Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1549106
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583. 
dessen möglich, dass Bartsch eine andere Copie vor sich hatte, weil 
er das Monogramm Aldegreveüs als nicht vorhanden angibt. 
22) Ph. Melanchton's Bildniss 1540. B. N0. 185. H. 6 Z. 4 L. 
Br. 4 Z. 8 L.  Bartsch erwähnt die betrügliche Copie dieses sehr 
seltenen Blattes nicht. Wie im Original ist der Kopf in 3A Ansicht 
nach rechts gerichtet, und auch des Meisters Zeichen steht darauf. 
Der Stich ist aber etwas kräftiger, und oben steht:   Pronob- 6:, 
statt:   PRO NOBIS  Fr. Koch hat dieses Bildniss schön nachradirt. 
23) Eine Vignette mit der Jahrzahl 1529. In der Mitte ist eine 
Vase, und darüber eine Fratze. Rechts und links steht je ein Knabe 
mit dem einen Fusse auf einer Art Sphynx, mit dem anderen auf einem 
chimärischen Thiere. Links in halber Höhe Datum und Monogramm. 
H.2Z.6L. Br.1Z.l0L. 
24) Vignette von 1529. Sie besteht aus Laubwerk mit phantasti- 
schen Köpfen verschiedener Thiere. In der Mitte steht die Jnhrzahl, 
das Monogramm fehlt aber. H. l Z. 8 L. Br. 3 Z. 4 L. 
25) Vignette von 1535. Rechts und links eines Feldes von Laub- 
werk sieht man die Hälfte je eines in Laubwerk ausgehenden Knaben. 
In der Mitte unten ist die Jahrzahl ohne Monogramm. H. 1 Z. 1 L. 
Br. 3 Z. 2 L. 
26) Eine Goldschmieds-Verzierung ohne Datum. Unten sieht man 
ein nach rechts gewendetes Kind mit dem Füllhorn in der Linken. Es 
umfasst mit der Rechten einen Zweig, dessen Blatterwerk den übrigen 
Raum füllt. Rechts unten in der Ecke ist das Zeichen auf einem Tä- 
felchen. H. 4 Z. 5 L. Br. 10 L. 
27) Goldschmiedsinuster ohne Datum. Drei Genien tragen einen 
Aufsatz mit Arabesken. Der untere Theil ist schüsselförmig, der obere 
bildet eine Art Becher. Ohne Zeichen. H. 2 Z. 11 L. Br. 1 Z.  
Die oben beschriebenen Zierfelder kommen bei Bartsch nicht vor. 
28) Die Vignette mit zwei kleinen geflügelten Genien und Laub- 
werk 1529. B. N0. 228. H. 1 Z. Br. 2 Z. 11 L.  Es gibt eine 
gegenseitige Copie, welche Bartsch nicht kennt. In dieser ist der Ge- 
nius zur Linken von vorn, und jener zur Rechten vom Rücken zu sehen. 
29) Die Vignette mit dem Zentaur und seinem Weibe im Kampfe 
1529. B. N0. 229. H. 2 Z. l L. Br. 3 Z.  Bartsch kennt die gegen- 
seitige Copie nicht. Im Originale ist in der Mitte oben nach rechts 
das Zeichen und die Jahrzahl auf dem Täfelchen, in der Copie bemerkt 
man das leere Täfelchen. 
30) Ein verziertes Feld mit drei Todtenköpfen im unteren Theile. 
Mit dem Zeichen. 
31) Muster zu einem Degengride mit einem Herrn, welcher einen 
Todtenkopf auf der Brust trägt. 
Diese beiden Blätter werden im Nachtrag zum Catalog Reynard 
ohne Maassangabe erwähnt. 
Holzschnitte. 
Bartsch, P. gr. VIII. p. 455, beschreibt nur ein Blatt von Alde- 
grever, welches er aber nach seiner bekannten Ansieht nicht für Ori- 
ginalschnitt hält. Wir haben über den Streit für- und gegen die 
Eigenhändigkeit von Malerfoimschnitten schon im Artikel des Albrecht 
Altdorfer, Albrecht Dürer u. s. w. berichtet, und werden im Verlaufe 
des Werkes noch oft Gelegenheit haben, darauf zurück zu kommen. 
Durch vielfache Autopsie wird man endlich znr Ueberzeugung gelangen, 
dass die alten Maler nach Beruf und Lust selbst die so malerische 
Technik des Formschnittes geübt haben. Und diess ist namentlich auch 
mit Aldegrever der Fall, welcher mit Leichtigkeit den Grabstichel mit
        

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