Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1556110
2370 
2372. 
993 
Polanzani, F. L. Bürde, G. A. Caccioli, G. Asioli, C. Metz etc. Auch 
Lithographien findet man nach Bildern dieses Meisters. 
Von Cignani selbst auf die Holzplatte gezeichnet, und vielleicht 
auch geschnitten, ist ein Blatt, welches die hl. Rosa vorstellt, wie ihr 
ein Engel die Rosenkrone bringt. Zwei Cherubim oben und rechts 
machen die Zuschauer. Dieses Blatt erinnert an die Grazie Correggiots, 
ist aber anonym. Rund, Durchmesser 4 Z. 1 L. 
2379. Francois Ohauveau, Kupferstecher, geb. zu Paris 1620, gest. 
1676. Schüler des Laureut de 1a Hyre, hinterliess dieser Künst- 
Bg ler eine Menge von Blättern, welche sich lmCh Basen über 3000 
belaufen sollen. Obiges Monogramm findet man nur auf einigen 
Stichen aus der frühen Zeit des Meisters, später bediente er sich eines 
aus C F. bestehenden Zeichens, oder der Initialen F. C. Wir kommen 
daher auf ihn zurück. 
2371. Stempel eines unbekannten Kunstsammlers. Er bezeich- 
nete damit die Kupferstiche und Handzeichnungeu, welche er 
ü) zusammengebracht hatte. Dieser Kunstfreund scheint in Eng- 
land gelebt zu haben. 
2372. Gaspar Oloiligl, auch Clofigl genannt, war I-Iofmaler des 
Herzogs Wilhelm IV. in Bayern, und lebte als solcher 
yCyCy in München. Wir fanden seiner in den Zunftpapieren 
bis 1529 als Hofmaler erwähnt, und wissen ausserdem, 
dass ihm die Herzoge Wilhelm und Ludwig Aufträge zu Malereien 
und Zeichnungen ertheilt hatten. Desswegen beziehen sich die ge- 
gebenen Buchstaben höchst wahrscheinlich auf ihn, da sie auf einem 
Holzschnitte des bayerischen Landrechts vorkommen, welches auf Ver- 
anlassung der beiden Herzoge zu München gedruckt wurde. Dieses 
Blatt stellt die Publikation der Geriehtsordnung durch diese Her- 
zoge vor. Sie stehen im Saale vor einem Tische, dessen Füsse mit 
den bayerischen Wappenschildern geziert sind. Ueber dem Herzoge 
Wilhelm ist eine Tafel mit H W, und über dem Ilerzoge Ludwig eine 
solche mit HL. In der Mitte steht die Jahrzahl 1520 auf einer 
dritten Tafel. Rechts und links sind mehrere Männer vorgestellt, und 
darunter bemerkt man einen Bauer mit dem Saeke auf der Achsel. 
An einer Stufe gegen den Tisch zu stehen die Buchstaben C. C. 
H. 6 Z. 10 L. Br. 7 Z. l L. Dieser Holzschnitt befindet sich auf 
dem Titel der gedruckten „Gcrichtsordnung im Fürstenthum Ober- vnd 
Niederbayern Anno 1520 aufgcricht" fol. Bartsch P. gr. VII. p. 467 
N0. 3 beschreibt dieses Blatt nur kurz, und bemerkt nichts von den 
Initialen C. C. Er bezieht irriger Weise die Buchstaben HIV. und HL. 
auf den Tafelchen über den Herzogen auf Künstler, mit der Bemerkung, 
dass man nicht wisse, welches dem Zeichner und welches dem Form- 
schneider angehöre.  
Von demselben Meister ist auch der Titelholzschnitt zu dem Werke: 
"Das Buch der gemeinen Landboth, Landsordnung, Satzung und Gebräuche 
'der Fürslcnthumbs im obem und nicdem Bayern, im fünfsehen hundert 
sechszehnten Jahr aufgericht. Auch auf diesem Holzschnitte sind die 
Herzoge Wilhelm und Ludwig vorgestellt, stehend 111 voller Rüstung 
mit dem bayerischen Wappenschilde. Den _Grund bildet e1_n_S_aal, und 
rechts und links hängen die Täfelchen mit den Namensmitlalen der 
Fürsten. H. 5Z. lL. Br. GZ. 7L. Auch Exemplare der Gerichts- 
ordnung von 1520 ündet man mit demselben IIolzse-hnitte, welcher aber 
etwas roher behandelt ist, als das obige Blatt. Eine etwas veränderte, 
feinere Copie ist auf dem Titel folgenden Werkes: "Reformacion der
        

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