Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1549041
286 
AFT  
580- 
1581. 
auf welchem unten in der Mitte das erste der gegebenen Zeichen steht, 
aber wahrscheinlich aufgeschrieben, da Bartsch und Zanetti das Blatt 
als anonym bezeichnen. Dieses Blatt gehört unstreitig zu den schönen 
Arbeiten des Fantuzzi. 
5) Ein Zug von Truppen mit Schilden. Sie begleiten einen Convoi 
von Pferden, Wägen und Soldaten, welcher sich nach rechts hin be- 
wegt. Im Vorgrunde bemerkt man einen römischen Krieger mit Früch- 
ten im Korbe. Das Pferd, welches er reitet, führt ein Soldat. In der 
Ferne bemerkt man einen Wagen mit WVeibern und Kindern. H. 1lZ. 
Br. 16 Z. 4 L.  Dieses schöne und originelle Blatt ist ohne Namen 
und Zeichen. Zauetti, Gabinet Cicognara No. 1478, glaubt es dem 
A. Fantuzzi zuschreiben zu müssen. 
6) Eine Landschaft mit dem verlernen Sohne, welcher bei den 
Schweinen kniet. Mit dem Zeichen, qu. fol.  Dieses Blatt erwähnt 
R. lrVcigel, Kunstkatalog N0. 13,031. ' 
7) Der Fischzug des hl. Petrus, vorn mit hlannern und Frauen. 
Nach Rafael, qu. fol.  Von R. Weigel erwähnt N0. 14,358. 
8) .Die Fusswaschung des Herrn, grosse Cemposition, gr. qu. fol. 
Dieses Blatt ist äusserst selten. 
9) Ein grosser Cartouche. Im mittleren Felde sieht man zwei 
Schiffe auf dem Wasser, und links am Ufer eine Stadt. Rechts am 
Horizonte zeigt sich eine Festung. iLinks nach unten gegen die Mitte 
das Zeichen. H. 9 Z. Br. 14 Z. 8 L. 
10) Grosser Cartouche mit einem leeren Felde in der Mitte. Zu den 
Seiten ist je eine Caryatide, und die Einfassung bilden Grottesken. 
Unten sind Knaben mit Fruchtgewinden, und oben zwei stehende nackte 
Figuren. Das Zeichen steht unten in der Mitte. H. 10 Z. 9 L. Br. 
15 Z. 10 L. 
580- Andreas Trost. Kupferstecher, arbeitete um 1660- 1680 zu 
W Wagenburg in Kärnthen. In J. Weichard Valvas0r's Beschreibung 
- von Kärnthen sind mehrere radirte Prospekte von ihm. Viele 
andere Blätter findet man in dessen Theatrum vitac humanae zripartitum 
1680. Das interessanteste Werk des Künstlers ist aber der Todten- 
tanz in freier Nachahmung der Holbeinlschen Blätter in Einfassungen 
von Arabesken, Thieren, Blumen 8m, 8. Man findet sie in Valvasons 
Tlwatrum mortis Itumanae 1682. 
Die Blätter des Todteutanzes sind ohne Bezeichnung, auf anderen 
Stichen des Meisters findet man aber obiges Monogramm. Auch der 
Buchstaben AT und AT f. bediente er sich. 
581. Andreas Gessner, Buchdrucker in Zürich, gehört einer Ita- 
milie an, welche mehrere berühmte Männer zählt, 
und er selbst leistete als Buchdrucker und Buch- 
händler der Kunst und Wissenschaft die erspriess- 
lichsten Dienste. Jakob und Tobias Gessner, 
G die Söhne desselben, führten die Handlung fort, 
6  und somit blühte die Gessuefsche Ofüzin bis 
gegen das Ende des 16. Jahrhunderts. Auf den Titeln der Druckwerke 
aus dieser Anstalt sind schöne Vignetten mit dem Signet der Gessner 
eingedruckt, man kann aber nicht nachweisen, dass eine derselben von 
einem der Gessner selbst in Holz geschnitten wurde. Die schönste Vig- 
nette von allen ist jene mit dem ersten Zeichen, welche dem Andreas 
Gessner angehört, und in Form eines verzierten Wappens im Renais- 
sance-Styl gehalten ist. Links oben ist das Sinnbild des Glaubens, 
eine Frau mit dem Kreuze, und rechts die Charitas. Unten rechts und 
links bemerkt man zwei Satyrn, Alles meisterhaft geschnitten. In Mitte
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.