Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1549189
300 
6004 
603. 
stiche mit der thronenden Maria. Sie hält das Kind auf dem linken 
Arme, und zwei Engel krönen die heilige Mutter, kl. fol. Dieses Blatt 
rührt von einem Meister der Schule des Marc Anton her, das Verlags- 
zeichen könnte aber später aufgestochen worden seyn. Es wäre daher 
möglich, dass die Abdrücke dieser Art aus dem 17. Jahrhunderte stammen. 
600- Albert Grüße, grossherzoglich badischer Hofmaler, wurde 1807 
zu Freiburg in Baden geboren. Auf der Akademie in München 
A herangebildet, verlebte er mehrere Jahre in dieser Stadt, und 
"17 machte sich durch eine Reihe von historischen Bildern bekannt. 
Auf einigen derselben, und auf schönen Zeichnungen in Aquarell findet 
man obiges Monogramm, dessen sich aber der Künstler in späteren 
Jahren selten bediente. Von München aus begab sich Gräfle nach 
Paris, wo er an dem berühmten Winterhalter einen Freund fand, mit 
welchem er auch in der geistigen Richtung verwandt ist. In Paris 
führte er eine bedeutende Anzahl von Werken aus, theils historische 
Darstellungen, theils Genrebilder, welche aber selbst wieder an das Ge- 
biet der Geschichte streifen. Seine Bildnisse gehören ebenfalls zu den 
schönsten Leistungen dieser Art, sowie überhaupt Gräfle einen hohen 
Rang unter den deutschen Künstlern einnimmt. Seit 1850 beündet er 
sich wieder in München. 
691. Adolph Gllsman, Formschneider zu Paris, gehört seit 1840 
zu den vorzüglichsten Künstlern seines Faches. 
ßßy M  .Hauptblättter sind: Napolcon am St. Bernhard nach 
David, Psyche und Zephyr nach Prudhon, die Ge- 
rechtigkeit und die göttliche Rache nach demselben, St. Catharina von 
Engeln getragen nach Mücke dzc. Auch in illustrirten Werken findet 
man Blätter von ihm, wie in den Oeuvreus choisies de Gavarni. Avec 
des notices am täte de chaque serie par Th. Gauthier et Laurant-Jan. 
Paris 1046, gr. 8. Das Werk: Les Franeais peints par emx-memes etc. 
zählt ebenfalls schöne Blätter von Gusman. Auf mehreren Holzschnitten 
findet man die beiden ersten Zeichen, welche sicher dem A. Gusman 
angehören.  Die beiden anderen Monogrammen stehen auf Blättern 
der Physiologie de la femme. Für dieses Werk arbeitete auch A. Castan, 
und wenn daher das Monogramm nicht aus AG., sondern aus AC. be- 
stehen sollte, so gehört es diesem Künstler an. 
 602. Agostino Garracci soll nach Bartsch P. gr. XVIII. pl. I. 1 
der Träger des ersten Zeichens seyn, er beschreibt aber 
ßmßlkein Blatt mit demselben. Das zweite Monogramm gibt 
' Brulliot I. N0. 410. Er fand es auf einem Blatte, welches 
eine Landschaft mit einigen unter dem Baume schlafenden Bauern vor- 
stellt. Rechts unten am Rande das Zeichen, qu. fol.  Dieses Blatt 
kennt Bartsch nicht, und es gehört vielleicht dem Agostino auch nicht 
an. Wenn das Zeichen für A. C. zu nehmen wäre, so könnte Antonio 
Canam? eintreten. Dieser Meister hatte aber auch den Beinamen Gobbo, 
und somit würde selbst das ZeichenAG. auf ihn passen. ImPariser Mu- 
seum sind Landschaften mit Figuren von ihm mit der Feder gezeichnet. 
Graf Oaylus hat vier derselben auf Kupfer imitirt, kl. qu. fol. 
603. Agostino Garracoi erscheint hier auf das Ansehen des Ver- 
fassers des Peintre-graveur hin mit einem Monogramme, 
welches für ihn eben so ungewöhnlich ist, als das vorher- 
- gehende Zeichen. Er bediente sich zuweilen der Initialen 
A. 0.. und auch der Abbreviatur des Namens, an der rich- 
tigen Deutung des gegebenen Zeichens möchten wir aber aus gewissen 
Gründen zweifeln. Der Kupferstich mit demselben stellt Michel An-
        

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