Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1548821
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512- 
Brunnen in der Maximiliaus-Strasse, über welche wir im Künstler- 
Lexicon XXI. S. 10 Nachricht gegeben haben. 
 512. Francesco Amato, oder ein unbekannter Künstler, wel- 
cher im 17. Jahrhunderte in Italien lebte. Das erste Zeichen gibt 
nBrulliot I. N0. 312, und schreibt es einem italienischen Meister 
l E zu, welcher in der Weise des Battista Pittoni in Kupfer ra- 
dirte. Brulliot beschreibt ein Blatt mit der Ansicht von Rom und des 
Platzes, auf welchem die Trajanische Säule steht. Links sieht man 
Ruinen eines Tempels mit einem Sarkephag, rechts steht ein Baum, 
und in der Mitte kommt der Hirt mit der Heerde vom Hügel herab. 
Das Zeichen ist unten in der Mitte nach links an einem Saulenstücke. 
Rund, Durchmesser 12 Z. 9 L. 
Das zweite Monogramm fanden wir auf einer landschaftlichen Ra- 
dirung, welche ebenfalls an Italien erinnert. Im Mittelgrunde sieht 
man eine Mühle, und ein Mann treibt den Esel über die Brücke. 
Links nach dem Vorgrunde in der Nahe zweier Bä-ume führt ein an- 
derer Mann den Esel, auf welchem eine Frau mit dem Kinde sitzt. 
Sollte darunter die heilige Familie zu verstehen seyn, so ist sie wenig- 
stens sehr barrok aufgefasst. Es linden sich indessen von diesem 
Meister noch andere Landschaften mit biblischer Staifage, welche nicht 
edler behandelt ist. Ohne Bezeichnung ist ein Blatt mit dem jungen 
Tobias, und ein solches mit der Flucht der hl. Familie in Aegypten. 
Auch Ansichten römischer Ruinen und anderer Gegenden Italiens hatte 
dieser Meister radirt, aber unbezeichnet gelassen. Nur auf wenigen 
Blättern stehen die Buchstaben FA verkehrt. Die Radirung mit dem 
zweiten Zeichen ist 8 Z. 3 L. hoch, und 11 Z. 4 L. breit. 
Wir glauben, dass diese Blätter von Francesco Amato herrühren. 
Er arbeitete in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts, und, wie man 
angibt, nicht mit gar sicherer Hand. Es gebrach ihm auch an der 
Richtigkeit der Zeichnung, so wie wir in ihm überhaupt nur einen 
Dilettanten annehmen müssen. Dieselben Fehler haben auch die er- 
wähnten Blätter, welche in etwas an Biscaino erinnern. Von den ihm 
zugeschriebenen Radirungen nannten wir im Künstler-Lexicon I. 95. 
eine hl. Familie, Joseph mit dem Kinde zwischen zwei Säulen in einer 
Landschaft, St. Hieronymus in der Grotte, St. Christoph mit dem Jesus- 
kinde, und den verschwenderischen Sohn. Auf dieses Blatt macht 
Bartsch P. gr. XXI. p. 179 im Artikel des Bartolomeo Biscaino auf- 
merksam. Eines der schönsten Blätter Amato's, welches Bartsch nicht 
beschreibt, stellt die Ituhe der hl. Familie auf der Flucht nach Aegyp- 
ten dar. Die Gruppe ist links unter einem Baume, von welchem das 
Kind einen Zweig erfasst. H. 6 Z. 3 L. Br. 8 Z. 5 L. 
513. Unbekannter Kunstverloger. Brulliot I. No. 313 fand sein 
Zeichen auf einem radirten Blatte, welches im 17. Jahr- 
hunderte von einem italienischen Meister bearbeitet 
F e x wurde. Es stellt den Heiland am Kreuze zwischen 
  den Mördern dar, wie ihm ein Soldat zu Pferde die 
Seite durchbohrt. Rechts liegt Maria ohnmächtig in den Armen der 
Frauen, und im Vorgrunde loosen die Soldaten um die Kleider des 
Herrn. Links unten ist das Zeichen. H. 13 Z. 11 L. Br. 10 Z. 
514. Anton seliger, Maler und Lithograph, geb. zu Elbigenalb im 
H Lechthale 179 , machte seine Studien in München, und verlebte 
l daselbt mehrere Jahre. Auf seinen früheren Blättern iindet man 
das gegebene Zeichen, auf anderen das Monogram AF in Cursivbuch- 
staben. Unter seinen schönen Steingravirungen erwähnen wir jene in
        

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