Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1548534
ADB 
ADE. 
414- 
235 
414. Adolph Bast, Formschneider in Paris, fand schon unter dem 
mm Monogramme ABL N0. 228 eine Stelle, da er häufig mit Andrew 
und Leloir zu gemeinschaftlicher Arbeit sich verband. Das ge- 
gebene Zeichen findet man auf Blättern in der von T. Johannot illu- 
strirten Ausgabe des Diable boiteux, Paris 1840, gr. 8. 
415. Peter Anton Corduer, IXIa-ler von Nürnberg, war Schüler von 
c G M. Her, nahm sich aber den A. Dürer zum Vorbilde, 
i und copirte nicht nur die Werke desselben, sondern 
 malte auch eigene Cornpositionen in der Weise Dürer's. 
D Die letztere Zeit seines Lebens verlebte er in Vene- 
, D dig, wo der Künstler 1644 starb. 
Auf Gemälden dieses Meisters findet man das erste Zeichen, so 
wie auf Copien nach Dürer, mit den Jahrzahlen, welche Dürer beige- 
fügt hatte. Bei Gemälden ohne Datum ist zu untersuchen, ob sie Co- 
pien nach Dürer, oder nach eigener Erlindung gemalt sind. 
Das zweite Monogramm gibt Brulliot I. N0. 239, und zwar nach 
handschriftlicher Mittheilung des Pfarrers Weyermann in Wirtingen, 
welcher glaubt, es gehöre dem Maler Sebastian Conrad an. Letzterer 
lebte um 1521 in Ulm, und war zugleich Propst der Hauptkirche da- 
selbst. Als solcher bediente er sich nach Weyermann eines Siegels 
mit dem gothisehen Buchstaben A, welcher Tuvlela Aedis ausdrücken 
soll. Der Buchstabe C soll sich auf den 'l'aufnamen des Propstes be- 
ziehen, und das D in dem Worte Dicasteriographus (Hauspfleger) Er- 
klärung finden. Hinsichtlich der Malwerke des S. Conrad bemerkt 
Weyermann, dass sie ganz in A. Dürer's Weise behandelt seien. Wenn 
nun dieses in Wirklichkeit sich so verhalt, so erregt die Nachricht über 
P. A. Corduer einigen Zweifel. Ein Gemälde mit dem zweiten Mono- 
gramme und der Jahrzahl 1507 beschreibt Heller im Leben A. Dü- 
rer's II. 1. S. 226. Es ist diess das Bildniss eines jungen Mädchens, 
welches sich bis 1810 in der Ebnerischen Sammlung zu Nürnbergbe- 
fand. Heller will dieses Gemälde dem P. A. Corduer zuschreiben. Zwei 
andere, sehr fieissig vollendete Bilder nennt der genannte Schriftsteller 
l. c. S. 266 nach MeusePs Neuen Miscellaneen XIII. S. 615, und ver- 
muthet ebenfalls den Corduer als Verfertiger. Es scheinen also in 
früherer Zeit mehrere Gemälde mit den gegebenen Zeichen vorhanden 
gewesen zu seyn, die neuere Industrie begnügte sich aber wahrschein- 
lich mit dem Monogramme Dürer's, und nahm das C als für ihrem 
Zwecke überflüssig weg. 
416- Antonio de Gavaleris? Die gegebenen Initialen deuten den 
A D C Verfertiger einer Medaille an, welche das Bildniss eines Car- 
   dinals vorstellt, und keine Inschrift enthält. Der Medailleur 
ist wahrscheinlich Antonio de Oavaleris, welcher 1678 die Medaille mit 
dem Bildnisse des Oardinals Massimo Camillo dedicirte. Auf dem Re- 
vers ist der Tiber und die Wölfin dargestellt, mit der Legende: 
ASTRA TENET. Unten steht: ANT. DE. OAVALEBIS. D. D. 1678. 
Ueber diese schöne Medaille vgl. Mazzuchelli Tab. 101 N0. 4. 
Bolzenthal (Skizzen zur Kunstgeschichte S. 165) erwähnt eines An- 
drea Oavalieri, welcher um 1540 geboren wurde, und noch 1584 ar- 
beitete. Er war Direktor der Münze zu Sabionetta, und soll im Metall- 
guss und im Stempelschneiden sehr geschickt gewesen seyn. 
417. Unbekannter Kupfer-Stecher. Sein Zeichen fand Brulliot I. 
AE N0. 254 auf einem Kupferstiche mit dem Bildnisse des Malers 
Carl van Mander in kl. 8. Man schreibt dieses Blatt dem Jan 
van de Velde zu, welcher aber gewöhnlich I V. f., J. V. V. f. zeichnete,
        

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