Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1547468
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296. 
theils als Supplement zum Peintre graveur dient. Unter A. C. F., 
A. Can, Aug. Car. kommen wir auf den Künstler zurück. 
Die Buchstaben A. C. kommen auf folgenden Blättern vor: 
1) [B. 9.] Die Anbetung der Hirten. Links unten am Steine 1581, 
und in Mitte des Randes A.C. H. 17 Z. 10 L. mit 6  L. Rand, 
Br. 13 Z.  Dieses Blatt ist von sehr mittelmässigem Werthe, und 
da A. Carracci im Jahre 1581 schon viel besser gestochen hat, so möchte 
man es ihm kaum zuschreiben. Die Initialen A. C. scheinen später 
mit einem Stempel aufgedruckt worden zu seyn. 
2) [B. 16.] Die Taufe Christi, nach Pompejo Aquilano. Im Rande: 
Abluitur nullo foedatus crimine   A. C. H. 7 Z. mit 2 L. Rand, 
B125 Z. 3 L.  Marictte wollte dieses Blatt dem A. Carracci ab- 
sprechen, Bartsch erkennt aber dessen Hand. 
3) [B. 69.] St. Franz de Paula, halbe Figur mit dem Stocke. Links 
oben im Sterne: CHARITAS, unten A. C, und in der Mitte S. (Stefa- 
noni). H. 5 Z. 5 L. Br. 4 Z. 3 L.  Agostino hat nur den Kopf 
gestochen, das Uebrige ist von einem mittelmässigen Künstler. 
4) [B. 116.] Amor bändiget in Gegenwart zweier Nymphen den Pan. 
Rechts unten: 1599. A. C. IN. , und im Rande P. S. F. (Petri Stefa- 
noni Formis). H. 4 Z. 8 L. Br. 6 Z. 10 L.  Dieses Blatt ist mit 
grösster Präcision gestochen, und von eben so reiner Zeichnung. Man 
findet kein zarteres Blatt als dieses. 
Es gibt auch eine sehr geistreich radirte Oopie in der Grösse des 
Originals, und eine kleine in qu. Oval. Bartsch kennt keine derselben. 
5) [B. 117.] Merkur und die Grazien. Jacobus Tinctoretus plxit  
A. C. Im Rande: Spectator si scire cupis dzc. H. 7 Z. 4 L., und 4 L. 
Rand, Br. 9 Z. 4 L.  Dieses, und das folgende Blatt gehören zu 
den schönsten Produktionen des Künstlers. 
6) [B. 118.] Minerva verhindert den Mars, den Frieden und Wohl- 
stand zu behelligen. Jacobus Tinctoretus pIxit  A. C. 1589. Im 
Rande: Sapientia llIartem depellente Pax dtc. H. 7 Z. Br. 9 Z. 3 L. 
 Im zweiten Drucke fehlt die Jahrzahl. 
7) [B. 149.] Papst Innocenz IX., halbe Figur, fast von vorn. Rechts 
oben im Cartouche: INNOCENTIUS IX. PONT. MAX. dzc. Rechts 
unten A. C. Fe. H. 9 Z. 6 L. Br. 7 Z. 4 L.  Dieses sehr seltene 
Bildniss stammt aus der besten Zeit des Künstlers (1591). Nach Mal- 
vasia wurde es später in jenes des Papstes Paul V. umgeändert. Die 
Inschrift lautet: Paulus V. Pont. Max. 1605. 
8) [B. 160.] Das Wappen eines Cardinals aus der Familie der Aldo- 
brandini zwischen den Figuren der Klugheit und Gerechtigkeit. Links 
unten A. C. H. 5 Z. 6 L. Br. 7 Z. 6 L.  Die zweiten Abdrücke 
dieses schönen Blattes haben ein verändertes Wappen. Im Schilde ist 
ein Stern, ein Baum, ein Apfel und ein Halbmond. 
9) [B. 185.] Gottfried von Bouillon in seinem Zelte, wie ihm die 
Soldaten die Nachricht vom Tode des dänischen Königs bringen. Unten 
gegen links A. C. H. 7 Z. Br. 5 Z. 
10) [B. 190.] Armida kommt dem verwundeten Tancred zu Hülfe. 
Links unten: Ber. Caste in., rechts A. C.- In der Grösse des obigen Blattes. 
Die Stiche N0. 9 u. 10 gehören in eine Ausgabe der Gerusaleme 
liberata von T. Tasso. Genua 1590.  Dieses Werk enthält 11 Blätter 
von Carracci nach den Zeichnungen des Bernardo Castelli. Die übrigen 
Stiche sind von Jacopo Franco. 
Zusätze und Nachträge zum Peintre graveur. (Andere 
folgen unter der Abbreviatur Aug. Car. fe.) 
11)  Die Anbetung der Könige. Baldassaro Perucio Sanese 
Inuen. Aus 7 Blättern bestehend. H. 40 Z. 9 L. Br. 38 Z. 8 L.
        

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