Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1547677
ACR- 
 ACV. 
345 
349. 
149 
Johannes neben ihm. Um das Haupt des Jesusknaben zieht sich eine 
Glorie, um jenes des Johannes eine einfache Aureole. Das Zeichen 
bemerkt man links unten im schmalen Rande mit der Schrift: jo so'n 
del tempo 1632. H. 2 Z. 3 L. Br. 1 Z. 9 L. 
346. Raimund Faltz, Medailleur von Stockholm, welcher durch 
seine Medaillen und Münzgepräge ausgezeichneten Ruf erwarb, 
ß, und um 1703 starb, soll nach Lochner des gegebenen Zeichens 
sich bedient haben. Es passt aber, wenn genau copirt, auf diesen 
Künstler nicht, da das Monogramm aus den Buchstaben ACS zu be- 
stehen scheint, und man das R nicht wohl herausfinden kann. Vgl. 
Sammlung berühmter hiedailleurs und Münzmeister nebst ihren Zeichen. 
Nürnberg 1778 S. 6 N0. 7. 
347. Unbekannter italienischer KllpfßfStßßhßf, welcher um 1760 
J z, w  1770 für Buchhändler arbeitete. Die gegebenen Initialen findet 
   man auf Blättern des folgenden Werkes: Felsina pittrice, Vite 
dei Pittori Bolognesi. Roma 1769, 4. Er stach Bildnisse, und für den 
dritten Band das Wappen von Sardinien. 
Auf Blättern der Iconologia del Cav. Cesare Ripa dzc. Perugia 
1764, gr. 4., zeichnete ein Stecher: AC inc. Diess ist wahrscheinlich 
derselbe Künstler, da der Buchstabe S "sculpsit" bedeuten dürfte. 
348. Johann Garl V01! Till, wurde nach Doppelniair 1624 zu Nürn- 
 . berg geboren. Um 1644 war er aber bereits in Rom, wo er 
E X in diesem Jahre nach der Zeichnung von M. Merian das sel- 
, tene Bildniss des Ferdinand Talienschger radirte, welches 
einen fertigen Künstler beurkundet. Sandrart sagt, dass J. C. von Till 
Vögel und Früchte in Oel und Miniatur gemalt, und Bildnisse radirt 
habe. Wir haben aber im Künstler-Lexicon XVIII. S. 483 auch andere 
Darstellungen beschrieben, so dass Sandrart nicht genau unterrichtet 
war. Auf den meisten der 9 verzeichneten Blätter stehen obige Mono- 
grammen, nur das Bildniss des F. Talienschger, und des Christoph 
Tucher von Simmelsdorf sind mit dem Namen des Künstlers versehen. 
Möglicher Weise war dem J. von Sandrart das Zeichen unbekannt. Es 
wurde ja auch noch in späterer Zeit auf einen unbekannten J. C. Voe- 
derer erklärt. J. C. von Till soll 1676 gestorben seyn. 
Die radirten Blätter dieses Meisters sind schön und selten. Das 
Monogramm hat theils den Beisatz fecit, theils in et fe. Ausser den 
beiden oben genannten Bildnissen haben wir im Künstler-Lexicon auch 
die kleinen Büsten eines llrIannes und einer jungen Dame, dann die 
Blätter mit St. Hieronymus in der Wüste, dem Evangelisten Johannes, 
dem Ritter mit der Dame, und der Ansicht von Wolfenbüttel beschrieben. 
Hier bemerken wir noch, dass die beiden Büsten ein Unbekannter 
J. F. J. copirt habe. Von dem Blatte mit St. Hieronymus kennt Bürner 
zweierlei Abdrücke. Im ersten ist die Figur des Heiligen lichter in den 
Schattenparthien, das Felsenstück aber ist ganz egal mit dem Stichel 
überarbeitet. Im zweiten Drucke sind die lichten Parthien des Körpers 
mit dem Stiehel schrafürt, der Felsen aber, auf welchem der Heilige 
sitzt, ist ganz beleuchtet, so dass er hervortritt. Es wurden indessen 
noch andere Aenderungen vorgenommen. 
349- Abraham van Guylenburgh, oder Kuilenbnrg, Maler von Ut- 
recht, war in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts thätig. 
Das gegebene Zeichen findet man auf Gemälden des Künstlers. 
Er malte in der Weise des C. Poelenburg, aber nicht so de- 
licat, wiejieser Meister. Die Figurenstadage ist grösser, und von ge- 
Monogrammlslen. 15
        

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