Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1548886
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527. 
schaft aus. Mit dem zweiten Zeichen, aber ohne Punkte, und mit stär- 
kerem zweiten Schenkel des A. Diese Darstellung ist wahrscheinlich 
nach einer Zeichnung BafaePs zum Bilde der Heimsuchung im Museum 
zu Madrid gefertigct. Das Gemälde war ursprünglich in S. Silvestro 
delP Aquila in den Abruzzen. H. 5 Z. 10 L. Br. 3 Z. 8 L. 
2) Die Poesie, geflügelte Frau auf Wolken mit Leyer und Buch. 
Auf der Tafel des Genius zur Rechten steht; N VMINE AFLATVR, und 
etwas tiefer das erste Zeichen. Originalseitige Copie nach Marc Anton, 
B. 382. H. 6 Z. 6 L. Br. 5 Z. 4 L. 
3) Zwei stehende Musen, jene zur Linken mit Flöte und Harfe 
en face, die andere mit der Leyer in den Händen gegen rechts ge- 
wendet. Im Grunde bemerkt man ein Fenster, und links unten ist 
das zweite Zeichen. H. 4 Z. 6 L. Br. 3 Z. 3 L. 
4) Ein geflügeltes Kind zu Pferd im Galopp nach rechts reitend. 
Es hält in der Linken den Zaum, und in der anderen eine Traube. 
Fast unter den Füssen des Thieres liegt ein getödteter Drache. Links 
vorn erhebt sich ein Baum, und in der Ferne rechts im landschaft- 
lichen Grunde stehen Häuser am Wasser. In der Mitte unten am Steine 
das dritte Zeichen. H. 9 Z. l L. Br. 6 Z. 11 L. 
526- Ambrosius Franck oder Frauchen, genannt der Alte, war 
der Bruder des Jeronymus und Franz, und wurde von 
ß Martin de Vos unterrichtet, nicht von Franz Floris, wie 
man gewöhnlich angibt. Im Jahre 1573 trat er als Meister 
in die St. Lukasgilde zu Antwerpen, war von 158i -1583 Dekan der- 
selben, und starb 1619. 
Dieser fruchtbare Künstler hinterliess eine grosse Anzahl von hi- 
storischen und allegorischen Gemälden. Auch eigentliche Genrebilder 
finden sich von ihm. Sie sind sehr zierlich ausgeführt, aber manierirt, 
obgleich es seinen Figuren zuweilen nicht an Würde fehlt. In seinen 
früheren Werken erinnert er an Martin de Vos. Die Vervielfältigung 
der Brode in der Hofkirche zu Amsterdam wurde dcsswegen jenem 
Meister zugeschrieben. In den späteren Bildern zeigt sich eine andere 
Richtung, ungefähr jene des Rembrandt. 
Auf einigen Gemälden findet man nach Brulliot I. N0. 321 obiges 
Zeichen, im Gatalogue du Musee d'Anvers (par G. Wappers) Tab. I. 15. 
ist es aber etwas anders geformt, indem die beiden Schenkel des A 
oben spitz zulaufen, und der linke sich gerad ausstreckt. Ein solches 
Monogramm steht auf einem der sechs Gemälde in dem genannten 
Museum. Es stellt in lebensgrossen Figuren das Abendmahl des Herrn 
vor. Auf mehreren von den Galle und anderen Stechern ihrer Zeit 
nach ihm gelieferten Blättern liest man AB. Franc. Sie sind meistens 
allegorischen Inhalts. Die Composition ist theils sehr reich, z. B. in 
dem schönen und grossen Blatte, von Jeronymus Wierx, welches den 
Tod des Tugendhaften versinnlichet. Auch in W. van Haechtbs Verlag 
erschienen derartige Blätter in grossem Formate. 
527. Albert Freyse, und ein unbekannter italienischer 
Ä Kupferstecher. Dieses Namcnszeichen findet man auf dem 
Bildnisse des Dionysius Petavius, zu dessen „Rationarium Tem- 
porum. Venetiis 1722." Das Portrait kommt nicht aus der Mainzer 
Ausgabe von 1646. Der Stecher ist uns unbekannt, da A. Faldoni in 
einer anderen Weise arbeitete. 
In ähnlicher Weise gebildet, aber mit dem Beisatze Jnv.. findet 
man dieses Monogramm auch auf einem Kupferstiche in G0sky's „Divi 
Augusti Brunsvico -Lüneburg. Vita et Fama. Francofurti et Lipsiae
        

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