Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1547635
ACINV. 
331 
332. 
145 
er aus der früheren Lesart [verkehrtes F] 'I' C A combinirt, auf 
Hieronymus Campagnola deutet. Dieses Blatt, auf welches wir unter 
I-I C A zurückkommen, ist ganz in der Weise des oben genannten 
behandelt, und wird von A. v. Bartsch, P. gr. XIII. p. 170, dem Jnlius 
Campagnola zugeschrieben, welchem es aber nicht angehören kann. 
Ganz sicher ist nur, dass die Geburt Christi und die hl. Ottilia von 
einem und demselben Meister herrühren, und dieser mag auch Cam- 
pagnola heissen. 
Heinecke (Neue Nachrichten I. 361) legt das Blatt mit St. Ottilia 
einem unbekannten deutschen Meister zu. Christ (Monogn-Anzeige 
S. 80), welcher A. C. I. I. setzt, spricht von roh gearbeiteten Land- 
schaften in der Weise des Peter Cock mit diesen Buchstaben. Mit der 
Deutung ist er nicht einig, glaubt aber, man dürfe „Albertus Glocken- 
tou Inventor Incidebat" lesen. Dieser Schriftsteller nennt aber das Blatt 
mit St. Ottilia nicht. Landschaften mit den Buchstaben A. C. I. I im 
Täfelchen sind ebenfalls nicht bekannt, und somit bleibt Christ's An- 
gabe als unbegründet dahingestellt. 
F. v. Bartsch schreibt dem Hieronymus Campagnola ausser den 
Blättern mit St. Ottilia und der Geburt Christi auch noch eine ano- 
nyme Darstellung der Justitia zu, obgleich sie nach Passavant im Style 
von den genannten Blättern sehr verschieden ist. Doch sagt auch 
Bartsch, dass dieses Blatt nur in Etwas den anderen gleiche. Auf einen 
J. J. Campagnola verfiel A. Zanetti, Cabinet Cicognara p. 549 No.1469. 
Die Justitia (nicht St. Justina) erscheint als eine in der Nische 
stehende Frau. Sie fast mit der Linken ihr Gewand, und hält mit der 
anderen Hand eine Waage. Rechts an der Nische hängt ein Schwert 
über der brennenden Fackel, und auf der anderen Seite ist oben ein 
Medaillen mit einem männlichen Reliefkopf. H. 7Z. 11 L. Br. 5Z. 6 L. 
  I_  _ _ Annibale Garracci, und Jac ues Bill 
33l' A C I B _F oder Belly, theilen sich in dilese Buch! 
  staben. Man findet sie auf radirten 
Blättern, welche CarraccPs Gemälde der 
Gallerie Farnese reproduciren. Das Werk Belly's besteht in 32 Blat- 
tern, welche Robert-Dumesnil, P. gr. fr. IV. p. 2 E. beschreibt. Unter 
den Initialen I. B. F. werden wir auf J. Belly zurückkommen. Er 
war Maler, Schüler von Simon Vouet, und starb um 1641. 
 Marcantonio Bellavia, Maler und Radirer 
332   ' angeblich Schüler des Pietro da. Cortona: 
A_ C_ L N_ war zu Anfang des 17. Jahrhunderts in Rom 
thätig, er kommt aber nur durch Fälsch- 
A.   gngkzili den gegebenen Iiiiitiialen, indem der 
 pe u a ionsgeist seine a irun en zu Ar- 
und Wal XXXVIH" beiten des Annibale Carraccg Stempeln 
wollte. Bartsch P. gr. XX. p. 1 ff. beschreibt 52 Blätter, es ist aber 
damit das Verzeichniss nicht vollständig. Nach Mariette scheint es 
Vincenzo Belli gewesen zu seyn, welcher die Platten mit den Buch- 
staben A C. bezeichnete. Er veranstaltete eine neue Gesammtausgabe 
in zwei Folgen zu 25 und 26 Blättern mit Nummern. Auf dem ersten 
Blatte steht: Oper-e diverse di Annibale Cawacci. Si stampemo da Vin- 
cenzo Belli in Roma- alla chiesa nuova. Es stellt einen hl. Einsiedler 
im Gebete vor, und ist mit m I bezeichnet. Das erste Blatt der zwei- 
ten Folge zeigt Romulus und Remus als Knaben von dem Hirten Fau- 
stulus gefunden. Unten rechts steht: Si stampano da Vincenzo Belli 
alla chiesa nova Roma. MI. Diess ist das grösste und ausgeführteste 
Blatt des Künstlers, die Vorstellung kommt aber auch in einer klei-
        

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