Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1547352
276- 
279. 
117 
gie {auch Bätter nalcäizzGemälden vlamischer Meister gestochen hat. 
r s ar zu russe  
Dieser geschickte Künstler ist der Vater des berühmten Ku fer- 
stechers Anton Oardon, welcher 1772 zu Brüssel geboren wurde, sääter 
aber) in Efllglililld  grosse Blätter seinen Ruf gegründet hatte. Er 
s ar zu on on  
 Aliprando Oaprioli, Kupferstecher von 'l'ren_to, war um 1575 
aß a.  1596 thatig. Er stach Bildnisse und historische Darstell- 
ungen in der Weise des Agostino Carracci, doch meistens 
nach Meistern aus der Zeit des Verialls der Kunst. Zu seinen Haupt- 
werken gehören zwei Blätter nach T. Zuccaro, die Erweckung des La- 
zarus, und die Himmelfahrt Maria (1577). Auch die Bekehrung der 
Magdalena, und das Abendmahl des Herrn ist zu nennen. Die meisten 
Stiche CapriolPs tragen den Namen. Das erste Zeichen steht auf einem 
Blatte nach Rafael Motta, den Moses vorstellend, wie er durch Aaron 
dem Herrn ein Opfer bereiten lasst. Das beigefügte fe findet man auf 
Blättern einer Bildnisssarnmlung, unter dem Titel: Ritratti di cento 
capitani illustri con li lor fatti in guerrtt, intagliati da Aliprando Ca- 
priolo, e datti in luce da FIlIPPO Tomasino e Giovanni Turpino. Roma 
1596 4. Die Bildnisse dieser berühmten Helden kommen fast alle 'n 
Pauli, Jovii elogiis virorum illustrium- vor. Im Jahre 1600 ergchiän 
eine neue Auflage. 
A. Caprioli zeichnete auch mit den Initialen seines Namens. 
277- Adrian Gollaert, der altere, dessen wir N0. 262 erwähnt 
H C haben, dürfte durch diese Initialen seinen Namen angedeutet 
 haben. Nach der gefalligen Mittheilung eines Kunstfreundes 
findet man sie mit der Jahrzahl 1538 auf einem in Kupfer gestochenen 
Blatte, welches einen Mann in Umarmung seines Weibes vorstellt 12. 
Eine Vorstellung dieser Art kam uns nicht zu Gesicht, und wir können 
auch nicht bestimmen ob es sich um Copic oder 0   l h dl  
Der alte A. Collaert war um 1520  1540 thartliäljlaundalist edaher 
der Zeitgenosse des Alaert Olaas N0. 259. 
278- Adrian Gollaert wurde im vorhergehenden Artikel als der 
2c 01,1: c liäitilaäiliiäf .tiägäi..lßi.ängarste M gratis", 
1  nen uc s a en 
in seinem lllonogrammen-Lexieon S. 9 auf diesen Meste d 
sollte daher glauben, dass sie auf Kupferstichen VOfklDllllllhlllnlHtäqllladälß 
schöpfte seine Nachricht wahrscheinlich aus dem Dictionnaire d'archi- 
tecture 8m. par M. Roland de Virloys, welcher ähnliche Buchstaben 
auf A. Collaert deutet, ohne aber Blätter mit denselben zu bestimmen 
Wir haben keines vorgefunden, und auch Brulliot II. N0. 21 behauptet- 
dass ihm nie ein Stich dieser Art vorgekommen Sei, Sollten sich übe; 
wirklich Blätter mit obiger Bezeichnung finden, so gehören sie wahr- 
scheinlich dem alten Adrian Collaert an, welcher nach 1540 nicht lange 
äärärglgeäelbtrläät. ggiäcärbliignstler dieäes Namens, dessen Lebenszeit 
'V ü  esimm 1st e'   A_Cl1 t 1h 
gewöhnlich mit den römischen BIiClJSlZELIJQIIIJidägoäfäldlllelfihaer 7 We C er 
279. Anton Gortoijs nennt Paul Behaim imhandschriftlichen Ver- 
zeichnisse seiner Kunstsammlung Jenen Mei- 
I 54 äter A01; vlielchen Iäartsch P.  IXip. 166 zu 
' 9, en un e annten eutscien ünst ern zahlt. 
P.Beha'm verdient indessen 'cht   
len_ Glauben, es wäre aber doch voreillig, seine Nachricht dldbediiingltlälnläals 
Reich der Fabel zu verweisen, weil bisher kein alter Maler' oder Form- 
Monogrammisten. 13
        

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