Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1547505
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299. 
welche dem Künstler mit Unrecht zugeschrieben werden.  Es gibt 
drei verschiedene Copien, eine von R. Sadeler. 
2) Eine sitzende Heilige mit einem Knaben an der Seite, welchem sie 
das Bündel zurecht zu machen scheint. Rechts zu Seinen Füssen steht 
ein Adler auf. Wahrscheinlich ist die hluttei- des Evangelisten Jo- 
hannes dargestellt. Unten nach rechts A. C., nach links: Sad. eavc. 
H. 5 Z. H L. Br. 4 Z. 4 L.  Dieses Blatt ist radirt, aber wahr- 
scheinlich nicht von Annibale. Eine Zeichnung desselben liegt zu Grunde. 
3) Der Leichnam des Herrn auf dem Schoose der Maria, welche 
ohnmächtig in den Armen einer der Frauen liegt. Johannes fasst den 
rechten Arm des Heilaudes, und macht die Magdalena auf die Wunde 
desselben aufmerksam. Unten steht: "Humilitavit semetipsum, factus 
obediens 8x0." Links A. C., gegen rechts das Monogramm des Lukas 
Vorsterman mit eaccud. H. 4 Z. 91], L. Br. 6 Z. 2 L.  Diese Dar- 
stellung ist unter dem Namen des Christus von Caprarola bekannt. 
Annibal Carracci hat sie gestochen, aber seinen Namen mit der Jahr- 
zahl 1597 beigefügt, B. N0. 4. Agostino Carracci hat ebenfalls einen 
Stich geliefert, mit der Bezeichnung: Aug. Car. F. Das erwähnte Blatt 
mit A.C. ist daher Copie. 
4) Jupiter als Satyr belauscht die schlafende Antiopc. Rechts zu 
ihren Hiiilpten ist Amor mit dem Bogen, und gebietet dem Satyr Ruhe. 
Links unten 1592. A. C. H. 5 Z. 9 L. Br. 8 Z. 3 L.  Dieses 
stark radirte Blatt zählt man zu den vorzüglichsten Werkcn Annibale's. 
 Die sehr gute Copie erkennt man an den beiden kleinen Figuren 
im Grunde links. Im Original sind sie im Umriss, in der Copie mit 
einer horizontalen Strichlage bedeckt. 
298- Annibala Garracci, dessen wir im vorhergehenden Artikel 
erwähnt haben, hat auch auf die gegebenen Initialen A C 
J C Anspruch, doch sind sie nicht von ihm selbst auf die Blätter 
gravirt, sondern von Simon Gnillain, welcher durch SG 
S j seinen Namen andeutete. Man findet sie auf Radirnngen des 
"letzteren, welche nach Annibalcis Zeichnungen die Ausrufer 
der Stadt Bologna vorstellen. Wir kommen unter A. C. I.  S G. dar- 
auf zurück, weil die meisten Blätter auf solche Weise bezeichnet sind. 
299- Antolne Goypel, Maler und Radirer, der altere Sohn des 
J C Ä NoelCoypel, wurde 1661 zu Paris geboren, 
  wA-c,  C. und starb (1722 als erster Maler des Königs 
von Frankreich. Bekannt durchGcmalde und Stiche nach denselben 
radirte er auch eine Anzahl von Blätter, welche zu den schönsten Nadel- 
arbeiten der französischen Schule gehören. Robert-Dumesnil, P. gr. 
fr. II. 160 ff. beschreibt 14 Blätter, und macht auch auf jene Radir- 
ungen aufmerksam, welche ihm fälschlich zugeschrieben werden. Die 
hl. Cäcilia mit der Inschrift: Cantabo domino in vita mea, welche M. d'Ar- 
gensville dem A. Coypel beilegt, ist von G. Duchange gestochen. Die 
sieben Musen, welche in Benardls Catalog des Cabinet Paignon-Dijonval 
als Arbeiten CoypePs erklärt werden, sind wahrscheinlich von Ch. Coypel. 
Das von Heinecke, Huber, und Rost erwähnte Blatt mit der das Kind 
stillenden Madonna ist von Masse nach der Zeichnung eines der Car- 
racci für das Gabinet Jabach radirt. Der von denselben Schriftstellern 
erwähnte Tod der Magdalena in der Wüste ist von P. Drevet gestochen. 
Ein Blatt mit Jupiter, welcher als Kind den Nymphen übergeben wird, 
soll nach früheren Angaben ebenfalls von A. Coypel herrühren, Robert- 
Dumesnil konnte es aber nicht vorfinden. Ein Pan mit der Flöte und 
Amor, angeblich von A. Coypel, ist nach diesem von J. Audran, und 
dann von Fessard gestochen.
        

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