Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1556297
2438. 
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Er ist aber immerhin noch etwas edler als Ostade, obgleich auch bei 
ihm das Auge nicht angenehm berührt wird. Dennoch verdienen seine 
nicht häufigen Gemälde einen Ehrenplatz in den ersten Gallerien. 
Der Künstler war bei seinem 1704 erfolgten Tode erst 39 Jahre alt. 
Ob sich ein Gemälde mit den Initialen des Namens finde, wissen 
wir nicht; die wenigen Bilder, von welchen uns Kunde wurde, sind 
mit dem Namen bezeichnet. Auch auf seinen radirten Blättern steht 
gewöhnlich Cor., oder Corn. du San f. Diess ist auch mit den Stichen 
in schwarzer Manier der Fall, mit Ausnahme der unten erwähnten 
Folge der fünf Sinne, welche Bartsch nicht beschreibt. Dieser Schrift- 
steiler zählt im Peintre-graveur V. p. 465 ü". 16 radirte und 25 ge- 
schabte Blätter auf. R. Weigel gab Supplemente zum Bartsch, und 
brachte das Verzeichniss auf 60 Blätter. Dazu kommt noch ein An- 
hang von 18 weiteren Blättern. Wir haben im Künstler-Lexicon XV. 
p. 21 das Vcrzeichniss nach Bartsch und Weigel gegeben, so dass 
hier nur die Schwarzkunstblätter mit den Initialen des Namens näher 
in's Auge zu fassen sind. 
1- 5. Die fünf Sinne, in Gruppen von bäuerlichen Figuren in 
karrikirter Auifassuxig, jedes Blatt mit C D. fecit bezeichnet. 
1) T Gesigt. O qualis facies et qualis digna labella. Juvenal 
10 Sut. Rechts unten: CD. fecit. H. 8 Z. 7 L. Br. 6 Z. 11 L. 
Mit 5 L. Rand. 
Diese Vorstellung, drei Bauern und ein Weib mit dem Lichte, 
kommt auch in einem Abdrucke ohne die Buchstaben CD vor. Das 
Blatt ist sehr schön in Schwarzktinst behandelt, und des C. Dnsart 
vollkommen würdig. An die Copie des Jan Gole ist nicht zu denken, 
da dieser die Gruppe von der Gegenseite nahm, so dass das Weib 
mit dem Lichte rechts sitzt. In dem Blatte ohne CD. sitzt sie links, 
wie in jenem mit CD. fccit. Auch ist die Schrift dieselbe. Ein 
anderes Blatt dieser Folge ohne C1). kennen wir nicht. 
2) T Gehoor. Canoro jncipiiat purrire choro. Juvenal II. Sat. 
Rechts unten: CD. fccil. H. 8 Z. 9 L. Br. 6 Z. 9 L. Mit6L. Rand. 
3) T Gevocl. Vror et in vacuo peclore regnat Amor etc. Rechts 
unten: C1). ferrit. H. 8 Z. 9 L. Br. 6 Z. 7 L. Mit 5 L. Rand. 
4) De Reuck. Bonus oder etc. Die Buchstaben CD fecit rechts 
unten. H. 8 Z. 9 L. Br. 6 Z. 7 L. Mit 6 L. Rand. 
5) De Smaclc. Quanlo porreccit etc. Rechts unten: CD. fecit. 
H. 8 Z. 8 L. Br. 6 Z. 9 L. Mit 5 L. Rand. 
6) Die Copicn der obigen Blätter von der Gegenseite. Auf jedem 
steht unten im Rande: C. D In. I. Gole fec. et Exc. cum Privil. 
Amslelod. Die fünf Sinne sind in iranzösisrher Sprache bezeichnet: 
I.a Veue. Uodomt etc. Die Verse, welche im Originale lateinisch ge- 
geben sind, lauten in den Copien holländisch. ltlau findet aber auch 
Abdrücke ohne dieselben. 
2433. Gornelis van Dalen, Maler_ und Kupferstechor von Ant- 
CDßulIÜ  gäirldedjßll) gvdlldhdidlaclßigslgläixgdldeln1gägi,jdlllädlfaägdglillä 
kürlich und ungenau, da in der Zwischenzeit ein Künstler dieses 
Namens thätig war, welcher bereits grosse Meisterschaft entwickelt 
hatte. Auf einem in zwei Blättern bestehenden Knpferstiche mit der 
vorderen Ansicht der Kirche und des Thurmes von_St. Stephan 111 
XVien steht nämlißh; Clemens Radost del. 1'636, Cornelzus ean Dalen so. 
Seuenes und kostbares Hfmptblatr s. gr. lIIlp. qu. fol. Dieser Cornel 
van Dalen war auch Architekturzelchner: Im Catalpge der Sammlung 
des M. Ch. van Hultem wird ihm die mnere Ansicht eines Palastes
        

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