Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1556754
2540. 
1057 
gnug wil ich dir geben etc.  Es hilft kein sloss fur frauwen Im etc.  
Ich drag am slüssel zw solliche slossen etc. H. 17 Z. 8 L. Br. 
12 Z. 1 L. 
In R. WeigePs Kunst-Catalog N0. 19,098 wird die Zeichnung zu 
diesem alten Holzschnitte dem A.Dürer zugeschrieben. Er ist ausser- 
dem nirgends beschrieben. 
8) Das Bad, B; N0. 128, H N0. 134. Im Vorgrunde erhebt sich 
die steinerne Einfassung des Bassin, und innerhalb dieser sind die 
nackten Gäste im Wasser unter einem hohen Dache von Brettern. 
Rechts am Rande trinkt ein solcher aus dem Kruge, und ein zweiter 
vom Rücken gesehen lehnt sich mit dem linken Arme auf die Ein- 
fassung. Ihm gegenüber nach links steht ein Gast bis an die Lenden 
im Wasser, und legt die rechte Hand auf die Brüstung. Hinter diesen 
beiden Männern stehen zwei andere, wovon der eine die Pfeife bläst, 
der andere die Violine spielt. Links lehnt sich ein Zuhörer auf einen 
aus dem Wasser reichenden Block, an welchem eine Pippe angebracht 
ist. Diese Männer sind als Badegäste zu betrachten, neben dem 
hohen Baume hinter der aus oben zugespitzteil Planken bestehenden 
Abschliessungswand blickt aber noch eine neugierige Matrone herein. 
Links im Grunde zieht sich eine Reihe von alterthümlichen Häusern 
hin, und rechts auf der Anhöhe führt ein Thor mit Thürmen in eine, 
halb durch den Hügel verdeckte Stadt. Unten in der Mitte über der 
Einfassungslinie ist das Monogramm ohne Jahrzahl. H. 14 Z. 6 L. 
Br. 10 Z. 6 L. 
Bartsch und Heller beschreiben dieses Blatt ungenügend, wir 
gehen aber namentlich desshalb darauf ein, weil es in neuester Zeit 
eine eigene Monographie gefunden hat, unter dem Titel: De quelle 
maniere prenait-on los bains du temps de Charles-Quint äAzlr-la-Chapelle 
  par Dr. Strätcr. Aiw-la-Chapelle 11358. gr. 8. Der Verfasser 
dieser Piece glaubt, Dürer habe durch den Holzschnitt mit den Baden- 
den nicht eine zufällig in Nürnberg vorhandene Bade-Anstalt im Auge 
gehabt, sondern jene in Aachen, wo der Künstler 1520 im Oktober 
verweilte, und selbst Bäder nahm, deren Kosten in seinem Reise- 
journal notirt sind. Man darf also in DilYGIJS Holzschnitt eine Ansicht 
der alten Bade -Anstalt in Aachen vermuthen, und am aufsteigenden 
Hintergründe erscheint ein Theil der Stadt mit dem Thore. Daraus 
erklärt sich auch der bisher unbeachtete Buchstabe A über dem Brun- 
nen oben nach rechts gegen das Thor zu. Der Holzschnitt dürfte 
bald nach Dürer's Rückkehr aus den Niederlanden, und zwar von ihm 
selbst ausgeführt worden seyn. Das Blatt fand Absatz, was die beiden 
gleich grossen Copien beweisen. Eine derselben ist ohne Monogramm 
und auf jenes Papier mit der Krone abgedruckt, welches zu 
Büchern und Holzschnitten von 1520-1525 verwendet wurde. Ein 
Exemplar der unbezeichneten Copie besitzt Herr Ober-Baurath Haus- 
mann in Hannover. Eine kleinere, sehr schön lithographirte Copie 
gab Dr. Sträter seiner Schrift bei. Eine Zeichnung zu diesem Holz- 
schnitte hat sich bisher noch nicht vorgefunden. Eine gezeichnete 
Ansicht des Stadthauses in Aachen befindet sich in der Sammlung 
des Louvre. 
9) Die drei Ritter im Kampfe mit Todtengerippen, N0. 131 unseres 
Verzeichnisses S. 200. 
Im Anzeiger für Kunde der deutschen Vorzeit von Baron v. Auf- 
sess 1857 S. 80 fügt R. v. Rettberg seinem Berichte von 1855 bei, 
dass sich die Handzeichnung zu dieser Todtentanzscene in der k. k. 
Kupferstich- und Zeichnungs -Sammlung zu Wien befinde, und diese
        

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