Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1548346
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(Anhang zu A. Dürer.) 
3551 
356. 
Dietrich Krüger ist nach seinen Lebensverhältnissen unbekannt. 
Er ist wohl jener D. Krüger, welchem im Catalog Aretin folgendes 
Werk zugeschrieben wird: Naturae varios lusus et monstra videtis etc.. 
12 Blätter nach Gabriel Weyer, qu. 8. Die Jahrzahl 1614 über dem 
Monogramme deutet wohl seine Blüthezeit an. 
355. Johann GOOSSBIIS in Cöln erscheint hier als Copist Dürer- 
y 79.. scher Blätter. Das gegebene Zeichen findet man auf einer 
Copie der Grablegung Christi nach dem Stiche A. Dürer's 
D -G aus der kleinen Passion, oder vielmehr nach der Copie 
von Wilhelm de Haen, dessen Zeichen (WDII) rechts oben 
steht. Unten rechts ist das Tafelchen mit dem Zeichen Dürer's und 
IG. Die letzteren Buchstaben beziehen sich auf den Copisten Johann 
Goossens, über welchen wir unter der Abbreviatur Io. G., Jo. Goo. 
naher handeln werden. 
Die genannte Copie findet man in folgendem Gebetbuche: Preces l 
Ac I Meditationes l Piae l In mysteria Passionis a0 Resurrectionis Dn. Je- 
su Xpi. collectae per Georgium Scherer etc. Coloniae Agrippinae, Willi. 
Fries 1600, 12. In diesem Werke sind noch 8 andere Copien von 
J. Goossens, so wie deren 6, welche G. Stempelius fertigen liess. Im 
Ganzen enthält das Gebetbuch 15 Copien nach Dürer und W. de Haen. 
J. Heller, Leben A. Dürer's II. S. 344, möchte dem J. Goossens, 
oder Joh. van Goosen, wie er ihn irrig nennt, auch eine originalseitige 
Copie von Dürer's Adam und Eva (B. No.1) zuschreiben. Das Original 
hat auf einer Tafel Dürer's Namen und dessen Monogramrn mit 1504, 
auf der Tafel der Copie steht: nnnnnrn nvunn nvvmvron IOHANNES 
VAN. Dieser „Johannes van" soll nun J. van Goosen seyn, wie sich 
aber unser Künstler nie nennt. Zani macht aus "Johannes van" 
einen Giovanni van Adam, welcher Mehreres nach Dürer copirt haben 
soll. Ein Künstler dieses Namens ist unbekannt, und J. Goossens ist 
nicht der Copist. Die Nachbildung des Blattes mit Adam und Eva ist 
sehr genau, wie von Goossens nicht zu erwarten ist. 
356- D. Gerhard Stempelius aus Gouda in Holland, Canonicus des 
 [i'm  georgelnstiftes in Cöln um; liurfütristliclhe; 
m; 5,-   at emati er it seit einiger .ei irr ümic 
m g, als Kupferstedhgr, da die Abbreviatur ß: cu:, 
 ' 79' "u" fie: cur: bei der Nachbildung in fec. und fecit 
verwandelt wurde, statt „{ieri curavit" zu lesen. Stempelius liess meh- 
rere A11dtlChl2Sblätt6l' stechen; so von Johann Sadeler ein kleines Ecce 
homo, mit der Bezeichnung: D. Stempelius fie cuä, und anscheinlich 
von einem unbekannten RDS fünf Blätter der kleinen Passion von 
A. Dürer. In späteren Abdrückcn kommen diese Copien in folgendem 
Gebetbuche vor: Preces [ Ac] Meditaziones [ Piae [ In mysteria Passionis 
ac Besurrectionis Dn. Jesu Xpi collectae per Georgium Scherer S. J. Co- 
loniae Agrtppinae apud Wilh. Friessem seniorevn. Anno 1600. 12. In 
dieser Ausgabe kommen auch Passionsblätter mit dem Zeichen des 
Wilhelm de Haeil vor, da Johann Goosseus nicht die Blätter von Dürer, 
sondern die Nachbildungen des W. de Haen copirt hat, wie wenigstens 
Merlo ersehen zu haben glaubt. Die Copien des Stcmpelius sind von 
der Gegenseite des Originals, und fast in der Grösse desselben: 
l) Christus betet am Oelberge. Unten links auf dem Zettel Dürerls 
Monogramm und 1580, unter demselben: D. G. Stempelius ße: au. 
2) Die Gefangennehmung Christi. Oben in der Mitte: D. G. Stem- 
pelius fi: cu: 1580, unten gegen die Mitte das Zeichen Dürer's 1508. 
3) Christus vor Caiphas. Unten in der Mitte: D. G. Scäpelius 
ßvr vuw. rechts 1580. Ohne Dürer's Zeichen.
        

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