Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1548306
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DÜRER. 
350. 
"Lectiones Gabr. Fallopi-i de partibus humani corpori:  a Volchero 
Coiter collectae Noribergae in officina Th. Gerlaclt 1572, 75 , 85  fol. 
Die Buchstaben C, M. P, S kommen in folgendem Buche vor: Exter- 
naruzn. et intemarutn principaL-"um humane? corporis partium tabulae etc. 
Aulore Volchero Coitcr. Noribergae in off. Th. Gerlacheri 1578, fol.  
Dass dieses Alphabet auch copirt wurde, beweisen namentlich die 
vorkommenden Buchstaben Q und R. Bei ersterem erstreckt sich in 
der Copie der Schweif nicht über die durch Doppellinien gebildete 
Einfassung des Buchstabens hinaus, und das Ende ist demnach nicht 
im Quadrate des B zu finden. Solche Copien befinden sich in dem 
Sammelwerke: Ex recognitione Des Erasmi Roterodami. C. Suetomus 
Tranquillus. Dion. (Yassius Nicaeus. Aelius Spartianus etc. Coloniae in 
Aedibus Euch. Ceroicorzzi 1527. fol. Copien sind auch in Theophilacti 
Enar-ratianes in quuluor Evungelia. Basileac, Crata-nder 1525, fol. 
Auch in verschiedenen anderen Druckwerken kommen solche Initialen 
vor. Von diesen frühen Copien haben einige weniger Figuren. Sie 
sind von dem Monogrammisten VG., genannt Ursus Graf. Wir haben 
im Artikel desselben darauf aufmerksam gemacht, mit der Bemerk- 
ung, dass zwei, wenn nicht drei Künstler (auf dieses Zeichen An- 
spruch machen können. 
Bisher besitzt tinseres Wissens keine einzige Sammlung ein voll- 
ständiges Exemplar der Originalschnitte. Erster Art, ohne Text auf 
der Rückseite ist jenes, welches Hr. Börner bei dem 1854 verstorbenen 
Iiupferstecher Geuder in Nürnberg vorfand. nach welchem er seine 
Beschreibung machte. Es fehlten die Buchstaben 1 und W. Durch 
Börner's Vermittlung erhielt diese 22 Buchstaben R. Weigel, welcher 
sie im Kunstkataloge N0. 19,099 auf 50 Thlr. werthet. Später gingen 
diese Blätter in die Sammlung des höchstseligen Königs Friedrich 
August von Sachsen über. Hr. Cornill d'Orville erwarb aus der Leip- 
ziger Auktion vom l4.Jäl1l16l' 1856 ein Exemplar ohne die Buchstaben 
H und I, der genannte Kunstfreund wird aber sicher Alles aufwenden, 
um das Fehlende zu erhalten. Hr. Cornill (POrville besitzt auch ein 
Blatt mit Vermessung auf weissem Grunde, oder das ßuchstabenmaass 
von der Grösse der übrigen Blätter, welches altschriftlich mit der Jahr- 
zahl 1521 versehen war. Der Buchstabe F ist in seinem Exemplare 
ohne Monogramm, während es im Initial aus Weige-Ps Sammlung ein- 
geschnitten ist. Ein drittes Exemplar des Alphabetis sah Herr Ernest 
Harzen in Bologna, aber ohne die Buchstaben Q und W. Letzterer 
fehlt aber auch in dem WeigePschen Exemplare, und es scheint über- 
haupt der Buchstabe V dafüi- gebraucht worden zu seyn. Die in Bo- 
logna vorhandenen Initialen sind je sechs auf einem Blatte gedruckt. 
Vgl. die Abhandlung B. IlVeigePs 1. c. S. 215. 
A. Links ein von hinten, rechts ein von vorn gesehenes nacktes 
Kind auf Horninstrumenten blasend.  In R. Weigells Prachtwerk: 
"Holzschnitte berühmter Meister. Eine Auswahl von Originalformschnitten 
äc. Leipzig 1851-57" ist ein Facsimile dieses Buchstabens. 
B. Sechs nackte, zum Theil geflügelte Kinder. Ein links befind- 
liches bläst auf einer Pfeife, und das zur Rechten spielt das Hackbrett. 
U. Drei nackte Kinder. Das mittlere, geflügelte reitet auf einem Reh. 
D. Drei nackte Kinder, das mittlere mit der ßatternden Fahne auf 
dem Delphin sitzend. 
E. Zwei nackte Kinder im Schilfe, das eine den Kranich amBande 
haltend. Rechts vorn sitzt eine Meerkatze. 
F. Vier nackte, geflügelte Kinder, wovon das eine durch einen 
mit Schellen besetzten Reif gesprungen, und zu Boden gefallen ist.
        

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