Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1548812
510- 
511. 
263 
3) Die Belagerung von Niza durch Kaiser Carl V. Links unten 
das Zeichen mit 1543, gr. qu. fol.- Dieses Blatt kennt Bartseh nicht. 
4) [B. N0. 21.] Mars und Venus, angeblich nach Parmigiands Zeich- 
nung. Links oben das Monogramm. H. 10 Z. 2 L. Br. 7 Z. 5 L. 
5) [B. N0. 27.] Mars und Venus in Umarmung auf dem Bette, 
während Vulcan schmiedet: Franc. Parm. In. Links am Fenster das 
Zeichen mit 1543. H. 8 Z. 5 L. Br. 12 Z. 9 L.  Diese Vorstel- 
lung wurde anstössig befunden, und daher liess Salamanca die Gruppe 
ausschleifen, und durch eine schlafende Venus ersetzen. 
6) [B. N0. 29.] Die neun Töchter des Pierus auf dem Parnass, 
Gruppe aus einem grösseren Blatte, dessen wir N0. 498 unter der Ab- 
breviatur des Namens N0. 15 im Verzeichnisse erwähnt haben. Links 
unten das Zeichen. H. 4 Z. 10 L. Br. 7 Z. 1 L. 
7) [B. N0. 39.] Die Alte mit der Spindel im Zimmer. Franc. Parm. 
Inventar. Rechts unten das Zeichen auf einem Täfelchen. H. 7 Z. 
9L. Br.5Z.6L. 
8) [B. N0. 420-433.] Die antiken Vasen. H. 9 Z. 5 L.- 10 Z. 
Br. 7 Z.  7 Z. 5 L. Nach Bartsch besteht die Folge der Vasen aus 
14 Blättern, es finden sich aber deren wenigstens 21 vor. Der ge- 
nannte Schriftsteller bemerkt auch, dass jedes Blatt ein Täfelehen mit 
dem Monogramme, und bis auf zwei Stiche folgende Inschrift trage: 
ROMAE AB ANTIQUO REPERTUM M. D. XXXXIII. Auf zwei Blät- 
tern steht indessen das Zeichen des Künstlers nicht, nämlich auf B. 
N0. 420 und 423. Das erste Blatt, welches eine Vase mit einem nach 
links schreitenden Löwen vorstellt, hat auch eine andere Inschrift: 
SIC ROMAE ANTIQUI SCULPTORES EX AERE ET MARMORE 
FACIEBANT. Dieses Blatt, und jenes N0. 428 bei Bartsch, ist Copie 
nach Agostino Veneziano. Letzteres hat dieselbe Inschrift. Im ersten 
Drucke haben die Blätter mit den Vasen keine Nummern, und die 
Platten sind grösser. Später wurden sie verkleinert und mit den rö- 
mischen Zahlen I  XXI versehen. 
510. Fingirtes Zeichen? Antonio Fantuzzi soll nach Christ, 
Monogrammen-Erklärung S. 89, der Träger dieses Zeichens 
seyn. Heller, welcher in seinem Monogrammenwerke S. 17 
dasselbe kleiner, und modiiicirt gibt, spricht dieses ebenfalls 
aus, keiner aber kennt ein Blatt mit einem solchen Mono- 
gramme. Brulliot lässt es wohl mit Recht ganz weg, da ihm 
nie ein Blatt mit einem derartigen Monogramme vorkam. Wenn sich 
indessen ein Kunstprodukt mit diesem Zeichen finden sollte, so gehört 
es dem A. Fantuzzi sicher nicht an. Wir glauben aber, dass es 
fmgirt sei. 
511- Friedrich Aspruok, oder Adrian de Vries. Das gegebene Zei- 
chen findet man an der Basis einer Bronzegruppe, welche 
vor mehreren Jahren in einem Hanse zu Augsburg auf- 
bewahrt wurde. Brulliot I, N0. 314 glaubt, sie dem Gold- 
F schmied und Kupferstecher Franz Aspruck zuschreiben 
zu dürfen, da dieser nach Stetten's Versicherung Bild- 
werke in Bronze und Silber gegossen haben soll. Aspruck war um 
1603 thätig, und in diese Zeit fällt auch die Bronzegruppe. Dieses 
Werk ist aber von einem Meister, welcher der Richtung des B. Spranger 
folgte, während Aspruckls Kupferstiche theils die Nachwirkung der 
älteren deutschen Schule kundgeben. Wir glauben daher, dass das 
Monogramm „Adrian Frisius" bedeute, und somit das Werk von Adrian 
de Vries herrühre. Dieser Meister hielt sich einige Jahre in Augs- 
burg auf, und fertigte daselbst 1596 die Erzstatuen der2 beiden grossen 
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