Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1547896
DÜRER. 
350. 
171 
42) Der Fahnenträger, B. No. 87. H. 4 Z. 4 L. Br. 2 Z. 8 L.- 
Heller N0. 978 H. kennt Copien von L. Hopfer, H. Wierx, und eine 
mit S. ALEXANDRI bezeichnete Nachbildung. Aelter als diese ist 
eine solche mit Dürezfs Zeichen, doch nicht so täuschend, dass sie 
nicht sogleich erkannt werden könnte. Der Copist konnte dem Origi- 
nale nicht so sicher folgen. 
43) Der Spaziergang, oder der Herr und die Dame, auf welche 
der Tod lauert, B. 94. H. 7 Z. 2 L. Br. 4 Z. 3-6 L. Die alten, 
sehr klaren Abdrücke sind auf ein Papier gemacht, welches eine 
grosse Krone zum Wasserzeichen hat.  Eine moderne Gopie in Holz- 
schnitt ist bezeichnet: AH. Cabasson D. Man Endet sie in der Hi- 
stoire des Peintres de toutes les ecoles  Par Ch. le Blanc. Auch 
im Art- Journal 1851 ist ein Abdruck. 
44) Der Koch und die Köchin, auch Mahomed und seine Frau 
genannt, B. N0. 84. H. 4 Z. 1 L. Br. 2 Z. 10 L.  Die aus Dürer's 
Zeit stammenden Abdrücke auf feines und festes Papier sind iiusserst 
kräftig, und zeigen an den schwarzesten Stellen Plattengrat, welcher 
aber schon früh abgenutzt wurde.  
45) Das grosse weisse Pferd 1505, B. N0. 97. H. 6 Z. 2 L. 
Br. 4 Z. 5 L.  Eine moderne Copie in Holzschnitt von Tamissier 
findet man in der Histoire des Peintres de toutcs les ecoles  Par 
Oh. le Blanc, 1850. Auch im Art- Journal 1851 ist ein Abdruck. 
B i l d n i s s e. 
46) Der kleine Gardinal-Erzbischof von Mainz en face, B.N0. 102. 
H. mit dem unteren Querabschnitte 5 Z. 5.L. Br. 3 Z. 9 L.  Dieses 
Bildniss ist im Allgemeinen sehr selten, fast einzig aber der Abdruck 
auf Atlas in der k. k. Sammlung zu Wien. Wir sahen überdiess einen 
Abdruck auf das schon öfter erwähnte köstliche Papier mit dem Wasser- 
zeichen des Kruges, welcher ebenfalls unter Dürer's Händen hervor- 
ging. Die wenigen anderen Exemplare haben bekanntlich auf der Rück- 
seite den gedruckten Titel des sehr seltenen Heiligthumsbuehes der Stifts- 
kirche zu St. Moriz und Maria Magdalena zu Halle 1520. Bartsch, 
P. gr. VII. p. 277, und nach ihm Heller, L. Cranach N0.4 [31] be- 
hauptet, dass Lucas Cranach dieses Bildniss copirt habe, allein die 
Blätter der genannten Meister gleichen sich nicht, und Bartsch und 
Heller müssen eines davon nicht gesehen haben. Vgl. Schuchardt, Lu- 
cas Granach II. S. 189.  Im köstlichen Drucke wurde das Exemplar 
der Ackermanmschen Sammlung 1853 mit 33 Thlr. bezahlt.  Es gibt 
auch eine von Heller nicht erwähnte neue Oopie mit dem Titel des 
Heiligthumsbuches , fol. 
47) Der grosse Cardinal Albert von Mainz im Profil, B. N0. 103. 
H. ohne Inschrift 5 Z. Br. 4 Z. 10V2 L.  Dieses Blatt ist im alten, 
kräftigen und harmonischen Drucke sehr selten. Das Papier hat das 
Wasserzeichen mit Krone und Lilien, und wenn dieses fehlt, erkennt 
man es an der Feinheit und Festigkeit, und an den 1 Z. 3 L. absteh- 
enden Rippen. Von gleicher Vortrefflichkeit ist aber auch das Papier 
mit dem Kruge. Im k. Cabinet zu Berlin ist ein Abdruck auf Atlas, 
und ein zweiter Druck dieser Art ging 1853 aus der Ackermanmschen 
Sammlung für 6 Thlr. weg. Dieses Exemplar muss aber des geringen 
Preises wegen nicht entsprochen haben, da andere Blätter in alten 
Abdriicken zu enormen Preisen weggingen. 
48) Erasmus von Rotterdam 1526. B. 107. H. 3 Z. 3 L. Br. 7 Z, 
3 L.  Dieses schöne Bildniss liess Dürer auf das Papier mit Krone 
und Lilien drucken. Exemplare dieser Art sind äilsserst kräftig, aber
        

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