Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1546930
1684 
169. 
Das dritte Zeichen findet man auf mittelmassig radirten Land- 
schaften. hMan schreibt sie nach Brulliot I. N0. 88 einem unbekannten 
A. Brin auser zu. 
168. Abraham Blooteling, Kupferstecher und Arbeiter in schwarzer 
Manier von Amsterdam, fand oben unter 
 dem Monogramm N0. 147 eine ausführliche 
Jßj , (ß J Stelle, und daher beschränken wir uns hier 
' auf die gegebenen Zeichen. Man findet nur 
Cßf a6 ex aß" selten eines auf Kupferstichen, gewöhnlich 
1  auf Blättern in schwarzer Manier, welche 
zu den Seltenheiten gehören, da sie in die Zeit der Erfindung dieser 
Kunst durch Ludwig von Siegen und den Prinzen Ruprecht von der 
Pfalz fallen. Blooteling machte aber selbst Epoche in dieser neuen 
Kunst. Er erfand den Granirstahl oder die Wiege, während man früher 
zur Granirung nur der gestählten Walzen nach Art feiner Feilen sich 
bediente. Graf Leo de Laborde (Hist. de la gravure en maniere noire 
p. 139) beschreibt eine Anzahl von solchen Schwarzkunstblattern, 
R. Weigel zahlt aber in seinen Kunstkatalogen noch mehrere andere 
auf. Ein vollständiges Verzeichniss der Blätter dieses Meisters findet 
man aber nicht. Es müsste bei eigener Anschauung aus den Werken 
von L. de Laborde, B. Weigel, Walpole, Chelsum, Granger, Heinecke, 
Huber und Rost, aus den vorzüglichsten Catalogen, wie jenen der 
Winklefschen, Sternbergschen und anderen Sammlungen zusammen- 
gebracht werden. Folgende Schwarzkunstblatter sind mit dem Zeichen 
versehen: 
1) Charles Earle of Derby, Lord Stanley 8m, im Cuirasse mit 
fliegenden Haaren. AB fec. e: am, kl. fol.  Das Bildniss des Grafen 
von Derby kommt auch in Oval fol. mit dem Namen Blooteling's vor. 
2) Das Bildniss des A. Blooteling, aber anonym. Ein Jüngling, 
welcher vor einer antiken Büste zeichnet. Unten steht: ABloem In., 
rechts das Zeichen mit fecit, 12. 
3) Das Bildniss des Pietro da Cortona. Mit A B f., 8.  
4) Der Kopf einer Vestalin mit Rosen auf dem Kopfe. Mit dem 
Zeichen allein, 16. 
5) Ein weiblicher Kopf nach P. Lely. Mit AB f. et ex., dann 
P L d, d. h. P. Lely delineavit, 8. 
6) Der Satyr bei dem Bauer, welcher kalt und warm blast, zwei 
Büsten in Proiil. Mit AB fec. , 8. 
7) Saturnus mit Flügeln, Büste in Medaillen. Mit AB f., 12'.  
Dieses sehr seltene Blatt ist ausserst fein behandelt. Es gleicht einer 
leichten Tuschzeichnung.  
8) Andromeda am Felsen dem Wallfische ausgesetzt. Mit AB f., qu.4. 
9) Zwei Köpfe mit römischen Helmen. Mit AB fe: H. 2 Z. 9 L. 
Br. 3 Z. 9 L. 
10) Der Bauer, welcher Geld zahlt. Mit AB f. , 8. 
11) Die liegende Katze, nach links gewendet. Mit AB f. H. 3 Z. 
6 L. Br. 4 Z. 9 L.  Blooteling hat diese Vorstellung wiederholt, 
und die Katze nach rechts gerichtet. Dieses Blatt ist mit dem Namen 
bezeichnet. H. 4 Z. 7 L. Br. 5 Z. 1 L. 
169. Unbekannter Ggldgchmied, welcher um 1610 in Deutschland 
arbeitete. Wir haben von ihm mehrere Folgen von 
(Ä  Mustern zu Vasen von verschiedener Grösse. Sie sind 
in der Weise des Paul Flynt behandelt, aber nicht so gut gestochen. 
Andere sind in den Umrissen punktirt, und auch leicht mit Punkten 
ausschattin, in der Manier des Meisters I. S., welchen man Johann
        

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