Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1547798
DÜRER. 
350. 
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dieses Blatt von Caylus herrühre, es gehört aber einer früheren Pe- 
riode an. 
5) Die Maria mit der Birne .151'l, B. N0. 41: H. 5 Z. 11 L. 
Br. 4 Z.  Heller N0. 622-627 beschreibt mehrere Copien dieses Blattes, 
fast ganz unbekannt ist aber die gegenseitige Copie des Marc Anton, 
wo Maria links am Fusse des Baumes sitzt, statt rechts, wie im Ori- 
ginale. Oben im Tafelchen steht die Jahrzahl 1513, während Dürer's 
Blatt von 1511 ist. H. 5 Z. 9 L. Br. 3 Z. 11 L. 
6) Die liiaria mit dem gewickelten Kinde 1520, B. N0. 38. H. 
5 Z.2L. Br. 3 Z. 6 L.  Heller N0. 586 if. beschreibt 13 C-opien von 
diesem lieblichen Blatte, eine der besten aber, jene des Alexander Mair 
entging ihm, und anderen Chalcologen. Diese Gopie ist an dem 
Zeichen Mair's zu erkennen. 
7) Die hl. Familie mit dem Sclnnetterling, B. 44. (S. oben die Hin- 
weisung auf Dürer's Monogramme S. 157 N0. 18.) 
8) Die Gefangennehmuiig des Heilandes, die Darstellung aus der 
kleinen Passion, B. N0. 5. H." 4 Z. 4 L. Br. 2 Z. 9 L.  Man hat 
von diesem Blatte eine sehr seltene gegenseitige Copie, in welcher 
St. Petrus rechts den Malchus schlagt. Sie tragt Dürer's Zeichen mit 
der Jahrzahl 1508„rechts unten ist aber das Monogramm des Math. 
Quad beigefügt. 
9) Die Dornenkrönung, oder das Ecce I-Iomo von 1512, B.N0. 10. 
H. 4 Z. 4 L. Br. 2 Z. 9 L.  Es gibt eine gegenseitige, Heller un- 
bekannte Copie mit Düreris Monogramm, und der Jahrzahl 1512. Das 
D im A ist aber umgekehrt. H. 2 Z. 3 L. Br. 1 Z. 5 L. 
10) Der leidende Heiland mit der Dornenkrone, sitzend, wie er mit 
der Rechten Geissel und Ruthe halt von 1510 und 1515. H. N0. 461, 
B. N0. 22. (S. oben Hinweisung auf die Monogrammen S. 158 N0. 21.) 
11) Christus am Kreuze, von einer unvollendeten Platte Dürer's. 
Der Heiland ist von vorn zu sehen, und den Stamm des Kreuzes um- 
fasst Magdalena. Links steht Maria mit fünf Frauen, und rechts Jo- 
hannes neben Longinus. In den Wolken sieht man einige Engelsköpfe, 
im Grunde Jerusalem, und alles dieses ist nur in leichten Umrissen 
gestochen. Der übrige Raum bleibt weiss. H. 11 Z. 9 L. Br. 8 Z. 4 L. 
 Heller, Leben A. Dürer's II. 2. S. 638 N0. 2250, beschreibt diese 
Darstellung unter den Stichen nach Dürer, und glaubt, die Platte sei 
von einem neueren Künstler gestochen, welcher auf die Aussage Sand- 
rart's hin, dass A. Dürer ein grosses Oruciiix unvollendet hinterlassen 
habe, den Kunstfreunden ein solches nach einem Gemälde oder einer 
Zeichnung übermacht haben dürfte. Allein an der Richtigkeit der An- 
gabe Sandrarüs ist kaum zu zweifeln, nur sind die alten Abdrücke 
ausserst selten. Oefter kommt aber die Copie von Nussbiegel vor, 
welche, so wie das Original in einigen Abdrucksgatt-ungen vorhanden 
ist, nämlich ohne und mit Dürer's Zeichen, dann in Drücken, in welchen 
das Kleid der Maria, und der Todtenkopf mehr überarbeitet sind. Das 
Bild des Johannes, jenes des Reformators Dr. M. Luther, ist in Original- 
Zeichnung in der Sammlung des Herzogs Albert von Sa.chsen-Teschen 
Zu Wien, über nicht im Umrisse, sondern in köstlicher Vollendung. 
Eine Nachbildung dieser Zeichnung findet man im fünften Hefte der 
lithographirten Copien von Original-Handzeichnungen berühmter alter 
Meister aus der Sammlung des Erzherzogs Carl, und eine andere sehr 
schöne Copie in Holzschnitt gibt R. Weigel im deutschen Kunstblatt 
1850, N0. 38. Weigel ist der erste, welcher auf dieses Bildniss Lu- 
ther's aufmerksam macht, und findet es wahrscheinlich, dass Dürer den 
Kopf nach der Natur für eine Schaumünze gezeichnet habe. Demnach
        

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