Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1547656
ACLO 
 ACM. 
3361 
147 
findet. Hier haben wir es mit Holzschnitten in Helldunkel zu thun, 
welche Andrea Andreani von 1591-93 in Siena nach Casolanils Zeich- 
nungen ausgeführt hatte, und zwar fünf Blätter, deren Inhalt wir im 
Artikel Andreanrs No. 86 genannt haben, da es nöthig schien, einen 
"Abriss der Thätigkeit jenes Meisters zu geben. Auf diesen Holzschnitten 
findet man die beiden ersten Zeichen, welche „Alessandro Casolani In- 
ventor" bedeuten. Am Schnitte hat Casolani wohl keinen Antheil, so 
dass das I nicht "Intaglio" zu lesen ist. Man findet indessen ein ovales 
Blatt mit der Madonna, dem Kinde und Johannes nach Parmegianws 
Helldunkcl copirt. Dieses Blatt ist vielleicht als Versuch des Künst- 
lers in der Technik auf Holz zu betrachten. Dann findet man auch 
ein Blatt mit dem Zeichen ohne I, welches die Magdalena vorstellt, 
Helldunkcl von drei Platten. Es liegt eine Sibylle nach Rafael zu 
Grunde, geschnitten von Hugo da Carpi, B. N0. 6. Diese Sibylle wurde 
zur Magdalena gestempelt, wobei das den Grund bildende Zimmer die 
Höhle machen musste. Neben der Vase steht das Zeichen, und unten 
liest man: S. Maria Magdalena ora pro nobis. Bartsch kennt dieses 
seltene Blatt nicht. H. 10 Z. 4 L. Br. 7 Z. 8 L. 
Casolani wollte nur heilige Darstellungen malen, blieb aber in der 
Behandlung seiner Steife weniger consequcnt, da er sich in jeder Ma- 
nier versuchte. Im Ganzen aber erkennt man den Schüler des C. Ron- 
calli. Mehrere seiner Bilder wurden gestochen; darunter das schöne 
Gemälde mit der Anbetung der Hirten in der Servitenkirche zu Siena 
von G. Zecchi und von M. Zignani, gr. fol. Dom. Custos stach die 
Madonna mit dem Kinde und St. Nicolaus, fol. 
336. A, Clou steht auf Bildnissen von Künstlern in P. Bel- 
d 4 G, l E lori's Vite de Pittori dzc. moderne. Roma 1672, 
im   Owe so"? 4. Diese Bildnisse sind von Albert 0101101; oder 
Glouwet gestochen. Er wurde 1624 in Antwerpen geboren, und von 
C. Bloemaert unterrichtet, welchem er aber nicht gleichkam. 
 Alexander Casolanus Piotor Senensis Invenit zu lesen, steht 
dieses Zeichen auf einem Blatte, welches die 
hl. Jungfrau mit einem Bischofe darstellt, und 
PS von dem Meister LKF, d. i. von Lukas Kilian 
' au" in Augsburg gestochen wurde. Diess ist wahr- 
scheinlich dieselbe Darstellung, welche auch Dom. Custos gestochen 
hat, fol. Es dürfte der Holzschnitt des Andrea Andreani zu Grunde 
liegen, welchen dieser Meister nach Casolani in Helldunkcl ausge- 
führt hatte. 
Ueber A. Oasolani haben wir oben unter dem Monogramm ACL. 
N0. 335 ausführlich gehandelt. 
338. Unbekannter Meister, dessen Zeichen Frenzel, Catalog Stern- 
Q berg I. N0. 6188 gibt. Valerio Spada radirte nach ihm das Bild 
des hl. Cajetan. Auf diesem Blatte steht das Monogramm mit 
dem Beisatze imx, und: V. Spada rlel. Florent. 1659, fol.  Für 
diesen Monogrammisten haben wir keinen Namen. 
339. Giacomo Antonio Maniui, Maler und Radirer. geb. zu Bo- 
logna 1646, gest. 1732. Schüler des Andrea Monticelli und 
M Domenico Santi, gelangte er besonders als Architekturmaler zum 
Rufe, und ist im weiteren Kreise durch seine radirten Ansichten von 
Gebäuden, Ruinen dtc. bekannt. Sie bilden eine Folge von 16 Blättern 
unter dem Titel: Vedute delieiose dedicate ul merito singulare delfillust. 
Sig. G. G. Monti. Giacomo Am" Manini Inuen. e fece. Marc Antonio 
Fabbri forma in B01" 1676. H. 5 Z. Br. 4 Z. 8 L.
        

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