Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1548545
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ADE 
ADF. 
418- 
423. 
Wir kennen nur ein mit dem Monogramm AE versehenes kleines Bild- 
niss des G. van Mander, und es wäre daher möglich, dass dieser Meister 
auch das gegebene Zeichen gebraucht habe. J. van de Velde scheint 
darauf keinen Anspruch machen zu können. 
418. A. DE. L. steht auf einem Jeton mit einem Bildnisse und 
behelmten Wappen von 1627. Auf dem Avers ist die Legende: „Sic 
Aut Sie," auf dem Revers: „Ubi Spes 1627 Jbi Pes." Unter dem 
mit dem Spaten grabenden Manne steht: A. DE. L. Diese Buchstaben 
beziehen sich auf denjenigen, zu dessen Ehren der Jeton geprägt wurde, 
auf A. De Locquengien. 
419- A del.  steht auf einem Kupferstiche mit folgender 
Schrift: Annib. Carraccio Bonon. uct. suac XLIX. Romac MDCXLVI. 
Die Büste dieses Malers ist an einem Piedestale mit Emblcnien, k1.fol. 
Die gegebenen Buchstaben bedeuten: Annibalc del. Sinwn Guillam. 
Guillain hat das Blatt gestochen. 
In der Pfarrkirche zu Linz am 
42a    Rhein befindet sich ein Altar- 
Gemälde mit zwei Flügeln, welches die sieben Freuden der Maria vor- 
stellt: den Gruss des Engels, die Geburt Christi, die Anbetung der 
Könige, die Opferung im Tempel, die Auferstehung Christi, das Pfingst- 
fest und die Krönung der Maria. Bei der ersten Vorstellung bemerkt 
man an dem Topfe mit der Lilie die obige, vielleicht bedeutungslose 
Inschrift. Dieses Werk tragt die Jahrzahl 146.3, und war ehedem in 
der Rathskalaelle zu Coblenz, welche abgebrochen wurde. Man schreibt 
es gewöhnlich dem Israel van Meekenen zu, worunter aber in keinem 
Falle der bekannte Kupterstecher zu verstehen ist. Das Gemälde rührt 
von einem alten Meister her, welchem man auch die Lyversbergische 
Passion zuschreibt. Wir werden über diese Bilder unter A. S, K. T. 
handeln, und bemerken daher hier nur, dass das Linzer Altarwerk von 
Roger van der Weyden herrühren dürfte, über welchen wir auch im 
Künstler-Lexicon XXI.  347 ff. ausführlich gehandelt haben. 
421. Battista Franco, oder ein unbekannter Kupferstecher. Sein 
Zeichen fanden wir auf einem kräftig radirteu Blatte, welches 
m einen stehenden Adler auf dem Aste zeigt. Rechts unten in der 
Ecke ist das Monogramm, und im Rande steht: Nicolo uan aelst 
formis Romac, kl. fol. Der Verfertiger dieses Blattes lebte wahrschein- 
lich in Italien, und zwar um 1580-1590. Wenn das Monogramm aus 
den Buchstaben bF bestehen sollte, könnte man Battista Franco lesen. 
Dieser Meister stach etliche Blätter mit Thieren, auf keinem kommt 
aber ein Zeichen dieser Art vor. 
422. David Anton FOSSüti, Maler und Radirer von Venedig, lebte 
von 1708-1780. Sein Zeichen findet man auf malerisch radirten 
Jg Landschaften nach Marco Ricci. Sie bilden eine Folge von 24 Blat- 
tern unter dem Titel: Francisco Comiti Algurono  has XXIVTa- 
bulas olim a Marco Ricci Bcllunensi Coloribus cxprcssus. quae ewtant in 
aedibus Josephi Smith et Am. Mar. Zanctti etc. Venctiis 1743. D. A. 
Fossati fec., qu. fol.  
423- Unbekannter Kupferstecher, welcher in der ersten Hälfte 
des 17. Jahrhunderts in Deutschland gelebt zu haben 
Ä aß scheint. Sein Zeichen findet man auf einem kräftig, 
fast roh gestochenen Blatte, welches Bauern vorstellt, 
wie sie im Gerichtszimmer dem Verwalter die Abgaben entrichten. Im 
Rande steht: „Quisquis es adspicias, Lector per amabilis Eicon 8m."
        

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