Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1547229
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259. 
spätere Abdrücke andeutet. S0 sind z. B. die Radirungen des Moses 
van Uytenbroeck oder Wtenbrouck, welche die Geschichte des jungen 
Tobias zum Gegenstande haben, mit der Adresse: A. Waesber. ezc. 
zweiter Art, und bereits retouchirt. 
Sein Name knüpft sich vornehmlich an eine Copie der kleinen 
Ilolzschnittpassion von Albert Dürer, welche aber nicht Waesberge in 
Kupfer stechen liess, sondern wahrscheinlich Broer Jansz im Haag. 
Dieser Kunsthäntller besass die Platten früher, denn die Abdrücke mit 
seiner Adresse sind vorzüglicher, und daher erster Art. Dennoch han- 
delt es sich immer nur um die Waesbergdsche Copie, da seit Heller 
dieser Name geläuüg ist. Es ist aber sogar zweifelhaft, ob die Copien 
mit der Adresse des A. Waesberge zweiter Art sind. Man findet auch 
schöne Abdrücke mit der alleinigen Adresse des J. A. Colom, welcher 
demnach Waesbergeüs Vorgänger seyn könnte. Auf dem Titel der 
meisten Exemplare steht aber links unten: J. A. Colom Exa, und rechts: 
AB. Waesberge Excudit. Zwei Adressen deuten entweder auf einen ge- 
meinschaftlichen Besitz der Platten, oder es blieb beim dritten Drucke 
die ältere Adresse stehen. Broer Jans oder Jansz ist jedenfalls älter 
als Waesberge. Die erwähnten Blätter des Uytenbroeck mit dessen 
Adresse sind erster Art, und erst später erhielt Waesberge die Platten. 
Diess ist auch mit der Passion der Fall. 
253. Adrian Grabeth, wenn nicht Alexander Oolyns. Das beige- 
fügte Monogramm steht auf einem Gemälde in der k. 
Gallerie zu Schleissheim, welches ein sehr gut gemaltes, 
nur in der Färbung etwas trockenes Frauenbildniss ent- 
hält. Man will das Zeichen auf Adrian Orabeth deuten, 
den Schüler des Jan Swait von Gröningen; allein weder 
[5 7 7 C. van blander, noch die späteren Schriftsteller konnten 
ein Werk von ihm nachweisen. C. van Mander vermuthet 
nur, dass er der ältere Bruder des Wouter Crabeth jun., wenn nicht 
mit diesem Eine Person sei. Adrian Crabeth soll 1581 zu Autin auf 
einer Reise nach Rom in der Blüthe der Jahre gestorben seyn. Ob 
aber das gegebene Monogramm sich auf ihn beziehe, steht sehr im 
Zweifel. An Christoph Amberger ist indessen nicht zu denken; eher 
an Alexander Colyns von Cöln, welcher in der zweiten Hälfte des 
16. Jahrhunderts malte. In der Vorhalle des Museums zu Cöln sind 
von ihm 8 Bilder mit Scenen aus der Schlacht von Worringen 1288. 
Eines dieser Gemälde trägt die Jahrzahl 1582. A. Colyns wird für 
einen Schüler des Hans von Achen gehalten. Er lebte einige Jahre 
in München, und daher könnte das fragliche Bildniss der Zeit und dem 
Orte nach von ihm gemalt seyn. Strixner hat es für das alte Gallerie- 
werk lithographirt. 
259. Allard Oleaszen, nicht Alaert Claas, möchten wir den 
Träger dieser Zeichen nennen. Der letztere 
Name tritt aber zuerst in holländischen Auk- 
tionsverzeichnissen auf, und sofort ging er 
C H C fast in alle Kunstschriften über. Die hollän- 
r I dischen Chalcologen kamen wahrscheinlich 
 durch Carl van Mander auf ihren Alaert Claas, 
ÄIAIAIHK der genannte Schriftsteller spricht aber in 
seinem Werke (Het Leven-der Schilders, door J. de Jongh I. p. 236) 
von einem Maler Allard Claaszen aus Amsterdam, welcher nach seiner 
Angabe auch „Plaat-snyder" war. In neuester Zeit verfiel man dagegen 
auf Aertgen Claessen, oder Claeyssen jun., von welchem Carl van 
Mander nichts weiss. Er kennt nur den Aertgen Klaaszon, oder Aert-
        

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