Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1556254
2424. 
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ist das Zeichen mit OV, aber kleiner wie oben gegeben. Die Büste 
ist in einem hohen Ovale dargestellt, und rechts und links oben und 
unten steht; CDov,  Pictor.  Lugd.,  Batav. Im Rande: Honoris 
ergo Praecrptorem suum delincavil G. Schalkcn. Höhe der Platte 6 Z. 
Br. 4 Z. 6 L. Den ersten Buchstaben wird derjenige, welcher das 
Zeichen des G. Dov nicht kennt, faist immer für C, statt für 6 nehmen, 
wie eigentlich zu lesen ist. In den beiden ersten Zeichen ist aber 
die Form des G deutlicher, doch nur für denjenigen, welcher die 
ältere Schriftweise aus Anschauung keimt.  
Radirungen 
des 
Dov. 
Die Blätter dieses Meisters sind sehr selten, und kommen daher 
in den ersten Cabinetten nur spärlich vor. Indessen steht es in 
Frage, 0b diejenigen, welche ihm Zani zuschreibt, wirklich von der 
Hand dieses Künstlers sind. Bartsch widmete ihm im Peintre-graveur 
keine Stelle, und daher wollen wir folgendes Verzeichniss iiir einen 
„Nouveau Peintre-graveur" bestimmen. 
1) Der hl. Hieronymus, starkes Brustbild mit langem Barte in 
S], Ansicht nach links gewendet. Er legt die gefalteten Hände auf 
das vor ihm aufgeschlagene Buch. Seine Kleidung besteht in einem 
weiten Mantel, welcher von der linken Schulter herabfallt. Im Hinter- 
grunde rechts bemerkt man eine Grotte, und links öffnet sich die Aus- 
sicht auf eine öde Landschaft. H. 4 Z. 9 L. Br. 3 Z. 6 L. 
Dieses Blatt ist geistreich, mit breiter Nadel, aber nachlässig 
radirt. Die Schatten des Gesichtes, so wie jene des Mantels auf der 
Brust, sind fast schwarz. Es hat weder Zeichen noch Namen, man 
legt es aber dem G. Dov bei. Wir wissen nur von zwei Exemplaren. 
Das eine befindet sich im Museum zu Amsterdam, nach welchem 
Brulliot die uns zu Gebot stehende Beschreibung lieferte. Ein 
zweites Exemplar in der k. k. Sammlung zu Wien trägt das auf- 
geschriebene Monogramm des Rembrandt van Ryn, A. von Bartsch 
erklärte es aber als G. Dov's Arbeit. 
2) Ein alter Franziskaner, welcher nach rechts gewendet sitzt, 
und mit der Brille auf der Nase in einem Buche liest. Der verkehrte 
Name mit der Jahrzahl 1663, wie oben gegeben, steht auf dem 
Schnitte des Buches, fol. 
Eine Radirung dieser Art sah Direktor Passavant im Museum zu 
Amsterdam, und sie ist zugleich durch den Namen beglaubiget. Ein 
zweites Exemplar kennen wir nicht. 
3) Adam und Eva unter dem verbotenen Baume des Paradieses, 
Copie nach Rembrandt, B. N0. 28, O. N0. 34. Höhe des Originals 
6Z.2L. Br.4Z.4L. 
Auf diese Copie, welche schön und täuschend seyn soll, macht 
Zani P. II. Vol. II. p. 249 aufmerksam, und er schreibt sie dem 
G. Dov zu. Bartsch legt weder diese, noch irgend eine andere Copie 
unserem Künstler bei. 
4) Abraham, wie er die Hagar verstösst, nach Zani P. II. Vol. II. 
p. 374 gegenseitige Copie nach Rembrandt. Letzterer hat diesen 
Gegenstand dreimal behandelt. Die Copie soll so gut bearbeitet seyn, 
dass man sie für einen Gegendruck des Originals ansehen könnte. 
5) Das Opfer des Abraham, Copie nach Rembrandt (B. N0. 35  
wie Zani P. II. Vol. II. p. 21 behauptet. Diess wäre nun die schöne 
gegenseitige Copie, wo Isaak rechts kniet. Höhe des Originals 5 Z. 
10 L. Br. 4 Z. 11 L.
        

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