Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1547914
DÜRER. 
350. 
173 
Monogrammen auf llolzschuitten. 
Ueber die xylogrzßphischen Blätter 
 dieses Meisters a en wir im All- 
 gemeinen bereits in der Einleitung 
l zu diesem Artikel gesprochen, und 
{l daher machen wir hiefr zuligäehst auf 
V w f?  die Monogrammen an mer sam, wel- 
' f N  ehe sich auf den Holzselinitten be- 
ß im.  finden. Die hier beigefügten Zeichen 
   gelten aber nur als facsimilirte Re- 
   prasentanten, theils auf Originalen, 
D  theils auf Copien. Die unten fol- 
 genden Zeichen wiederholen sich in 
 ihrer Grundform, indem sie grösser 
  oder kleiner, in gerader oder schie- 
ä   fer Stellung, auch auf einem Tafel- 
  chen, mit und ohne Jahrzahl vor- 
  kommen. Was noch weiter zu sagen 
ilst, äolgä um? iindeä Erklärung 
(er eic en, aiin in en sie an- 
schliessenden Zusätzen zu den Werken von Bartsch und Heller. 
Darunter ist N0. 131 auch der älteste Holzschnitt des Meisters von 
1497 beschrieben, die Ritter in einer Landschaft von Todtengerippen 
überfallen. Dieses Blatt trägt Dürer's Monogramm, welches wir aber 
nicht facsiniiliren konnten, da das Exemplar, welches in der k. Samm- 
lung zu Stuttgart aufbewahrt wird, für ein Uiiicum zu gelten scheint, 
und wir es nicht gesehen haben. 
Das Wappen des Albrecht Dürer malg lhieikobenändsteheiä 
da es überdiess auch noch das Monogranim eiit at. s be n et sie 
links oben auf dem Blatte, welches das Bildniss des Meisters in älteren 
Jahren mit abgeschnittenen Haaren gibt, B. No. 156. Der Schild ist 
aus Dürer's gestochenem Wappen von 1523 entnommen, B. N0. 160. 
Die Jahrzahl 1527 im obigen Schilde ist aber nur in Exemplaren vierter 
Art, im ersten, zweiten und dritten Drucke fehlt _sie._ Ideller gibt 
N0. 1955 die Kennzeichen an, durch welche man die Oopie mit der 
Jahrzahl1527 von dem vierten Abdrucke des Originals erkennen kann. 
Das obige Wappen mit der Jahrzahl ist nach dem Originalsehnitte ge- 
nau copirt. Das sicherste Kennzeichen ist aber die Beschädigung der 
Platte bei der Nase des Bildnisses, wovon in der Copie keine Spur zu 
bemerken ist. Uebrigens können wir nicht genau bestimmen, ob der 
Platteiiriss beim vierten Drucke gleich anfangs entstand, oder 0b der 
Schaden früher oder später eintrat. Die Exemplare, welche wir sahen, 
zeigten alle die Beschädigung bei der Nase des Bildnisses. 
l. In die Tiefe geschnitten findet man dieses Zeichen 
Ä auf einem Blatte, welches den Heiland im Mantel vorstellt, 
1 wie er von Pilatus dem Volke gezeigt wird. Halbe Figuren. 
D H. 12 Z. Br. 9 Z. 2 L.  Bartsch beschreibt dieses Blatt 
im Appendix N0. 5, und scheint nicht zu glauben, dass 
die Zeichnung von Dürer herrühre; allein es lag ihm nur 
eine gegenseitige Copie vor, in welcher Pilatus rechts steht, und das 
Monogramm, wie gegeben, weiss erscheint, während es im Originale 
schwarz absticht, also hoch geschnitten ist. Bartsch kannte auch nur 
Abdrücke in Helldunkel von zwei Platten, welche aus späterer Zeit 
stammen, und keinen vortheilliaften Begriff von Durer's Kunst geben, 
Besser sind die schwarzen Abdrücke der Copie, doch kommen auch
        

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