Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1547565
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ACBD. 
309 
310. 
Bartsch, P. gr. XXI. p. 52, schreibt ein ahnlicläesänur verkelhrt 
stehendes Namcnszeichen dem G. B. Galestruzzi zu, iie aciruug a er 
hat mit den Blättern des letzteren nichts gemein. Sieeriiinert im 
Gegentheil an die Arbeiten des Annibale Oarracci, nur ist das Blatt 
mit St. Johannes etwas feiner behandelt als gewöhnlich. _Das Mono- 
gramm ist daher höchst wahrscheinlich: „Aniiibale Carraeci Bolognese" 
zu lesen. Schliesslich ist dieses Blatt eines A. Carracci vollkommen 
würdig. Man müsste es im Gegentheil zu dessen schonsten lNadel- 
werken zählen. 
309. Abraham, oder Arntüie Blllälä? läiesesvZeifhell iegäHeillßikff, 
Dict. des aitistes   4 em J. ico aus ce ruyii ei, 
 es ist aber zweifelhafupob es 7ihm aiigehöre, da der Künstler 
in der Regel mit einem aus NB oder NDB bestehenden Moiiogramine 
zeichnet. Auch das folgende, aus ACBD bestehende Monogramm wird 
ihm zugeschrieben, wir müssen aber ebenfalls unsern Zweifel aus- 
sprechen, denn das Zeichen passt eher auf Abraham de Bruyn, welcher 
sich 1577 in Cöln niederliess, und daselbst im hohen Alter starb._ Der 
Buchstabe C im Monogramme ist wohl Colomae, oderwColonzenszs zu 
deuten. Coloniensis nennt sich aber nur ein geborner Lolner, was mit 
Abraham de Bruyn nicht der Fall ist. Somit lronnte durch das Mono- 
gramm auch Arnt de Bruyn, derBruder des Jungeren Bartolomeus de 
Bruyn angedeutet seyu. Indessen nennt Heinecke kein Werk mit 
obigem Monogramme. 
310. Abraham de Bruyn, oder ein unbekannter Maler. Brulliot I. 
No. 102 schreibt das erste und das dritte 
 NX Zeichen dem Maler und Kupferstecher Ni- 
colaiis de Bruyn zu, mit der Bemerkung, 
' dass man sie auf Kupfersltichen naclä Gillels 
Coninxloo, David Viiiken ooms, un nac 
 P der eigenen Zeichnung des N. de Bruyn finde. 
Allein für diesen Meister wird das Zeichen auf den ersten Bliclr el- 
haft, da es aus dien BiIichstabentACBD besteht, wahrend Nic e 
Bru n mit NB, 0 er N B signir e.  
yDer Träger der gegebenen Monogrammeii muss also ein anderer 
seyn, ein Meister, nach welchem N. de Bruyn gestochen hat. Den Be- 
weis liefert ein grosses Blatt mit_dem zweiten Monogramine, welches 
uns Hr. Börner mitgetheilt hat. Dieser Kupferstich stellt die Anbetung 
der Könige vor, und unter dem Namenszeichen steht: Nzcolnes de Bruyn 
fecit. Assuerus a Londerseel ex. Links in einem zettelformigen Raum 
ist die Dedication: „Crispiaiio Passaeo, artis Chalcographicae CYLIROII 
eximio." Aus der Zusammenstellung des Monogramms mit dem lNameii 
des Nicolaus de Bruyn als des Stechers zeigt sich deutlich, dass von 
zwei Künstlern die Rede seyii muss. Wer ist aber der unbekannte 
Monogrammist ? Wir halten ihn für Eine Person mit_Abraham_de Bruyn, 
dem Vater des Nicolaus. Abraham liess sich 1577 in_Coln nieder, und 
starb daselbst in hohem Alter. Nicolaus de Bruyn blieb in Antwerpen, 
seiner Geburtsstadt, und da hatte er wahrscheinlich die Anbetung der 
Könige gestochen. Abraham de Bruyn müsste sich aber auf Gemalden 
eines anderen Zeichens bedient haben, als auf Kupferstichen, auf welchen 
das Monogramm nur aus den Buchstaben ADB. besteht. Sein Name 
lässt sich aber aus den obigen Monogrammen herausünden, beson- 
ders aus dem ersten, indem das C auf die Stadt Coln bezogen werden 
kann. Auch der Buchstabe L in den beiden anderen Zeichen musste 
daraus hervorgehen. Das 1 im zweiten Zeichen konnte Inventur be- 
deuten, wenn nicht der Punkt auf dem ersten Schenkel des D 111 dem
        

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