Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1549252
615 
620. 
307 
615. A. Gramignani? Die Initialen AG. stehen auf einem Kupfer- 
AG stiche mit dem Bildnisse des Papstes Gregor XIV. in Büste, gr. 8. 
 Der Stecher ist ein Italiener. 
Ein uns unbekannter Kupfersteeher A. Gramignani stach im Ponti- 
ficatc jenes Papstes drei Blätter mit Madonnenbildern, fol. Vielleicht 
ist das Bildniss desselben von ihm gestochen. 
616. Alexandra Goubeau, ein um 1645 zu Paris lebender Kupfer- 
AG stecher, soll nach Brnlliot II. N0. 70 Blätter nach David Teniers 
' und anderen Meistern mit den Initialen AG. bezeichnet haben. 
Wir kennen kein Blatt mit diesen Buchstaben, sondern wissen nur im 
Allgemeinen, dass Goubeau Schlachtbilder, Pläne von Städten 8m. ge- 
stochen habe. 
617. Anton Grebber wird von Brnlliot II. No. 70 unter diesen 
AG Initialen eingeführt, welche sich auf Knpferstichen von Peter 
 Soutman finden sollen. Er kennt aber kein Blatt, welches dieser 
Meister nach A. Grebber gestochen hat, und auch wir fanden keines 
erwähnt. Dieser Künstler ist überhaupt wenig bekannt, und wird nur 
als Lehrer des Willem van Ingen genannt. Letzterer wurde 1651 zu 
Utrecht geboren, und somit muss Grebber noch _um 1670 thätig ge- 
wesen seyn, während Soutman nach 1650 sicher nicht mehr gearbeitet 
hat. Im _Catalog.Rumohr_No. 360? wird dem A. Grebber eine Zeichnung 
zugeschrieben, welche eine Famihenscene vorstellt. Ein Junger Mann 
sitzt neben der Dame, deren Hand er ergreift. Andere Damen stehen 
ilanäben. Dielse Zeichnung ist mit der Feder entworfen, und mit Bister 
eic t gctusc t. 
618- Anton Ganser, Bildhauer, geb. zu München 1811, brachte es 
A G in einem von alten Meistern geübten, aber von den späteren 
. . immer mehr vernachlässigten Zweige der Plastik zu grosser 
Vollkommenheit. Er fertigte Figuren in terra cotta bis zu einer 
Grösse von  F. Dann findet man auch Mosaikbilder nach antiker 
Art. König Ludwig von Bayern erwarb drei solcher Mosaiken für das 
pompejanische Haus in Aschaffenburg, und verschiedene andere Bild- 
werke dieser Art gingen nach Russland und England. Im Art Journal, 
Mai 1850, S. 163, fand Ganser eine sehr elirende Anerkennung. Auf 
einigen Bildern zeichnete der Künstler mit AG.  Ganser ist Lehrer 
der Modellirkunst an der k. Baugewerksschule in München. 
619. Unbekannter Kupferstecher, welcher um 1759-1765 in Ita- 
AG 5c lien gelebt zn haben scheint. Er stach nach Salvator Rosa 
'  und Guercino Landschaften mit Figuren in Umrissen, da ihm 
leichte Federzeichnnngen vorlagen. 
620- Unbekannter französischer Künstler. Mit dem Beisatze Pinx. 
A 6 deuten diese Buchstaben einen Maler an, welcher für J. 0dieuvre's 
- ' Europe illustre. Paris 1755, gearbeitet hat. Mathey stach nach 
ihm das Bildniss des Bildhauers Antoi-iie Coysevox nach H. Rigaud, und 
somit ist unser AG. nur der Zeichner desselben. Ein zweites Bildniss 
in demselben Werke ist jenes des Philibert I. -von Savoyen, welcher 
als junger Prinz 1482 starb. Es ist ebenfalls von Mathey gestochen. 
ÖZI. Anton Gßnt, oder Gout, Zeichner und Radirer, arbeitete um 
Aüßybt 1639 in Holland. Wir haben durch Herrn A.Borner 
'  Kunde von diesem Künstler. Immerzeel erwahnt seiner 
nicht, da er in den Werken seiner Vorgänger den Namen desselben 
nicht aufgezeichnet fand. Im Catalog van Hultem (Gent 1846) kommt 
er aber unter dem Namen Anton Gout vor.
        

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