere dieses Namens genannt, mit der 
, Bemerkung, dass ihn Doppelmayr in den 
historischen Nachrichten von den Nürnbergischen Mathematikern und 
Künstlern nicht erwähne. In der genannten Sammlung war ein Glas- 
gemälde, welches das Wappen der Ebner von Eschcnbach mit land- 
schaftlichem Hintergründe vorstellt, und das zweite Zeichen zwischen 
der Jahrzahl 15-47 trägt. Die Angabe im Gatalog Derschau erregte 
indessen Zweifel, da man nach Doppelmayr nur von Einem Albert 
Glockendon wissen wollte. Der Verfasser des genannten Cataloges be- 
nützte aber in dieser Angelegenheit seinen Gewahrsmann Neudörtfer 
nicht vollständig, welcher gerade in seinen Nachrichten über die beiden 
A. Glockendon unklar ist. Er spricht von Georg "Glockendan" dem 
Aelteren, welcher einen gleichnamigen Sohn hatte. Letzterer war Ma- 
gister, der Verfasser eines Werkes über Perspektive von 1509, und 
ebenfalls Illuminist. Dann spricht Neudörifer noch von anderen Söhnen 
und Töchtern des alten Georg Glockendon, darunter auch von Nicolaus 
und Albert als berühmten Illuministen. Schliesslich kommt er auf den
        

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