Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1548284
210 
A. DÜRER. 
350. 
blatt 1834 N0. 47 dasselbe beschrieb. In zwei Felderii des vierfach 
getheilten Schildes sind Drachenköpfe an den Halsen verschlungen, in 
den beiden anderen Feldern quer durchlaufende Sparren. Ueber dem 
Schilde stehen zwei offene Holme mit Kronen, auf jenem rechts ein 
mit Kleeblätterli bestreuter Flug, auf jenem links die beiden Drachen- 
köpfe, deren jeder eine Krone auf dem Horn trägt. Der Schild ist 
mit einer Kette umgeben, und als Kleinod hängt die auf dem Halb- 
monde sitzende hl. Maria mit einem Schwerte in der Bandsehleife dar- 
unter. Rechts an der IIelnulecke ist eine Art von Ordenskette aus 
verschlungenen S, woran ein an zwei Ketten befestigter Löwe hängt. 
Gegenüber ist eine Kette aus runden Flaschen mit einem hängenden 
Greife. Ausserhalb der Einiassungslinie steht oben in beweglichen 
Lettern: ,.Arma stronut" Militis Flo-riani Watdaulf." Auf anderen Exem- 
plaren ist diese Ueber-Schrift deutsch: "Erbliclw Wappen Herr Florian 
Walttauff." Dieses Blatt findet man im ersten Drucke mit deutscher 
Aufschrift in dem Werke: Das _puch der himllischen (Jffenbarung der 
hl. Brigitte etc. Nürnberg, Koberger 1502, fol. Auf der Rückseite des 
Titels sind die fünf kaiserlichen Wappenschilde, B. N0. 158. 
163) Die fünf kaiserlichen Wappenschilde von der Kette des Or- 
dens des goldenen Vliesses umzogen, und mit der Inschrift: Insignia 
Regie Majestatis. B. N0. 158. H. N0. 2118. H. 8 Z. 7L. Br. 5Z. 7 L. 
 Ueber dieses Blatt herrschen irrige Angaben. Heinecke sagt, das 
kaiserliche Wappen finde man in der lateinischen Ausgabe von Düreids 
Messkunst, und Heller möchte es in dessen Werk über die Befestigungs- 
kunst von 1527 suchen. Allein das Wappen ist in dem N0. 162 er- 
wähnten Buche der himmlischen Oiienbarung' der hl. Brigitta von 1502 
zu finden, auf der Rückseite des Titels abgedruckt. Im ersten Drucke 
ist in der rechten oberen Ecke ansserhalb der Einfassungslinie die 
Seitenzahl fol. II. und die Signatur a II. Im späteren Drucke ist 
rechts oben das Zeichen Dürer's mit der Jahrzahl 1514. Bartsch 
nimmt Exemplare dieser Art für die ersten.  Die Zeichnung zu 
diesem römisch- königlichen, und dem Waldauffkchen Wappen ist 
sicher von Dürer, und nicht unwahrscheinlich auch der Schnitt. Beide 
sind von demselben Gosse. 
164) Das Wappen des Albrecht Dürer, B. N0. 160.  In A Treu- 
tise o-n Wood Engraving  by J. Jackson (und Chatto). London 1839, 
_gr. 8., ist eine kleine Uopie. H. 3 Z. 1 L. Br. 2 Z. 4 L. 
Diirexßs 
Alphabet. 
165) Das Alphabet mit Kiuderfiguren, in grossen Initial- 
Buchstaben bestehend, und 1521 gefertiget. Jeder dieser Buchstaben 
befindet sich innerhalb eines 2 Z. 1 L. hohen und breiten Viereckes, 
und ist l Z. 7'] L. hoch. Neben und hinter jedem Buchstaben sind 
mehr oder wenigczer Figuren und Verzierungen angebracht, und der Grund 
ist durchgehends schwarz. In den ersten, höchst seltenen Abdrücken 
ist auf der RüclflseiteHkcixl  Die Beschreibung dieses Alphabätes 
verdanken wir em errn   Berner mittlerweile floss aber ie- 
selbe Quelle auch meinem Freunde, Herrd R. Weigel in Leipzig, welcher 
in Dr. Naumanifs Archiv für die zcichnenden Künste, zweiter Jahr- 
gang III. S. 213, die Buchstaben aufzählt, und Bemerkungen darüber 
gibt. Bei der Beschreibung der Initialen werden wir auch auf die 
Facsimiles in WeigePs Prachtwerk: Holzschnitte berühmter rlfeistcr. Eine 
Auswahl von schönen, charakteristischen und seltenen Original- Form- 
schnitten (m, aufmerksam machen. Zugleich aber sei bemerkt, dass
        

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