Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1549007
282 
AFI. 
568 
1569. 
weniger reich ausgeschmückt mit grösseren und kleineren Holzschnitten. 
Zwanzig Hauptbilder sind in der Grösse des Buches, und stellen Scenen 
aus dem Leben des Heilandes und der Maria dar, wovon sich mehrere 
wiederholen. Die unteren Querleisten enthalten Bilder aus dem Leben 
der Maria in kl. qu. 8., welche sich ebenfalls oft wiederholen, und in 
den Seitenleisten sind Darstellungen aus dem alten und neuen Testa- 
mente mit Verzierungen jeglicher Art angebracht. Mehrere Blätter und 
Randleisten haben die gegebenen Initialen. Uebrigens sind die Worte 
Olim und Virtu öfters wiederholt. 
Nach Weigel dürften die Zeichnungen und Schnitte in der Otüciu 
des F. Marcolini, von diesem selbst und von seinem Freunde Giuseppe 
Porta della Garfagnana, genannt il Salviati Giovane, unter Beihiilfe 
von Schülern entstanden seyn. Der Buchstabe G könnte daher "Gar- 
fagnanns" bedeuten. 
568- Jonas Arnold, Portrait- und Landschaftsmaler, war um 1645 
O  1665 in Ulm thiitig. Er staffirte seine Ge- 
mälde mit Figuren und Architektur, und liebte 
überhaupt reiche Beiwerke. In der Gallerie des 
 ' Schlosses Rolland, dem Rittergute des Friedens- 
. ,R.  richtcrs A. Fahne in Oöln, sind zwei schöne 
RJR ivwf .6 Bilder von Arnold. Sie stellen Herbst und 
ß  '  e"  Sommer dar. Das eine trägt das erste oder ge- 
gebenen Monogrammen mit der Jahrzahl1663, das andere den Namen 
des Künstlers. Man findet auch schöne Zeichnungen mit dem Mono- 
gramme dieses Meisters, meistens ohne Andeutung des I. Sie sind mit 
der.Feder umrissen, ausgetuscht, mit Weiss gchöht, und sorgfältig vol- 
lendet. Ohne Monogramm würde man diese Zeichnungen für Arbeiten 
eines französischen Meisters nehmen, so dass Arnold seine Studien in 
Paris gemacht zu haben scheint. B. Kilian, M. Küsell, A. Kohl u. A. 
haben Portraite nach ihm gestochen, deren einige mit dem Monogra-mme 
versehen sind. Man legte es früher dem Joseph Furtenbach bei. 
Folgende Blätter hat J. Arnold radirt: 
1) Sinn-Bild Vber den im Jahre 1648 den 111- Tag des Weinmons 
zu Münster getrolfenm und beschlossenen allgemeinen Reichsfriedm. Dem 
Senator und Architekten Joseph Furtenbach in Ulm gewidmet. Diese 
Darstellung ist in einem Ovale, und unter diesem ist das vierte Zeichen 
mit dem Beisatze: in. et feoit. H. 8 Z. 
2) Die Tugenden und die Laster, allegorische Gestalten von charak- 
teristischer Auffassung, 6 Blätter, theils mit dem Namen, theils mit' 
dem dritten Monogramme, welchem das Wort fecit beigefügt ist; qu.f01. 
3) Allegorie auf die Künste und Gewerbe, unter 15 allegorischen 
Gestalten,_welche eine Leiter hinansteigon. Oben in einer strahlenden 
Glorie steht der Name Jchova, und zwei Engel schweben in der Luft. 
Links unten bei der Leiter steht der Name des Joseph Furtenbach, 
und rechts ist das Zeichen Arnoldls. H. 5 Z. 1 L. Br. 11 Z. 1 L. 
4) 27 Blätter in J. Furtenbachk Mannhalften Kunstspiegel, 4. 
5) Die Blätter im Wwndarzneiscleen Zeughausc von J..Scultetus, 4. 
6) Die Ansicht des Domes in Ulm, Hauptblatt von 1666, gr. fol. 
569. Unbekannter italienischer Maler. welcher um die Mlitte des 
NF o l .17. Jahrhunderts thätig war. Der Buchstabe I. bedeutet 
wohl "Invenit", wir haben aber keine Deutung für die 
Initialen A. F. Würde ein A. Fruytiers bekannt seyn, so möchte man 
an einen Künstler dieses Namens denken, denn das malerisch radirte 
Blättchen mit den gegebenen Initialen ist in der Weise des Philipp
        

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