Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1547819
DÜRER. 
350. 
163 
Linien, das I rechts steht unten an der Einfassungslinie auf; der 
Schattenstrich an der Schulter des Soldaten bildeßkeincn Hacken. Die 
Zehen am Fusse des Christus sind alle deutlich angegeben, beim Jo- 
hannes wie im Original gestaltet. 
Copie B. Sie ist weniger täuschend als die vorhergehende, hat 
keinen ausgefahrnen Strich auf der Seite rechts des Einiassungskreises, 
welcher sich beim Original und der Copic A. vorfindet. Das Täfelchen 
hat oben drei Einfassungslinien, und das N der Inschrift steht etwas 
höher als das verkehrte R. An der Schulter des Soldaten ist gar kein 
Schattenstrich, der Fuss des Johannes hat regelmässige Zehen. 
Copie C. Sie ist von Hieronymus Wierx, unten mit IHW be- 
zeichnet. Die Inschrift in der Tafel (INRI) ist von der Linken zur 
Rechten geschrieben. 
Copie D. Sie ist sehr steif in der Zeichnung, verfehlt in den 
Charakteren. Die Schraffirung ist sehr eng, und von sehr feinen Stri- 
chen. Die Inschrift wie oben.  
Erste Copie von Carl Kappes, Kupferstecher zu Frankfurt 
am Main, im Jahre 1842 gestochen. Sie ist dem Originale fast täuschend 
nachgebildet, und hat oben am Täfelchen drei Einfassungslinien. Das 
I der Inschrift steht aber etwas tiefer als die anderen Buchstaben. 
An der Schulter des Soldaten befindet sich kein Schattenstrich. Die 
Füsse des Christus und Johannes sind regelrecht gezeichnet, und be- 
sonders schön ist der des Johannes. Diese Platte kam in den Besitz 
des verstorbenen Rath Schlosser, und fand verschiedene Verwendungen. 
Zweite Copie von Carl Kappes. Sie ist weniger täuschend 
als die erste. Das I rechts steht auf gleicher Linie mit den übrigen 
Buchstaben. Der Fuss des Johannes ist weniger gut gezeichnet, indem 
die grosse Zehe parallel mit den übrigen läuft, statt dass sie sich etwas 
erheben sollte, wie diess in der ersten Platte der Fall ist. Den Stich 
fertigte Kappcs im Jahre 1847 für die PrestePsche Kunsthandlung in 
Frankfurt, und er ist am unteren Rande „C. Kappes so." bezeichnet. 
Andere Copien erwähnt Heller. Früher als die von Kappes ist 
jene des Kupferstechers Carlo Lasinio sen., welche er im 70. Jahre 
gefertiget hat. Sie wird von Heller nicht erwähnt. 
Im Jahre 1854 erschien eine photographische Nachbildung von 
Löcherer in München. Sie gehört in die Sammlung des Inspektors 
Robert Brulliot, welche dieser nach seltenen Blättern des k. Kupferstich- 
Cabinets in München veranstaltete. 
14) Die Passion, Original-Folge von 16' Blättern, B. N0. 3-18. 
H. 4 Z. 4 L. Br. 2 Z. 9 L.- Die ältesten Abdrücke dieser meister- 
haften Blätter sind auf feines, aber sehr festes, ganz leicht in's Blau- 
liche gehendes Papier gefertiget. Es ist jenes gerippte, auch mit dem 
Wasserzeichen des Kruges versehene Papier, auf welches wir unter 
N0. l u. 3 aufmerksam gemacht haben. Die Farbe ist ausserordentlich 
kräftig und klar, geht aber nicht in's Glänzende. Der Rand scheint 
ursprünglich nicht zwei Zoll breit gewesen zu seyn, da Dürer mit diesem 
köstlichen Papier sparsam nmging. Das Wasserzeichen dürfte daher in 
diesen Segmenten selten vorkommen.  Im Jahre 1847 ging in Arndt's 
Auktion ein vorzügliches Exemplar für 71 Thlr. weg, jenes aus Acker- 
mann's Sammlung galt 1853 67 Thlr. Diese Preise wurden früher nie 
erzielt, da jetzt auch der Papierrand in den Kauf zu gehen scheint. 
Ausgezeichnete Abdrücke werthet Weigel auf 32 Thlr., wobei freilich 
nur Dürer's Kunst in Anschlag kommt, nicht der Papierfahrikant. 
15) Die Passion. Copie von Martin Bota nach den Holzschnitten der 
sogenannten kleinen Passion, B. N0. 16-52. Heller kam mit dieser
        

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