Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1548261
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DÜRER. 
350. 
152) Albrecht Dürer im Brustbilde. B. N0. 156. H. 10 Z. 8 L. 
Br. 9 Z. 4 L.  In A Treatise on Wood-Engraving- by J. Jackson (und 
Chalto). London 1839 , gr. 8., ist eine kleine Copie nach dem vierten 
Abdrucke, da. man oben im Wappen die Jahrzahl 1527 sieht. H. 3Z. 
5 L. Br. 2 Z. 11 L. Vgl. oben S. 173. 
W a p p e n. 
153) Das WVappen der Stadt Nürnberg, oder vielmehr das kaiser- 
liche Wappen von zwei geflügelten Engeln gehalten. Jener zur Linken 
hält das Nürnberger Wappen mit dem Jungfern-Adler, der zur Rechten 
einen Schild mit dem halben Adler vor sich. Oben sitzen zwei weib- 
liche Figuren, und in der Mitte steht auf dem Täfelchen: SANCTA l 
IVSTIOIA l 1521. B. N0.162. H. No.1942. H. 9 Z. 1 L. Br. 6 Z. 
3 L.  Dieses Blatt kommt bekanntlich in: Reformation der Saat Nü- 
remberg. Nürnberg, F. Peypus 1522, fol., vor. Die Jahrzahl 1521 auf 
der Tafel verleitete wohl Panzer, eine Ausgabe von 1521 anzunehmen, 
welche sich aber noch nicht vorgefunden hat. Bartsch legt das Blatt 
dem Dürer bei, will es aber damit nicht für Originalschnitt erklären. 
Der Formschneider dürfte nach anderen H. S. Beham seyn, welcher 
selbst die Zeichnung geliefert haben könnte. Im alten Drucke hat das 
Papier das Wasserzeichen des Ochsenkopfes mit dem Caduceus, auf 
welches auch Kupferplatten von Dürer gedruckt wurden. 
154) Das Wappen des Christoph Scheurl, ein Schild mit drei Ster- 
nen im gebundenen Kreuze, und mit lateinischen Umschrifteil, wovon die 
unterste lautet: Liber Christaphori Scheurli. Im Gevierte 4 Z. 3 L.  
Dieses von Heller und Bartsch nicht erwähnte Blatt könnte eben so 
wohl nach Dürer gefertiget seyn, als das von Bartsch No. 164 erwähnte 
Wappen der Scheurl und Geuder, oder nach Heller N0. 1943 des Al- 
bert von Scheurl und der Anna. Zinglin. Christoph Scheurl, welcher 
1519 starb, bediente sich dieses Wappens als Bibliothekzeichen. Albert 
Scheurl heirathete 1513 die Anna Zingl. Ohristoplüs Wappen wäre dem- 
nach früher gefertiget, als das Doppelwalapen der Scheurl und Zingl. 
155) Das NVappen des Hector Pömer mit den Schilden seiner Ahnen. 
B. No. 163. H. 11 Z. Br. 7 Z. 3 L.  Die Platte besass in letzterer 
Zeit Dr. F. Campe in Nürnberg, und dieser liess sie 1840 zum Dürer- 
feste abdrucken. Die alten Abdrücke kommen in den Büchern aus der 
Bibliothek des H. Pömer vor. In der v. Derschaiüschen Kunstsamm- 
lung und Bibliothek waren fast alle Schriften des Erasmus von Retter- 
dam, und in jedem Buche ist im Innern des Deckels das Wappen 
eingeklebt. 
156) Das Wappen des Johannes de Revelles, Bischofs von Vienne. 
B. App. N0. 55. H. N0. 2143. H. 16 Z. Br. 12 Z.  Dieses Wappen 
wird zuerst in einem alten Verzeichnisse im Besitze KnorNs dem Al- 
brecht Dürer zugeschrieben, von welchem es aber nicht herrührt. Man 
tindet dasselbe zuweilen in dem Werke: Praeclara Ferdinandi Cortesi-i 
de nova maris oceani Hispania narratio, Carola Rom. Impemtori trans- 
missa per Saguorgranum. Noriberge impensis F. Peypus MDXXIV., fol. 
Dieses Werk ist dem Bischof von Vienne dedieirt.  
157) Das Wappen des Hartmann Schedel mit dem Mohren. H. N0. 2145. 
Angeblich 5 Z. hoch, und  L. breit.  Heller zeigt dieses Wappen 
unter den zweifelhaften Blättern an, wahrscheinlich nach Knorr und 
Heinecke (N. N. S. 211 No.13). Das alte Wappen Schedells enthält 
nach Börner allerdings das Brustbild eines Mohren im Schilde, so wie 
einen Stechhelm auf diesem, und zwischen den beiden Büffelhörnern 
ist ein zweites Brustbild des Mohren. Im Jahre 1546 wurde dem 
Martin Schedel vom Kaiser Gar] V. das alte Wappen aufgebessert, in-
        

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