Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1549266
308 
622 
524. 
Dieser Künstler radirte eine Folge von 24 Ansichten und Land- 
schaften aus Schweden und Russland, unter dem Titel: Regiones Sveciae. 
Busslandiae et Moscoviae. Hagae-Comilum, Henr. Hondius eaucud. 163.9. 
Ein anderes Blatt ist betitelt: Landstrhuppezt van Sweden. Russland: 
en Moscovien. A.G fecit 1639 Hh. ext. Auch der Prospekt von Rot- 
steen ist mit den Initialen des Namens bezeichnet. Die Blätter sind 
in der Weise des J. C. Visscher radirt. H. 3 Z. 7 L. Br. 5 Z. 9 L. 
Dieses Werk ist selten. 
622. Abraham Genoels erscheint oben No.597 mit einem aus AG 
A G Inuent gebildeten Monogramme, welches auf 
' K elgenhändigen Radirungen desselben vor- 
kommt. Die Bezeichnung AG lmtenl steht 
ea Romae  aber auf einem von Felix Meyer nach 
A. Genoels radirten Blatte, welches eine Landschaft mit drei am Wasser 
sitzenden Nymphen vorstellt. Oval, H. 5 Z. 5 L. Br. 7 Z. Dieses 
Blatt bildet das Gegenstück zur Radirung Genoels mit der Ruhe der 
hl. Familie, B. IV. p. 329. F. Meyer hat mehrere Blätter von Genoels 
copirt, worüber, wir unter FM. handeln werden. _ 
623. Antonio Gajani, Kupferstecher von Bologna, war Professor 
A GÄ yl7 an der Akademie daselbst, und machte sich durch 
I l mehrere schöne Blätter bekannt. Darunter ist be- 
sonders jenes zu nennen, welches nach L. Carracci die Madonna. mit 
dem Kinde und Johannes in einer Landschaft vorstellt. Das Original- 
Gemälde ist in der Sammlung Marescalchi zu Mailand. Hier handelt 
es sich aber um die Blätter nach den zwölf Bildern des Niccolo del 
Abbate aus VirgiPs Aeneide in Rocca di Scandiano, welche aus der 
Wand gesagt im Pallaste zu Mantua aufgestellt wurden. Giuseppe Guiz- 
zardi hatte sie gezeichnet, und Gajani dieselben in Kupfer nachgeahmt. 
Das Werk erschien aber erst nach dem 1820 erfolgten Tod des Künst- 
lers, unter de111 Titel: L'Enäide di Virgilio, dipinta in Scandiano dal 
celebre pinore Nicolo Abali con varie intermezze, il tutlo rapprese-rotato in 
disegni imitati da? originale dal S. Giuseppe Guizzardi bolognese  in- 
cise dal fu Signor Antonio Gajani   ed illustrati con una mcmoria 
de! S. Cm). Giambatista Venturi etc. Modena MDCCCXXI, gr. fol. 
Auf den Blättern dieses Werkes findet man obige Initialen. Im Jahre 
1816 gab er eine Sammlung von 12 kleinen Bildnissen der Herzoge von 
Modena heraus. Auch noch einige andere Bildnisse stach dieser Künstler. 
624- Alessandro Grimaldi, Maler von Bologna, wurde um 1630 
geboren. In den Kirchen R0m's ündet man histo- 
AG Ä rische Bilder von ihm, und in den Sammlungen 
. 04  Zeichnungen, welche einen tüchtigen Meister ver- 
rathen. Auf einer derselben im k. Cabinet zu München stehen obige 
Initialen. Sie stellt den hl. Franz in Entzückung dar, nicht unähnlich 
jener Figur in der Radirung des G. F. Grimaldi, B. N0. 50. Bartsch 
ist ebenfalls geneigt, die Figuren dieser grossen Landschaft dem A. Gri- 
maldi zuzuschreiben. Auf einer zweiten Zeichnung, welche die Büste 
eines Apostels enthält, steht: Al." G. Bol. 1674. 
Bartsch P. gr. XIX. p. 263 beschreibt von A. Grimaldi ein in der 
Weise des P. Santo Bartoli radirtes Blatt, welches die Religion im 
päpstlichen Ornate mit der Schlange zu den Füssen darstellen soll. 
Der genannte Schriftsteller glaubt, es sei diess_ dieselbe Vorstellung, 
welche Basan u. A. die eherne Schlange nennen. Die Oomposition ist aber 
eine andere. Moses erhöht die Schlange im Angesichte der Israeliten, 
welche von Schlangen überfallen werden. Dieses seltene Blatt findet
        

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