Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1549022
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AFS  AFT. 
577 
579. 
eine ziemliche Anzahl von Blättern verschiedenen Inhalts. Auf einigen 
steht der Name Sergent, oder Sergeant. auf anderen das Monogramm. 
Starb 1815. 
577. Unbekannter italienischer Kupferstecher, welcher im 17. Jahr- 
hunderte lebte. Er stach Bildnisse, welche wahrscheinlich eine 
[Si Folge bilden. Auf jenem des Gio. Battista Porta steht das ge- 
gebene Zeichen. Der Werth ist gering. 
573. August Franz Schelver, Maler von Osnabrück, wurde 1805 
geboren und mit entschiedenem Talente begabt, betrat er 
R8 eine Bahn, auf welcher ihn der Ruf begleitete. Der Schau- 
' platz seiner Thätigkeit war München und Hannover, von wo 
aus seine Gemälde nach allen Richtungen gingen, um theils Ehrenplätze 
einzunehmen. Er malte Bilder aus dem Volkslcben,Jagdgesellschaften, 
militärische Scenen, Schlacht- und Paradestücke, deren einige von be- 
trächtlichem Umfange sind. Das Studium der Natur des Pferdes bot 
ihm vielfachen Stoß" zur Darstellung, theilweise iii "hunioristischer Weise. 
Die Pferdehandler und Rosstaiischer wirthschaften entweder auf dem 
Jahrmarkte, odervor dem Wirthshause und der Schmiede. Auf einigen 
Bildern, namentlich aus den Jahren 1828-4836, steht obiges Zeichen. 
Auf den späteren, besonders umfangreichen Gemälden schrieb er den 
Namen aus. äkizzen und Zeichnungen sind ebenfalls mit dem Mono- 
gramme verse en.   
Schelver starb zu München 1844. Im Künstler-Lexicon XV. S. 179 
haben wir ihm einen ausführlichen Artikel gewidmet. 
511 Antonio Fantuzzi, Kupferstecher und Maler von Bologna, 
E! Es  Ä gar um 1540315? ilii foiätaixigbleau thatig. 
.  _ r ging aus er c u e er armegianino 
' A H hervor, oder arbeitete wenigstens in seiner 
,E"N fNATQ früheren Zeit nach Zeichnungen desselben. 
Die Berührung mit dem genannten Meister gab die Hauptveranlassung, 
dass ihn Bartseh mit dem Formschneider Antonio da Trento identi- 
iicirte, und daher wird unser Kupferstecher in allen Werken uber 
Chalcographie Antonio Faiitiizzi da Trento genannt, so wie ihm auch 
die Holzschnitte des Trientiners zugeschriebem werden. _Allein wir 
können uns nicht überzeugen, dass der Forinschneider Antonio da Trento 
mit dem Radirer und Kupferstecher Antonio Fantuzzi von Bologna Eine 
Person sei, und haben unsere Ansicht unter dem Monogramme A_mit 
dem Querstriche darüber N0. 17 kundgegeben. Der Formschneidw 
nannte sich auf keinem Blatte, und bediente sich auch selten des Mono- 
gramms, der Name des Antonio Fantiizzi steht aber auf drei radirten 
Blättern. Auf einem derselben, welches eine künstliche Grotte vor- 
stellt, liest man unten in der Mitte: ANT. FANTVZ. I. DE BQLQGNA, 
rechts: FEGIT AI. D. M. D. 45. Dieses Blatt ist von Wichtigkeit,_da 
es über die Gebiirtstadt und die Kunstweise Fantuzzüs Aufschluss gibt. 
F antuzzi war im Schlosse zu Fontainebleau fi'ir das Decorationsfach 
verwendet, und er hatte namentlich als Zeichner und Maler von Grot- 
tesken und Arabesken Ruf. Der Buchstabe I auf dem genannten Blatte 
bedeutet INVENTOR, und der BGISMZZHDE BOLOGNA" bezieht _s1ch 
hier nicht auf Primatiocio, welcher ebenfalls BOL. oder "BOLOGNA 
INV. zeichnete. Fantuzzi war ein Bologneser, wie Primaticcio, und 
kam wahrscheinlich auf Veranlassung des letzteren nach Fontainebleau. 
Ein zweites Blatt unseres Meisters lässt erkennen, wie der Buchstabe 
T in das Monogramm desselben gekommen ist. Dieses Blatt stellt nach 
Primaticciws Zeichnung die Verwandlung der Töchter des Minyas in
        

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