Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1549197
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607. 
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gelo's berühmte Pieta vor, den Heiland auf dem Schoosse der Maria, 
nach der Steingriippe, welche seit 1749 in der St. Peterskirche zu Rom 
sich befindet, wo sie das Volk unter dem _Namen La Madonna delta 
Febbre verehrt. Das Monogramm befindet sich links unten im Bilde, 
und tiefer steht: Mirhel angeln Bonarot. inuan. 1579. Im Rande liest 
man: P. PET. III. CHRISTUS SEMET PRO PECCATIS NOSTRIS 
MORTUUS EST. H. 16 Z. mit 6 L. Rand, Br. 11 Z.  Bartsch be- 
schreibt dieses Blatt im P. g. XVIII. p. 95, und nennt es eines der 
seltensten Werke des Agostino Carracci aus dessen früheren Zgit. fEr 
bemerkt ferner, dass es besser ezeicliiiet und mit grösserer org alt 
gestochen sei, als sonst bei Agogtino der Fall ist. Allein es handelt 
sich um eine Copie nach Giulio Bonasone von 1547. Bartsch beschreibt 
das Original N0. 53, bemerkte aber die Jahrzahl nicht. Sie ist nam- 
lich fast ganz durch die Schrafiirung des Bodens bedeckt. Im Grunde 
brachte der Copist eine Landschaft an, während im Originale die Stein- 
gruppe vom weissen Grunde sich abhebt. Wir möchten den Agostino 
Carracci nicht für den Verfertiger des Blattes halten. Es ist nicht ein- 
zusehen, warum er 1579 einen Stich von Bonasone copirt haben sollte, 
nämlich in einer Zeit, in welcher er die Anbetung der Könige nach 
Balthasar Peruzzi auf sieben lflatten gestochen hatte. Die Bearbeitung 
eines sogrossen Werkes dürfte Iihni wohl nicht Zeit gelassen haben, 
äiiien Stich KIXQIIBEIIaSOIäG zu copireii. Man kann auch nicht annehmen, 
ass er zur oru ung aran gegangen sei. 
6Ü4. Johann äiheläng, Architekturmaler, blhühte um 1665 in -Ant- 
werpen. In er alerie zu Vicn ist von i in eine innere Ansicht 
ß der Jesuitenkirche der genannten Stadt. Diese Kirche, welche in 
Brand itllfgllillg, wurde von Rubens ausgemalt.  Man schreibt diesem 
Meister auc ein aus JG bestehendes Monogramm zu. Das obere scheint 
eher aus AG oder SG zu bestehen. 
605- Andreas Greiss oder Gries, Landschaftsmaler, war in der 
zweiten Hälfte des '17. Jahrhunderts in Cöln thätig,swie Meälli), 
Kunst und Künstler in Cöln S. 150 benachrichtet. einen i- 
N dern ist eine unnatürliche rdthliche Färbung eigen, welche einen 
unangenehmen Eindruck macht. Die Cornposition ist indessen gut ge- 
wählt. Merlo fand obiges Zeichen auf einem grossen landschaftlichen 
Gemälde mit Bergen und Ruinen von 1679. 
606. Lady Louise Auguste de Greville, die Tochter des Francis 
ß ß de Greville, Count of Erotik? and Wargichl; radirte um 
1758-1761 einige Landse a ten nach eic nungen von 
1 Annib. Carracci, S. Rosa, M. Ricci u. A. Die Blätter 
sind geistliieiäzh gellilandlelti) und mit dem Monogramme bezeichnet. Sie 
fügte anc ie a rza ei. 
697. George Jacques Gatine? Briilliot I. No. 413 legt dieses 
Zeichen einem französiclien Kupferstecher, Namens Gatine 
bei, welcher Geiirebilder und Costümstücke auf solche Weise 
bezeichnet haben soll. Weitere Notizen standen dem ge- 
nannten Schri tsteller nicht zu Gebote. 
Wir kennen einen George Jacques Gatine, welcher um 1773 zu Paris 
geboren wurde, und daselbst noch 1824 arbeitete. Er stach lPlortraiite, 
von denen eine Folve den Titel einer Galerie des femmes ce ä res at. 
Dann gab er eine Fdlge von weiblichen Trachten der Normandie her- 
aus, sowie eine solche von weiblichen Trachten aus _Holland,_Spanien, 
Neapel, Tirol, der Schweiz und aus Franken. Dieser Gatine wird 
igohl der Träger des obigen Monogramms seyn, da ein anderer Meister 
ieses Namens nicht bekannt ist.
        

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