Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1547475
296. 
129 
(Bartsch gibt 28 Zoll an).  Die ersten Abdrücke ohne A. CarraccPs 
Namen haben die Dedication an Gabriel Palaeoto, die zweiten mit dem 
Namen des Stechers jene an Michelangelo Tonto mit Ph. Thomassin's 
Adresse, und die dritten haben folgende Adresse: Jo. Jacobus de Ru- 
beis form. Romae S. M. de Pace. 
12) [B. 48-62.] Jesus Christus, die hl. Jungfrau, Johannes und 
die 12 Apostel, Folge von 15 Blättern. H. 4 Z. Br. 2 Z. 4 L.  
Bartsch sagt, diese Figuren seien auf 5 Platten gestochen, so dass jede 
drei Bilder enthalte; allein nur der Heiland, Maria und Johannes sind 
immer von einer Platte gedruckt, die Apostel auch je zwei auf einem 
Blatte. Im Ganzen waren also 7 Platten vorhanden. Wir sahen die 
Abdrücke vollständig im k. Cabinet zu München. Gewöhnlich sind die 
Blätter zerschnitten.  Die ersten Abdrücke scheinen indessen durch- 
aus drei Figuren auf einem Blatte zu haben, denn es fanden sich im 
Cabinet des Grafen Sternberg-Manderscheid fünf Blätter mit den 15 Fi- 
guren. Die Platten mit den Aposteln wurden demnach schon früh zer- 
schnitten, da die vollständigen Exemplare in München von vorzüglicher 
Güte sind. 
13) [B. 68.] Die Stigmatisation des hl. Franz: Agostino Carracci 
forma. Bologna 1586. H. 16 Z. 4 L. u. 6 L. Rand, Br. 11 Z. 8 L.  
Bartsch erklärt die Abdrücke mit A. CarraccPs Adresse für die ersten, 
und jene mit der Adresse: „et nunc apud Philippum Thomassinum," 
für die zweiten; Heller dagegen nimmt diese Abdrücke für die ersten, 
wohl weil beide Adressen auf demselben Blatte vorkommen. Ein sol- 
eher Druck ist in der Sammlung des Herrn von Quandt.  Die schlechten 
Abdrücke haben die Adresse von J. J. Rossi 1649. 
14) [B. 75.] Der (grosse) hl. Hieronymus mit Crucifix und Stein, 
das letzte Blatt des Meisters, welches F. Brizio nach dem Tode des- 
selben vollendete. H. 14 Z. 2 L. Br. 10 Z. (Nach der Angabe des 
Peintre graveur).  F. von Bartsch, die k. k. Kupferstichsammlung in 
Wien 1854 S. 58, gibt die Abdrucksgattungen wie folgt an: 
I. Von der unvollendeten Platte. Das Bein und der linke Arm 
des Heiligen, der diese beiden Theile umgebende Grund, so wie die 
Hälfte des Löwenkopfes sind ganz weiss. Aeusserst selten, von silber- 
hellem Tone. 
II. Von der von Brizio vollendeten Platte, wo obige Stellen über- 
arbeitet sind. Unter dem Fusse des Heiligen steht: "Aug. Caracius 
faciebat," und unter der unteren Einfassungslinie P. S. F. (Petri Sef- 
fanoni Formis). Im Rande fehlt die Schrift, welcher überhaupt zu 
schmal war, um solche aufzunehmen.  Zu dieser Bestimmung des 
Hrn. Ritter F. von Bartsch bemerken wir, dass in der Sammlung des 
H. von Quandt sich ein vollendeter Abdruck ohne P. S. F. beünde, 
welcher dem genannten vorhergeht. Sehr selten. 
III., oder vielmehr IV. Im unteren Rande ist Schrift, welche auf 
einen einzelnen Kupferstreifeu gestochen wurde. In diesem Rande 
stehen zwei lateinische Distichen, die Dedication des P. Stefanoni an 
Pietro Antonio Prisco 8m. Im Bilde bemerkt man bereits Retouchen, 
so dass die Abdrücke von rauhem Tone sind. Das angesetzte Stück 
ist 1 Z. 1L. hoch, und somit das (Inze 15 Z. 2 L. hoch, und 
10 Z. 2 L. breit. 
15) [B. 148.] Das Bildniss des Papstes Gregor XIII., halbe Figur 
in 3], Ansicht nach rechts in verzierter Einfassung 1571. H. 20 Z. 
6 L. Br. 15 Z. 6 L.  Dieses Blatt ist nicht von Agostino Garracci, 
sondern von Anton Eisenhout gestochen. Bartsch sah nur einen er- 
sten Druck ohne Bezeichnung desselben. Andere legten es dem Che- 
rubin Alberti zu.
        

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