Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1556493
2487. 
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fügte iigürliche Zeichen ist nach der jetzigen Ansicht jenes des Zeich- 
ners, nach welchem der Meister CE gearbeitet zu haben scheint, wenn 
nicht vielmehr beide Zeichen dem einen und demselben Meister ange- 
hören. Zuweilen kommt die Zahl 4 mit dem Kreuze allein auf Holz- 
schnitten vor, immer aber verräth Zeichnung und Schnitt dieselbe 
Hand. Dann kommen auch Blätter mit den Initialen CE vor, alle in 
folgenden Werken. 
i) Eine Folge von 80 Blättern mit Darstellungen aus dem Leben 
Jesu, deren Bartsch N0. 1 einundzwanzig nennt. Sie sind mit obigen 
Monogrammen versehen, theils auch mit der Jahrzahl1561 und 1562. 
H. 4 Z. 2 L. Br. 5 Z. 
Zuerst in Dr. M. Luthers Hauspostille, Wittenberg 1563, abge- 
druckt, finden sich diese Holzschnitte auch in folgendem Werke: Husz 
Postilla Auer de Euangelia der Sondage vnde vornemesten Feste, durch 
dat gantze Jar. Doctor Martinus Luther Vpt rneje auersehen und vor- 
mehret. Sampt der Passion ende leydende Jhesu Christi, dorch D. M. Lu- 
ther geprediget, vth de latesten Husspostillen yn dörtein Predigten gestellet, 
durch Vitum Theodorum. Wittenberch durch Hans Krnfft 1570, fol. 
Dieses Werk hat mit Register und Vorreden 439 Blätter. Es kommen 
darin auch sieben Vorstellungen der Cranach'schen Passion von 1509 
vor, aber im dritten Drucke, da die Platten 1543 von Georg Rhaw 
benutzt wurden. 
Dieselben Holzschnitte findet man ferner in Dr. Martin Luther's 
Bibel, Wittenberg bei Hans Luft 1572, und in J. Eck's Postille, 
Ingolstadt 1573. 
2) Die christlichen Tugenden, unter weiblichen Figuren im Costüme 
der Zeit des Künstlers, Folge von 11 Blättern. Auf mehreren ündet 
man die gegebenen Zeichen und die Jahrzahlen 1564 und 1565. Auf 
N0. 7 steht das Monogramm CG, eines unbekannten Formschneiders. 
1. Der Glaube. Eine gekrönte Jungfrau in reicher Kleidung, mit 
dem CfUClflX in den Händen. 
2. Die Hoffnung. Eine im aufgeschlagenen Buche betende Jungfrau. 
3. Die Liebe. Eine Mutter mit drei Kindern. 
4. gie hGottesfurcht. Eine Jungfrau im Pelzgewande mit dem 
uc e. 
5. Die Geduld. Eine Jungfrau, welche das Lamm streichelt. 
6. Die Fürsichtigkeit. Eine Jungfrau mit dem Spiegel, vor 
welcher eine Schlange ist. 
7. gie Gerechtigkeit. Eine gekrönte Jungfrau mit Schwert und" 
aage. 
8. Die Starkmüthigkeit. Eine Jungfrau mit einem Löwenkopfe. 
9. Die Mässigkeit. Eine Jungfrau giesst Wasser aus einer Schale 
in die andere. 
10. Die Keuschheit. Eine Jungfrau mit zwei Tauben. 
H. Ein Ritter in einer Landschaft mit der Fahne in der Linken, 
und dem Lorbeerkranze auf dem Haupte. 
Auf diese schönen Blätter macht Wiechmann-Kadow in Dr. Nau- 
manns Archiv I. S. 127 aufmerksam. Man findet sie in folgendem 
Werke: Warhafltige, Schöne Figuren der fürnemsten Christlichen Tugenden, 
mit jren cigenschalflen, welcher sich ein jeder Mensch in seinem gantzen 
Leben bevluissen soll. Gedruckt zu Witlenberg durch Gabriel Schncllboltz 
1569. 4. Die Blätter sind mit A-Djii Signirt, und neun nehmen 
je eine Quartseite ein. Das Schlussblatt ist 4 Z. 6 L. hoch und 
3 Z. 4 L. breit.  
3) Das Bildniss des Churfürsten Johann Friedrich II. von Sachsen 
im halben Leibe, wie er die beiden Hände auf dem, Tisch stützt. 
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