Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1548669
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hat er selbst lithographirt. Das Werk erschien in 9 Blättern mit Text 
von Dr. J. Döllinger, qu. 4. 
464- Johann Andreas Engelhart, Maler von Nürnberg, war Schüler 
der Kunstschule (laselbst. und begann seine Laufbahn 
um 1820. Er malte Bildnisse und historische Darstel- 
E hingen. Das erste Zeichen findet man auf Gemälden, 
1 gewöhnlich mit beigefügter Jahrzahl. Das zweite Mono- 
gramm steht auf dem lithographirten Bildnisse des Künstlers, mit der 
Unterschrift: Zum neuen Jahr 1825, kl. fol. Dann findet man das 
Zeichen des Künstlers auf Aquarellbildern, welche theils reich compo- 
nirt, und sehr sorgfältig ausgeführt sind. Wir kennen ein sehr Schönes, 
mit Gold gehöhtes und ausgemaltes Blatt mit verschiedenen Scenen 
aus Reinecke Fuchs von 1839, qu. fol. 
465- Adolph Ehrhardt, Maler von Berlin, stand daselbst um 1830 
unter Leitung des Professors Herbig, und begab sich 
äspäter zur weiteren Ausbildung nach Düsseldorf. Er 
 malte da historische Darstellungen, deren man auf den 
  m Kunstausstellungen 1837 und 1838 sah. Doch zog der 
ß r Künstler auch das Genre in seinen Kreis, und leistete 
in beider Hinsicht Vorzügliches. Von Düsseldorf begab sich Ehrhardt 
nach Dresden, wo er seit etlichen Jahren Professor an der k. Akademie ist. 
Erhardt bezeichnete einige Gemälde und Zeichnungen mit den bei- 
den ersten Monogrannnen. Man findet sie auch auf Blättern in R. Rei- 
nick's A. B. C. Buch für grosse und kleine Kinder 1845. Das dritte 
und vierte Zeichen steht auf Holzschnitten in L.Bechstein's deutschem 
Sagenbuch. Leipzig, G. Wigand 1853. Auf den Zeichnungen, welche 
er für das 1853 bei G. Wigand erschienene deutsche Balladenbuch ge- 
fertiget hat, steht kein Monogramm. Zu seinen neuesten Werken ge- 
hören die Zeichnungen zur deutschen Geschichte in Bildern, mit erklä- 
rendem Text von Dr. F. Bülau. I. Bd. Dresden 1855, qu. 4. Bisher 
sind drei Blätter nach seinen Compositionen in Holz geschnitten: die 
Schlacht bei St. Gotthard, die cimbrisehen Frauen nach der Schlacht 
von Vercelli, und die Cimbern, wie sie in Italien eindringen. Auf 
diesen Blättern steht ein dem zweiten ähnliches Zeichen, aber kleiner, 
als das gegebene. 
466. Adam Elsheimer oder Elzheimer, Maler und Radirer, geb. 
zu Frankfurt a. M. 1574, gest. zu Rom 1620. 
Die Lebensgeschichte dieses tretflichen Mei- 
sters ist bekannt, und jede bedeutende Gal- 
, ,jE lerie besitzt Werke seiner Hand. Sie be- 
stehen meistens in Landschaften mit historischer, biblischer und mythol 
logischer Staifage, seltener sind die eigentlichen historischen Darstel- 
lungen. In seinen Bildern macht sich das Eingehen auf die klassischen 
Motive der italienischen Kunst bemerklich, doch herrscht in der Auf- 
fassung eine zarte Einfalt, eine edle Ruhe vor, nur selten ein tiefer 
bewegtes Gefühl. Diese Bilder sind gewöhnlich in kleinem Formate, 
und mit ausserordentlichem Fleisse vollendet. Es ist indessen zu be- 
merken, dass dem Künstler zuweilen Gemälde von König und Thomann 
von Hagelsteiu zugeschrieben werden. Die Werke des letzteren sind 
aber kalt und hart, und halten nicht einmal mit jenen Königs den 
Vergleich aus. Auf einigen Gemälden des A. Elsheimer steht das erste 
Zeichen, auf anderen ist es kleiner, und auch mit dem Namen ver- 
bunden. Diess ist ebenfalls mit einer Radirung der Fall, welche den 
Abraham zwischen Hagar und Ismael gehend vorstellt. Im Grunde ist
        

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