Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1547183
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ABR. 
2424 
243. 
Ein ähnliches Druckerzeichen hatte aber auch Balthasar Arnonllet, 
welcher um 1546-55 in Lyon thatig war. Bei ihm erschien folgendes 
Werk: Regum Francorum imagines, quam proxime {ieri potuit, ad vi- 
vnm expressae. Una cum eorum vita. Lugduni ad Balthazarum Arnol- 
letturn 1554, fol. Diess ist die erste Sammlung von Portraiten fran- 
zösischer Könige, welche in Kupfer gestochen sind. Sie belaufen sich 
auf 59 Blätter, welche sehr selten vorkommen. Im Jahre 1555 erschien 
bei Arnoullet: Cronique abregee des faitz, gestes et vies illustres des 
roys de Franco, et chescun (Piceux leur effigie, an plus pres qu'il nons 
a este possible representer, kl. 8. Die dritte Ausgabe mit retouchirten 
Abdrücken erschien zu Lyon bei Clement Baudin 1570: Cronique som- 
mairement traictee des faicts heroiques de tous les rois de France 8m, kl. 8. 
242. 1086 de Ribera, genannt Spagnoletto, wurde 1588 zu 
r Xativa bei Valencia geboren, und diejenigen, welche 
ßjk ß ihn 1593 zu Gallipoli in der Neapolitanischen Provinz 
 t Lecce das Licht der Welt erblicken lassen, sind im 
H R Irrthmn. In Neapel gründete der Künstler seinen Ruf, 
es werden aber die Erzeugnisse seiner abenteuerlichen 
Phantasie noch immer bewundert. Wir haben im Künstler-Lexicon die 
Richtung bezeichnet, welche Ribera als Naturalist auf der Basis des 
Carravaggio der Carraccischen Schule gegenüber einschlug, aber in 
derselben nicht immer mit ehrlichen Waffen kämpfte, was besonders 
G. Reni und Dominichino erfuhren. Ribera ist indessen ein grösserer 
Meister als diese seine Mitgenossen, und es ist ihm wohl nur vorzu- 
werfen, dass er bei seinem derben Griff in's Leben nur zu sehr in's 
Grässliche veriiel. Belege sind in allen berühmten Gallerien, und auch 
in Kupferstichen liegen viele vor, wie aus dem Verzeichnisse im Künstler- 
Lexicon zu ersehen ist. Ribera soll 1656 gestorben seyn. 
Die gegebenen Zeichen kommen unsers Wissens nicht auf Ge- 
mälden des Künstlers, sondern nur auf den von ihm selbst radirten, 
und von Bartsch P. gr. XX. p. 79 ff. beschriebenen Blättern vor. Es 
steht aber gewöhnlich das aus SHP, oder vielmehr aus HISP bestehende 
Monogramm voraus, so dass man nach unserem Systeme unter SHP. ABB. 
suchen müsste. Wir sind daher genöthiget, den Stock unter SHP 
wieder einzureihen. Das dritte der obigen Zeichen bedeutet „Hispanus", 
und die anderen Monogrammen sind aus den Buchstaben IARB zu- 
sammengesetzt, so dass man "Josephus a Ribera" lesen muss. Der 
Buchstabe I wurde von unseren Vorgängern wenig beachtet, und von 
Heller gar nicht angedeutet, da Christ das Monogramm schlecht nach- 
gebildet hatte. Der Punkt über dem A, oder vielmehr das Ringelchen, 
wie Brulliot I. N0. 154 es gibt, ist nicht genau, da das I nicht wie 
gewöhnlich angedeutet ist, sondern in der Weise der obigen Zeichen, 
welche nach den Originalen copirt sind. Unkundige lesen daher nicht 
IABR. sondern ABB. 
Die von Bartsch beschriebenen 18 Blätter des J. de Ribera können 
wir hier nicht aufzählen, da diess im Künstler-Lexicon XIII. S. 104 ff. 
geschehen ist. Dasind auch einige Zusätze zu Bartsch gegeben. Unter 
dem Monogramm SHP werden die nöthigen Ergänzungen folgen. Auch 
ein aus GB gebildetes Monogramm kommt auf Radirungen vor. 
243. Abraham Abramson, Medailleur, geb. zu Potsdam 1'752, gest. 
 1811. Er hatte in Berlin ausgezeichneten Ruf. Seine Medaillen 
ßR  auf merkwürdige Zeitbegebenheiten und berühmte Männer sind 
zahlreich, und wir haben im Künstler-Lexicon mehrere aufgezählt. Dieses 
Zeichen findet man auf der Medaille mit dem Bildnisse des Daniel Ber- 
nonlli, und es kommt wahrscheinlich auch auf anderen Denkmünzen vor.
        

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