Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1548947
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5481 
551. 
 548- Adam Fuchs kommt ohne seine Veranlassung zu wiederholten 
AF Malen unter den Monogrammisten vor, und wir müssen auch hier 
' die herkömmliche Annahme berücksichtigen. Brulliot II. No. 59 
A F. sagt, dass die grösseren Initialen aufKupferstiehen mit Syrenen, 
Seeungeheuern und chimärischen 'I'hieren vorkommen, und dass diese 
Blätter von Adam Fuchs gestochen seyen. Diess sind nun jene schönen 
Blätter, welche wir oben No. 520 beschrieben haben, aber nicht als Pro- 
dukte des Adam Fuchs, welcher später lebte, als der ungenannte ita- 
lienische Verfertiger derselben. Heller, Monogr. Lex. S. 16 macht aus 
dem unvermeidlichen Adam Fuchs einen A. Fuz, welcher nach Baroccio 
gearbeitet habe. Er gibt ebenfalls die Initialen AF., aber ohne ein 
Blatt mit denselben zu nennen. Nur gesteht er, dass seine Nachrichten 
unzuverlässig seien, was wir gern unterschreiben. Wir müssen aber 
zugleich auch den Kupferstecher Adam Fuchs hier streichen, da ihm 
mit, Sicherheit nur das aus den Cnrsivbuehstaben AF gebildete Mono- 
gramm N0. 537 zugeschrieben werden kann. Der ungenannte italienische 
Stecher AF. ist wahrscheinlich Andrea Franco. dessen Gandellini er- 
wähnt. Er soll Blätter mit Ornamenten hinterlassen haben. Ein Blatt 
von 1594 stellt eine I-Iirschjagd in Friesform vor, mit einer Einfassung, 
welche Arabesken, Flussgötter, Nymphen, Thiere dtc. enthält. 
Die kleineren Initialen AF. sollen nach Brulliot II. 59 auf Holz- 
schnitten mit Darstellungen aus dem neuen Testamente vorkommen. 
Der Verfertiger wird Adam Fuchs genannt. Es handelt sich aber höchst 
wahrscheinlich um den unbekannten sächsischen Monogrammisten AF 
No. 519. Wir kennen nur Blätter mit dem Monogramme, keines mit 
den Initialen AF. Und nun möge der vermeintliche Adam Fuchs seine 
Ruhe linden. 
549. Agostino Garraoci gab bekanntlich ein Zeichenbuch heraus, 
AF dessen Vorlagen grösstentheils von Luca Ciamberlani und Fran- 
 cesco Brizio nach Zeichnungen des genannten Künstlers gestochen 
sind. In diesem Werke, welches Bartsch XVIII. p. 158 beschreibt, 
findet man ein Blatt mit AF. bezeichnet, so dass Augustinus Fecit ge- 
lesen werden soll. Dieser Kupferstieh stellt den Kopf einer Frau in 
Profil nach links vor. Ihr Ohrgehänge besteht aus einer grossen Perle. 
H. 7 Z. Br. 4 Z. 6 L. Bartsch beschreibt dieses Blatt l. c. p. 161 N0. 18. 
Brulliot II. No. 60 erwähnt auch eines Blattes nach Orazio Sannna- 
chini als mit AF. bezeichnet. Er entnahm seine Notiz aus dem Peintre- 
graveur XVIII. p. 37. No. 5, in welchem nicht bemerkt ist, dass die 
Buchstaben verkehrt seien, so dass wir unter F.A des Blattes erwähnen. 
Der Gegenstand ist dem 84. Psalm entnommen. 
55Ü. Der Stempelschneider N. N. zeichnete einen schön gearbei- 
A F teten Jeton mit dem Bildnisse des Pariser Arztes Antoine le 
  Moine von 1673 mit den gegebenen Initialen. Möhsen nennt 
zwei- damals berühmte Stempelschneider, Namens Ferme und Du Four, 
und hält den einen oder den anderen für den Verfertiger des Jeton. 
Du Four schnitt 1668 in ähnlicher Weise das Bildniss des Jean Armand 
de Mauvillain, und somit könnte er auch die Denkmünze auf A. le 
Moine gefertiget haben. 
Die Initialen A.F. können sich aufMedaillen aus der ersten Hälfte 
des 18. Jahrhunderts auch auf Antonio Fontana beziehen. Von ihm 
haben wir ein über sechs Zoll hohes, länglichrundes Stück mit dem 
Portraite des Philosophen und Arztes Bartolomeo Curzj. 
551. Antonio Faldoni zeichnete auf solche Weise Bildnisse, welche in 
A F Vfe der Weise des Claude Mellan gestochen Sllld. Wir haben über 
' 0' diesen Künstler unter dem Monogramm AF. No. 528 gehandelt.
        

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