Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1548164
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DÜRER. 
350. 
Tode des Kaisers wurden Aenderungen getroffen, worauf das Titelblatt 
mit der Todesanzeige, und das Blatt mit dem Catafalke deutet. Zwischen 
1519 und 1559 erfolgten noch andere Ausgaben, und 1559 erschienen 
bei R. Hofhalter in Wien (lie vollständigen Exemplare, welche zu einem 
Buche geordnet sind. A. von Bartsch hat das Verdienst, die alten 
Platten zu einer neuen Ausgabe verwendet zu haben.  Der grösste 
Theil der Blätter dieses Werkes dürfte von H. Rösch seyn. Original- 
formschnitte sind nach Weigel N0. 1, 13 u. 21. 
122) Der Triumphwagen des Kaisers Maximilian I. in acht Blättern, 
B.N0. 139. H. 17 Z. Br. 85 Z. Heller macht N0.1913 auf die Copie 
in Kupferstich aufmerksam, welche in Imhof's Theatrnm Virtutis et 
Honoris 1608 vorkommt, so wie No.1914 auf eine kleine Copie, welche 
für ein anderes Buch gestochen wurde. Ueber eine höchst seltene, 
weder von Bartsch noch von Heller gekannte Holzschnitt-Copie haben 
wir durch Herrn J. A. Börner genauere Kunde, als in Müller's Ver- 
zeichniss von Nürnbergischen topographisch-historischen Kupferstichen 
und Holzschnitten sie gegeben ist. Auf dem letzten Blatte dieser C0- 
pie steht: Der herrliche Triumpff- l Wagen, Kaiser Maximiliani dass 
Ersten l dies Namens. l Durch Hannss Guldenmund zu Nürnbergk, l Aio 
Domini 1529. Diese Copie veranstaltete Guldenmuntl bald nach Dü- 
rer's Tod, da aber letzterer ein kaiserliches Privilegium hatte, so stellte 
Frau Agnes Dürer Klage wegen des Nachdruckes. Aus archivalischen 
Akten geht hervor, dass der Rath von Nürnberg den H. Guldenmund 
zur Zahlung von 100 Gulden an die Wittwe Dürer verurtheilt habe. 
Diese Entschädigung musste wahrscheinlich für die wenigen verkauften 
Exemplare geleistet werden, und die Platten dürften vernichtet worden 
seyn. Daraus nun würde sich die ausserordentliche Seltenheit der 
GuldenmuncPschen Copie erklären.  Eine zweite, schöne und seltene 
Copie ist wahrscheinlich von Cornel Liefrinck. Bartsch, Heller u. A. 
halten sie für die vierte Ausgabe des Originals, Direktor Schorn (Kunst- 
blatt 1830, S. 108 N0. 27) erkannte sie aber zuerst als Copie. Die 
acht Blätter sind in der Grösse des Originals, und nicht mit Buch- 
staben, wie dieses, sondern mit Nummern versehen. Die Ueberschrift 
lautet: Tr-iumphalis Hic Currus ad Honorem Invictiss. Ac. Gloriosissimi 
Principis D. Mawimiliani Caesaris Semper Augusti concinnatus est, ac per 
Albertum Durer Delineatus. Auf dem letzten Blatte: Impressus es: eur- 
cus iste Amstelrodami per Harmannum Allardi Koster, et Davidem de 
Meyne. Anno 1609. Mit dieser Adresse ist aber die zweite Ausgabe 
versehen. Auf dem letzten Blatte der ersten steht: Impressus es! Cur- 
rus iste Antverpiae per Viduam Cornelis Liefrinck Anno 154-5. Es ist 
wohl nicht anzunehmen, dass später die Platten des Hans Guldenmnnd 
nach Antwerpen gekommen seien.  Im Jahre 1831 copirte August 
Küntzel den Thdumphwagen mit der Feder auf Stein: Sechs der schön- 
sten und seltensten Holzschnitte von A. Dürer. "Berlin 1882, gr. fol. 
123) Kaiser Maximilian umgeben von seinen lehenspflichtigen Für- 
sten, Grafen und Baronen. Mit dem Zeichen und der Jahrzahl 1501, 
fol.  Dieses Blatt wird dem A. Dürer zugeschrieben, es scheint aber 
nur im späteren Drucke mit dessen Monogramm versehen worden zu 
seyn. Es ist wahrscheinlich von demFormschneider Anton von Frank- 
furt, mit dessen Namen ein späteres Blatt bezeichnet ist, welches den 
Kaiser mit seinem Gefolge in der Kirche vorstellt. Oben steht: Ein 
hüpsch sprach von Kaiser Maximilian 1519. Unten ist nun dieser Spruch 
aufgedruckt: Kaiser Maximilian l Dein lob ich nit auss sprechen kann 
etc. etc. Antony Formschneider zu Frankfordt, fol. 
124) Die Belagerung einer Stadt, und brennende Dörfer in der 
Ferne. In zwei Blättern mit Dürerls Zeichen und der Jahrzahl1527.
        

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