Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1548645
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ADV-AE. 
457- 
362. 
Zeichen steht auf dem Titelkupfer des „Almanac0 universale sopra 
PAnno 1686 del grau Pescatore di Chiaravelle." Milano etVenezia 1686. 
Dieses Blatt ist wahrscheinlich von einem italienischen Meister gestochen. 
457. Ary de Vois oder Voys, Maler, wurde 1641 zu Leyden ge- 
boren, und von Knupfer und A. van den Tempel uiiter- 
richtet. Er nahm indessen den F. Mieris zum Vor- 
 bilde, und malte in der Weise desselben kleine Ca- 
binetsstücke, welche äiusserst zart behandelt sind. Auch 
Bildnisse ünden sich von ihm, gewöhnlich in kleinem Formate auf 
Kupfer. Seine Werke sind nicht zahlreich, werden aber sehr geschätzt 
und theuer bezahlt. Sie finden eine Stelle in den vorzüglichsten Gal- 
lerien, besonders die Bilder aus der letzteren Zeit des Künstlers, welche 
 "ss rein Farben "eize ind in't alle'Delicatesse einalt sind. Der 
 ist nicht seltdn kdkdttirenll süssl. g  
Das Todesjalir dieses Künstlers ist unbekannt. Descamps III. 118, 
und Immerzeel III. 203 gehen Nachrichten über ihn, sowie sich deren 
auch im Künstler-Lexicon linden. 
458. Ary de Vois behauptet den vorhergehenden Artikel, und daher 
machen wir hier nur auf eine Varietät in der Bezeich- 
Abvoim nung seiner Werke aufmerksam. Der gegebene Name 
steht auf einemhöchst delikat gemalten Brusthilde 
einer Dame. Er soll auch Gemälde mit ADV. allein bezeichnet haben. 
459. Adrian van der Wilge soll nach Brulliot II. No. 55 Kupfer- 
Ä W sticheauf solche Weise bezeichnet haben. Wir kennen 
 2-  nur ein einziges Blatt, nämlich die Ansicht des Portals 
der St. Lievenskerk in Zierikzee, welche aber mit dem Namen „A. v. 
Wilge sc." bezeichnet ist, gr. fol. Die holländischen Schriftsteller 
nennen den Künstler van der Willighe und van der Willigen. 
Er lebte in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts, und ist wahrschein- 
licli nicht Eine Person mit dem Medailleur A. van derWilli gen, auf 
dessen Geprägen die Initialen. A. V. 1). W. stehen. Ini Müiizwerk des 
van der Loon sind Abbildungen derselben. 
460- Anton dß Waard, Zeichner undMaler, wurde 1689 in Graven- 
hage geboren, und von Simon van der Does 
 - F. unterrichtet. Er malte Portraite, historische 
Darstelluii eii und Landschaften. Ini Haag fanden sich auch Tapeten 
und Supraiorten von Waard gemalt._ Obige Initialen findet man auf 
Zeichnungen. Eine solche im k. Cabinet zu München stelllt 81116? am 
Boden sitzenden ZXVCPfYlIiIflIBII juneen Zeichner dar. IIinter i ni au der 
Staffelei steht ein Geiiiäilde mit cciner nackten Weiblichen Figur, welche 
ein Kind halt, anscheinlich der junge Bacchus. Diese schöne Zeich- 
innig ist mit schwarzer Kreide ausgeführt, und mit Rothstein gehöht. 
461. 10811 Alnman von Zürich soll nach Christ, Monogr. Erkl. 
A l Z S. 83, zniveileirmit diesen Buchstaben gezeichnet haben. Heller, 
l  M. L. S. 15, spricht dieses entschieden aus, wahrend Brulliot H. 
N0. 56 versichert, nie ein Blatt mit AdZ. gesehen zu haben. Es findet 
sich auch keines. Die Quelle, aus welcher Christ schöpfte, war unsicher. 
462. Adrian Thomas Kßij? Das grössere Zeichen legt Bartsch 
P. gr. IX. p. 406 einem unbekannten deutschen 
Meister bei, welcher inhder zweiteä Igllälfte des 
16. Jahrhunderts welcbt at. Man n et es auf 
 Holzsehnitton in IIelhlunkel von drei glatten, da 
aberliellei- MonogrLex. S. 15 das onorrramm 
E auch schwarz gibt, "so könnte ldasselbe aIich in
        

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