Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1556134
2375 
2376. 
995 
thatig war. Vasarijivnsste wenig von ihm. Er bemerkt nur, dass sich 
im Dome zu Parma eine sehr schöne, 1499 von Castelli Parmese ge- 
malte Tafel belinrle. Die Buchstaben CC und FP vereint iindet man 
auf einem Kupferstiche des Nicoletto da Modena d. h. N. Rosex, 
welcher demnach eine Zeichnung des Cristoforo Castelli da Parma be- 
nützt haben könnte. Die erwähnten Buchstaben stehen links und 
rechts eines kleinenßastells mit der Säule darüber. 
Die Säule allein findet man auf drei Blättern in Holz- oder 
Metallschnitt, welche neben mehreren andern folgendes Werk zieren: 
C. Plinii. Secundi. Veronensis. historiac naturalis Lib-ri XXXVII. 
aptissimis ßguris ab Alcxädro Benedicto  emcndatiores redditi. Am Ende: 
Imprcssus Vencliis  per Mclchiorem Scssam. M. D. XIII, fol. Eine 
dieser Iluodezvignetten stellt eine nach links hin sprengende Reiter- 
schaar vor. Auf dem Schilde des hinteren Reiters stehen die Buch- 
staben GrM, darüber S, darunter C. Auf dem Schilde eines zweiten 
bemerkt man die Initialen DM und darunter P. Für diese Buchstaben 
haben wir keine Erklärung. 
2375. Unbekannter Meister. Diese Zeichen findet man nach 
Brulliot I. N0. 2812 auf Holzschnitten, welche eine um 
I5  1525 gedruckte böhmische Bibel zieren. Auf den meisten 
9A Blättern ist das Zeichen der Venus zwischen den beiden 
 QWQ C, auf einigen das alchimistische Zeichen allein. Das 
beigefügte aus EA W bestehende hlonogramm kam dem 
genannten Schriftsteller nur auf einem einzigen Blatte vor, welches 
Esther vor Ahasverus vorstellt. Es steht an der Stufe des Königs-' 
thrones. Das eine oder das andere Zeichen gehört dem Zeichner au, 
wahrscheinlich jenes mit C93, da man annehmen kann, dass der 
Zeichner sich ein grösseres Vorrecht eingraumt habe. Die Vorstellungen 
sind als Vignetten behandelt, 2 Z. 4 L. hoch, und 2 Z. 10 L. breit. 
Ucber den Verfertiger dieser biblischen Blätter können wir keine 
Nachricht geben, da uns die von Brulliot erwähnte Bibel nicht vorkam, 
und er selbst nur ein defectes Exemplar zur Flinsicht hatte. Um die 
erste mit Holzschnitteu gezierte böhmische Bibel handelt es sich nicht. 
Diess ist die sogenannte Taboriten- oder IIussiten-Bibel, welche 1506 
zu Venedig bei H. Lichtcnstcin gedruckt wurde, fol. Die Holzschnitte 
dieses äusserst seltenen Werkes sind in Venedig von dem Meister LA 
gefertiget, und somit könnten sich in der späteren illustrirteu 
böhmischen Bibclübersetzung Copien nach den Blättern der Taboriten- 
Bibel iinden. 
2376. Gamillus Gongius soll nach Christ (hlonogram.-Erklärung 
C C S. 137) Kupfer-suche mit den Buchstaben C.C. bezeichnet haben. 
'  Brulliot und Heller behaupten dasselbe, geben aber kein Blatt 
mit diesen Initialen an. Congius stach nach verschiedenen italienischen 
Meistern, ungefähr von 1615 "an, und wenn daher diese Buchstaben 
auf älteren Stichen vorkommen, so können sie nicht von ihm her- 
rühren. Von Congius findet man Blätter in der illustrirten Ausgabe 
des T. Tasse von 1617, wir wissen aber nicht, ob solche mit C.C. be- 
zeichnet seien. Sollten (leren in der Ausgabe von 1590 vorkommen, 
so können sie nicht von ihm herrühren. Der Zeichnung nach macht 
Bernardo Castelli auf die Illustration Anspruch. Die Initialen C. C. 
stehen aber auf dem Titelblatte zu: Rege-a de S. Bento. Lisboa 1633, S. 
Dieses Blatt stellt den hl. Benedikt vor, wie ihm ein Engel die Inful 
reicht. Der Stich desselben ist wahrscheinlich von C. (Jongius, da wir 
keinen andern damals in Lissabon arbeitenden Künstler C. C. kennen.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.