Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1549154
593 
596. 
297 
kommen, deren Inhalt uns nicht genannt ist. Wir enthalten uns daher 
jeder weiteren Deutung, und wollen nur das Handzeichen festgehalten 
haben, um einen Anhaltspunkt für die weitere Forschung zu geben, 
593- Adam Grimmer von Frankfurt am Main? Nach Christ (Mo- 
151 67 nogr. Erkl. S. 92) findet inan das erste Zeichen mit 
der Jahrzahl 1567 auf einem grossen Gemalde auf 
 Leinwand, welches von einem gescliicktgnhdegitschen 
Meister herrühren soll. Der genannte c ri tsteller 
sagt aber, dass er den Namen desselben vergessen 
habe, und macht nur muthmasslich auf Johann Andreas Graf aufmerk- 
sam, "welcher aber erst 1637 geboren wurde. Die von Christ beigebrachte 
Notiz hat also ihren Werth verloren, und auch wir können es nicht 
vollkommen beweisen, dass Adam Grimmer der Träger des gegebenen 
Zeichens sei. Das zweite Monogramm will man ihm aber zuschreiben. 
Es soll sich auf einem schön gemalten männlichen Bildnisse ohne Jahr- 
zahl finden, welches, nach dem Costüm zu urtheilen, aus der zweiten 
Hälfte des 16. Jahrhunderts stammt. Hüsgen nennt den A. Grimmer 
einen geschickten Historien- und Bildnissmaler, so dass die erwähnten 
Gemälde von ihm herrühren könnten. Er zählt ihn zu den Schülern 
des Matliias Grunewald, was uns sehr problematisch scheint. Grimmer 
war nach Hüsgen noch um 1590 tliätig, und das von Nothiiagel radirte 
Bildniss desselben ist niit 1600 bezeichnet. Andere lassen den Künstler 
erst 1640 sterben, aber aus offenbarem Irrthum, wenn nicht ein jüii- 
gerer Meister dieses Namens gelebt hat. Man schreibt ihm mit Un- 
recht auch vier radirte Landschaften mit Darstellungen aus der Mythe 
von Cephalus und Proeris zu. Diese Blätter sind von Jakob Griemer 
oder Grimmer aus Antwerpen, dem Schüler des Mathias Keck. Wir 
werden unter der Abbreviatur griär darüber Nachricht geben. 
594- Alessandro Ghandini aus Brescia bezeichnete auf solche Weise 
radirte Blätter, wie wir nach einer gefalligen Mittheilung 
des Herrn Direktors Passavant wissen. A. Ghandini war 
o uns bisher nur durch Blätter in Helldunkel bekannt, welche 
mit den Initialen AG. bezeichnet sind. Sie erschienen um 1610 im 
Verlage des Andrea Aiidreani, aber nur im späteren Drucke. Den Iii- 
halt der Radirungen können wir nicht bezeichnen. Sie dürften zu den 
grossen Seltenheiten gehören. Vgl. auch Nr. 614. 
595. Auguste Gcrnerey, Maler, Zeichner und Lithograph zu Paris, 
Ä war Schüler von Isabey, und machte sich durch Bildnisse in Aqua- 
rell einen riihmlichen" Namen. Doch malte er auch festliche Auf- 
tritte und romantische Darstellungen in Aquarell. Ueberdiess zeichnete 
er eine Menge von Vignetten zur Illustration belletristischer Werke. Als 
Costümzeichuer der Akademie der Musik gab er folgendes Werk her- 
aus: Reeueil des costumes de toutes les ouvrages dramatiques representäs avec 
sucees sur les grands thedtres d Paris. Dieses Werk enthalt lithographirte 
Abbildungen, und erschien in Engelinannls Offizin. Auf mehreren Blat- 
tern steht obiges Monogramm, welches aber auch auf Aquarellen und 
anderen Zeichnungen vorkommt.  Garnerey war Hofmaler der Königin 
Hortensia, und später verlieh ihm die Herzogin von Berry den Titel 
eines Professors der Zeichenkunst. Im Jahre 1824 starb er. 
596. Antoine Garnier, Zeichner und Kupferstecher, soll nach Basan 
1579, nach Huber 1592 zu Paris geboren worden seyn. 
Nmßmese Angaben sind willkürlich, sowie der Taufname 
M Augustin, welchen die genannten Schriftsteller unserem 
Künstler beilegen. Auf dem Blatte mit Acis und Ga-
        

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