Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1556308
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2439. 
in Tusch mit weisser Höhung zugeschrieben. Er ist wahrscheinlich 
der altere Meister dieses Namens, welcher vermuthlich auch ver- 
schiedene Figürliche Darstellungen gestochen hat. Uebrigens bezeichnet 
sich auch ein Kunstverleger Cornel van Dalen als Senior. Ein Blatt 
mit Venus und Amor nach Govert Flink hat die Adresse: Cor. van 
Daten sen. Ema, gr. fol. Man glaubt, dass er auch Maler gewesen 
sei, und von ihm wäre demnach das Bild eines mit Epheu bekränzten 
Bacchns in der k. k. Gallerie zu Wien. Allein wir halten den jüngern 
Cornelis van Dalen für einen Maler, da er auch Bildnisse nach den 
eigenen Gemälden gestochen hat. Ein Cornelius van Dalon jun. ist 
historisch, indem er sich auf mehreren Blättern als solchen ausdrück- 
lich bezeichnet. C. von Dalen  Jr. oder junior srulpsit steht auf 
mehreren Blättern, wie auf dem grossen und brillant gestochenen Bild- 
nisse des Prinzen Johannes Moriz von Nassau, halbe Figur in Rüstung, 
nach Govert Flink, Oval gr. roy. fol.; auf der kleinen Büste desselben 
Fürsten; auf dem Portraite des Königs Carl II. von England mit dem 
Commandostabe, nach R. Nason, fol.; auf jenem des Herzogs James 
von York, nach S. Luttichhuys, gr. fol., und auf dem schönen Bild- 
nisse der Anna Maria Schnrman, nach Cornelis Janson van Ceulen, 
kl. fol., u. s. w. Die vier Kirchenlehrer nach Rubens, gr. fol., die 
Madonna mit dem Kinde nach G. Flink, gr. fol., der Schäfer und die 
Schäferin nach G. J. Castelcyn, k]. qu. fol., u. s. w., sind ebenfalls 
als Werke eines jüngere C. van Dalen bezeichnet. Man muss daher 
zwei Meister dieses Namens annehmen, da. mehrere andere ältere, und 
auch gleichzeitige Blätter den Beisatz Jr. oder junior nicht haben. 
Die Stiche sind auch ungleich, die einen in der Weise des C.Visscher 
brillant gestochen, die anderen in der Manier des Blooteling oder 
J. Saenredam mit grosser Eleganz behandelt. 
Die Kupferstiche der beiden Cornelis van Dalen sind zahlreich. 
Sie arbeiteten nach Rubens, G. Honthorst, G. Flink, Jan Lys, W. Cra- 
beth, G. J. Casteleyn, J. van Sandrart, J. van Hulle, Holteyn, Balyn, 
Baudrighen, van Negro, S. Luttichhuys, J. Livens, A. Diepenbecke, 
F. van Campen, A. van Nieulandt, Pandelins, Tizian, Tintoretto 8m. 
Sehr geschätzt sind die Bildnisse hoher und berühmter Personen, be- 
sonders die Portraite des Königs Carl II. von England, des Her- 
zogs Henry von Glocester, des Herzogs James von York, der Prin- 
zessin Mary von England, des Prinzen Moriz von Nassau, des Admi- 
rals Martin Harpertsz Tromp in halber Figur an der Canone, des 
Rene Descartes, des Dr. Franz Deleboe Sylvius, des Dr. Jacobus 
Triglandius, des Johannes Polyander a Kerkhoven, des Dr. Esaias 
Dupre, des Dr. Festus Hommius u. s. w. C. van Daleiüs Meister- 
stücke sind aber die vier grossen Bildnisse im Cabinet Reynst, jene 
des Pietro Aretiuo, Giovanni Boccaccio, Giorgio Barbarelli oder 
Giorgione da Castelfranco, und des Sebastiano del Piombo, auch Cam- 
panella oder der "Dominikaner Mönch" genannt. Die Gemälde schreibt 
man dem Tizian zu, der Dominikaner ist aber von Tintoretto gemalt. 
Einige Blätter dieses Meisters sind mit CDsculp. oder sculpsit be- 
zeichnet, wie das Bildniss des Admiral Tromp nach J. Livens, gr. fol., 
die Anbetung der Hirten, 4., die sitzende Madonna mit dem Kinde, 4., dtc. 
2439. Medailleure und Münzmeister, welche durch die Buch- 
staben C. D. ihren Namen andeuteten. Es handelt sich 
0' D' aber von keinem Meister aus dem 15. Jahnhundert. Die mit 
C N D C. D. bezeichneten englischen Münzen aus Jener Periode sind 
a D in Durham geprägt, und C. D. bedeutet Civitas Dunolnzi. Auf 
' alten Münzen der Stadt Ancona, 1st Civitas Dorica zu lesen.
        

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